Börsen New York
Pessimistischer GE-Ausblick belastet die Wall Street

Der Ausblick auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank im Dezember stärkt den Dollar. Das schwächt die Börsen in New York. Bei den Technologiewerten kam am Freitag hingegen Schub von guten Quartalszahlen.

New YorkDie Wall Street hat sich zum Wochenausklang uneinheitlich gezeigt. Ein gesenkter Umsatzausblick des US-Industriekonzerns General Electric belastete zwar am Freitag die Kurse. Die Einbußen hielten sich jedoch in Grenzen, weil Aktien von Microsoft nach Vorlage von Quartalszahlen auf ein Allzeithoch stiegen. Auch McDonald's-Papiere legten zu und stützten den Markt.

Der Dow-Jones-Index fiel um 0,1 Prozent auf 18.146 Punkte. Der breiter gefasste S&P blieb faktisch unverändert mit 2141 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,3 Prozent auf 5257 Zähler. Auf Wochensicht blieb der Dow unverändert, der S&P stieg um 0,4 Prozent und die Nasdaq um 0,8 Prozent. In Frankfurt hatte der Deutsche Aktienindex 0,1 Prozent fester mit 10.710 Punkten geschlossen.

General Electric kappte seine Prognose für den Umsatzzuwachs 2016. Zudem wurde die Gewinn-Erwartung eingegrenzt. Grund ist eine maue Entwicklung in der Öl- und Gas-Ausrüstung. GE-Aktien gaben 0,3 Prozent nach.

Bei Microsoft liefen die Geschäfte zuletzt dank der immer wichtiger werdenden Cloud-Dienste besser als erwartet. Die Anteilsscheine schlossen 4,3 Prozent im Plus auf einem Rekordhoch von 59,69 Dollar.

Auch beim Internet-Bezahldienst Paypal stieg der Umsatz überraschend deutlich. Die Aktie legte 10,1 Prozent zu.

Bei McDonald's stiegen Umsatz und Gewinn zwar nicht, aber die Quartalszahlen waren besser als von Analysten erwartet. Das reichte für ein Kursplus von drei Prozent.

Im Fokus stand zudem die Ankündigung einer Großfusion in der Zigaretten-Branche. Der britische Konzern BAT (Lucky Strike) will für 47 Milliarden Dollar die 58 Prozent an dem US-Rivalen Reynolds (Camel) übernehmen, die ihm noch nicht gehören. BAT bietet 56,50 Dollar je Reynolds-Aktie in bar und eigenen Aktien. Reynolds-Papiere stiegen um 14,1 Prozent auf 55,150 Dollar, BAT verloren 2,9 Prozent.

Eine mögliche Fusion trieb auch den Aktienkurs des US-Unterhaltungskonzerns Time Warner (CNN, HBO, Warner Bros) um 7,8 Prozent in die Höhe. Insidern zufolge will der Telekom-Anbieter AT&T Time Warner kaufen, eine Einigung könne schon am Montag verkündet werden, hieß es. AT&T-Titel verloren drei Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 883 Millionen Aktien den Besitzer. 1501 Werte legten zu, 1442 gaben nach und 151 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,63 Milliarden Aktien 1252 Werte im Plus, 1505 im Minus und 224 unverändert.

Bei den US-Staatsanleihen blieb das Handelsvolumen gering. Die zehnjährigen Papiere stiegen um 3/32 auf 97-28/32. Sie rentierten mit 1,74 Prozent. Die 30-jährigen Bonds stiegen um 9/32 auf 95-3/32 und hatten eine Rendite von 2,48 Prozent.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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