Börsen in Fernost tendieren uneinheitlich
Nikkei erreicht neues Zehn-Monats-Hoch

Von der Hoffnung auf eine rasche Erholung der Wirtschaft in den USA konnten am Dienstag nicht alle Börsen in Fernost profitieren.

HB TOKIO/HONGKONG. Gute Konjunktur- und Unternehmensdaten aus den USA und dem Inland haben am Dienstag zwar in Japan für eine optimistische Stimmung im Aktienhandel gesorgt, sie konnten jedoch den Märkten in China, Taiwan und Singapur nicht zu Aufschlägen verhelfen. Dort führten Gewinnmitnahmen zu Verlusten. Händlern zufolge müssen die kommenden Konjunkturdaten sehr gut ausfallen, um weitere Rallys an den Märkten auszulösen. Vor allem die Arbeitsmarktzahlen aus den USA seien dafür entscheidend.

Angeschoben von Exportwerten hat die Börse in Tokio den Handelstag mit Gewinnen beendet. Der Nikkei-Index stieg mit einem seit zehn Monaten nicht mehr erreichten Stand in den Handel ein und schloss dann doch relativ weit entfernt von diesem Hoch mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 10.375 Punkte.

Tokios breiter gefasste Topix-Index legte ebenfalls knapp 0,2 Prozent auf 959 Zähler zu. Auch die Aktienmärkte in Südkorea und Hongkong sowie der chinesische Leitindex verzeichneten noch leichte Aufschläge.

Im Minus befanden sich dagegen die Börsen in Singapur und in Taiwan. In Taipeh verzeichnete der Aktienmarkt ein Minus von 1,43 Prozent, der größte Tagesverlust innerhalb von drei Wochen.

Laut dem Händler Masayuki Kobota von Daiwa SB Investments gab es zwar positive Wirtschaftszeichen, jeoch auch eine natürliche Reaktion darauf: Gewinnmitnahmen. In Tokio waren die Anleger kurz vor der nachbörslichen Bekanntgabe der Quartalszahlen von Toyota vorsichtig. Die Aktie fiel um 1,5 Prozent. Suzuki-Papiere gaben gut fünf Prozent nach, weil das Unternehmen heftige Einbußen bei Betriebsgewinn und Umsatz auswies. Der Kurs von Advantest, eines Herstellers von Chip-Prüfern, hingegen ging um 2,9 Prozent nach oben.

Zuvor waren die US-Börsen mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Überraschend gut ausgefallene Konjunkturdaten sowie ein Absatzplus beim Autobauer Ford beflügten die Wall Street und brachten dem Dow-Jones-Index ein Plus von 1,3 Prozent auf 9286 Zähler.

Der Euro präsentierte sich am Dienstag im asiatischen Handel deutlich leichter und wurde mit 1,4383 Dollar gehandelt nach zuvor 1,4415 Dollar im späten New Yorker Handel. Damit fiel die Gemeinschaftswährung auch deutlich unter ihr Jahreshoch von 1,4445 Dollar, das sie am Montag erreicht hatte. Zum Yen gab der Euro ebenfalls nach und fiel auf 136,93 Yen. Im Vergleich zum Dollar lag die japanische Währung bei 95,16 nach 95,23 Dollar im späten Handel am Montag in New York.

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