Börsen in Asien
Tokio präsentiert sich freundlich

Erleichterung, zumindest kurzfristig, herrscht an den Aktienmärkten. Die Tokioter Börse jedenfalls präsentiert sich freundlich. Positive Vorgaben aus den USA beeinflussten den Handel in Asien; offenbar sehen zudem einige Anleger jetzt Chancen für den Einstieg. Doch der Optimismus zieht sich nicht durch alle Branchen.

HB TOKIO. Begrenzt wurden die Gewinne von dem jüngsten Preisrückgang bei Rohstoffen, unter dem die Unternehmen des Sektors litten. Rohstoffwerte verzeichneten teils starke Kursverluste. Vor allem Technologiewerte konnten hingegen zulegen. Kräftige Kursgewinne waren auch bei Immobilien- und Finanzwerten zu sehen. Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte stieg den dritten Handelstag in Folge und legte um 222 Punkte oder 1,8 Prozent auf 12 482 Zähler zu, der breitere Topix stieg um 23 Punkte oder 1,9 Prozent auf 1 220 Zähler.

„Grundsätzlich ist die Gelegenheit für einen Einstieg gut“, sagte Anlage-Experte Fumiyuki Nakanishi von SMBC Friend Securities. Aber die Sorge vor neuen Hiobsbotschaften im Zusammenhang mit der Kreditkrise ließ die Anleger noch zögern. Zudem sagten Händler, dass die Käufe bei einem dünnen Handelsvolumen hauptsächlich von Shorteindeckungen getrieben worden seien. Vor dem nahenden Ende des Fiskaljahres am 31. März hätten sich institutionelle Investoren aus Japan stark zurückgehalten.

„Die Kursgewinne scheinen eher von Shorteindeckungen in ungeliebten Sektoren getrieben worden zu sein als von wirklichem Kaufinteresse – daher war es ein ziemlich ruhiger Handelsverlauf“, sagte Motomi Hiratsuka, Chefhändler bei BNP Paribas in Tokio.

Der jüngste Preiseinbruch an den US-Rohstoffmärkten schlug sich auf die Kurse von Handelshäusern und Ölgesellschaften nieder, die zu den größten Kursverlierern zählten. Marubeni verbilligten sich um 7,0 Prozent auf 701 japanische Yen (JPY), der Kurs von Inpex Holdings, einem Ölkonzern, fiel um 4,6 Prozent auf 1 040 000 JPY. Die Aktien des Gold- und Kupfer-Konzerns Sumitomo Metal Mining büßten 7,8 Prozent ein. Einen kräftigen Rücksetzer erfuhren auch Toshiba, nachdem das Unternehmen seine Gewinnprognose gesenkt hat. Die Aktie büßte 1,9 Prozent auf 677 JPY ein. Verstärkt wurde der Abwärtsdruck für Toshiba noch von Abstufungen durch die Investmentbanken Nikko Citigroup und Nomura.

Auf der Gewinnerliste standen der Elektronikkonzern Kyocera mit einem Kursplus von 3,8 Prozent. Sumitomo Realty & Development, drittgrößter Immobilienentwickler in Japan, stiegen um 6,9 Prozent auf 1 666 JPY, während Mizuho Financial sich um 4,7 Prozent auf 404 000 JPY verteuerten.

In New York hatten der gesunkene Ölpreis und positive aufgenommene Konjunkturdaten der Wall Street am Donnerstag Auftrieb gegeben. Finanzwerte konnten von den jüngsten Quartalszahlen aus der Branche profitieren, die trotz der Kreditkrise über den Markterwartungen lagen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 2,2 Prozent im Plus bei 12 361 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 legte 2,4 Prozent auf 1 329 Zähler zu. Der Technologie-Index Nasdaq gewann 2,2 Prozent auf 2 258 Stellen. Der Dax hatte die verkürzte Handelswoche dagegen rund 0,7 Prozent tiefer bei 6 319 Punkten beendet.

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