Börsen New York: Dow Jones rutscht unter 20.000 Punkte

Börsen New York
Dow Jones rutscht unter 20.000 Punkte

Der Einreisestopp der US-Regierung für Bürger aus sieben Ländern mit überwiegend muslimischer Bevölkerung hat die Wall Street verunsichert. Der Dow Jones fiel am Montag wieder unter die 20.000-Punkte-Marke.
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New YorkDer Einreisestopp der US-Regierung für Bürger aus sieben Ländern mit überwiegend muslimischer Bevölkerung verunsichert die Wall Street. Die wichtigsten Indizes fielen zum Wochenstart. Der Dow-Jones-Index mit den Standardwerten rutschte wieder unter die Marke von 20.000 Punkten, die er vergangene Woche erstmals geknackt hatte.

„Der Markt reagiert negativ wegen der Unsicherheit, die dadurch entsteht“, sagte Robert Pavlik, Chef-Marktstratege vom Finanzhaus Boston Private Wealth. Investoren seien vorsichtig, sagte auch Peter Cardillo, Chef-Marktökonom bei First Standard Financial. In den USA gibt es in vielen Städten Proteste gegen die Maßnahmen des neuen Präsidenten Donald Trump. Zahlreiche Verbündete der USA kritisierten den Schritt scharf, auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Von den großen US-Konzernen distanzierten sich unter anderem Nike, Starbucks, Goldman Sachs und Ford. Andere hielten sich zurück.

Der Dow-Jones-Index fiel um 0,6 Prozent auf 19.971 Punkte. Der breiter gefasste S&P gab ebenfalls um 0,6 Prozent auf 2281 Stellen nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,8 Prozent auf 5614 Zähler. Nach der Trump-Wahl Anfang November waren die US-Börsen deutlich auf neue Rekordstände geklettert. Investoren spekulierten auf radikale Steuersenkungen, mehr staatliche Investitionen und weniger Regulierung.

In Frankfurt ging es zum Wochenstart ebenfalls bergab. Der Dax fiel um 1,1 Prozent auf 11.681 Punkte und gab damit einen großen Teil der Gewinne der Vorwoche wieder ab.

In der Wall Street standen wegen des Einreisestopps vor allem Fluggesellschaften unter Druck. American Airlines gaben 4,4 Prozent nach, United Continental 3,6 Prozent und Delta 4,1 Prozent.

Fitbit -Aktien brachen um fast 16 Prozent ein. Der Anbieter von Fitness-Armbändern hat die Investoren mit einer schwachen Prognose und einem Stellenabbau verschreckt.

Im Blickpunkt der Woche dürften wegen neuer Quartalszahlen auch die Aktien von Apple und Facebook stehen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 873 Millionen Aktien den Besitzer. 885 Werte legten zu, 2088 gaben nach und 123 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,76 Milliarden Aktien 681 Werte im Plus, 2221 im Minus und 168 unverändert.

Die zehnjährigen US-Staatsanleihen fielen um 2/32 auf 95-25/32. Sie rentierten mit 2,49 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 13/32 auf 96-0/32 und hatten eine Rendite von 3,08 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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