Börsen New York: Schlappe Weltkonjunktur und Ölpreisverfall belasten US-Börsen

Börsen New York
Schlappe Weltkonjunktur und Ölpreisverfall belasten US-Börsen

Der Dax fällt erneut unter die 9000-Punkte-Marke und auch für die US-Börsen ging es bergab. Die Sorgen um die US-Wirtschaft verunsichern Anleger. Viacom-Aktie nach Umsatzrückgang auf Talfahrt.

New YorkDie US-Börsen haben am Dienstag leicht nachgegeben. Stärkere Sorgen um eine andauernde Abkühlung der Weltkonjunktur und die sinkenden Ölpreise drückten die Stimmung. Nordseeöl der Sorte Brent und US-Leichtöl verbilligten sich erneut und notierten weiter in der Nähe ihrer im Januar erreichten Zwölf-Jahres-Tiefstände. Vor allem Finanz- und Medienkonzerne ließen Federn. Auch in Europa herrschte Verkaufsstimmung. "Der Orkan an den Börsen hat das Risiko einer weltweiten Rezession erhöht", sagte Analyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer auf 16.014 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,1 Prozent auf 1852 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,4 Prozent auf 4268 Punkte.

In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von 1,1 Prozent auf 8879 Punkten aus dem Handel und damit auf dem niedrigsten Stand seit Oktober 2014. Der Leitindex der Schweizer Börse SMI notierte zwischenzeitlich auf dem tiefsten Stand seit Juni 2013. Der EuroStoxx50 fiel um 1,8 Prozent auf ein Zweieinhalb-Jahres-Tief von 2736,50 Punkte.

Angesichts der Finanzmarktturbulenzen rund um den Globus zeigten sich viele Anleger vorsichtig. Sie investierten Händlern zufolge lieber in als sicher eingeschätzte Werte wie Gold, das weiter in der Nähe eines Sieben-Monatshochs notierte. Es sei sehr wahrscheinlich, dass es zu einer weiteren Korrektur bei Aktien komme, sagte der Chef von B Capital Wealth Management, Lorne Baring. An der Spitze dieser Entwicklung stünden Bankwerte. So verloren die Papiere der größten US-Bank JPMorgan 0,6 Prozent. Die Aktien des Rivalen Goldman Sachs büßten 0,7 Prozent ein. Derzeit sei es schwer, Gründe auszumachen, warum es für den Finanzsektor dauerhaft nach oben gehen sollte, sagte Steven Baffico vom Wertpapierhändler Four Wood Capital Partners.

Auch für die Medienkonzerne ging es abwärts. Die MTV-Mutter Viacom fiel um 21,5 Prozent. Der Umsatz war im abgelaufenen Quartal wegen niedrigerer Werbeeinnahmen in den USA deutlicher zurückgegangen als erwartet. Schwache DVD-Verkäufe brockten wiederum Twenty-First Century Fox geringere Erlöse als prognostiziert ein. Die Aktie verbilligte sich um 1,8 Prozent. Der Walt-Disney -Konzern wollte nach Börsenschluss seinen Quartalsbericht veröffentlichen. Der jüngste Teil der "Star Wars"-Saga hat dem Unternehmen zufolge einen Rekordstart hingelegt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,17 Milliarden Aktien den Besitzer. 935 Werte legten zu, 2161 gaben nach und 81 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,42 Milliarden Aktien 971 im Plus, 1824 im Minus und 150 unverändert.

Die US-Kreditmärkte waren als sicherer Hafen gefragt. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 1/32 auf 104-21/32. Die Rendite sank auf 1,731 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 4/32 auf 109-8/32 und rentierte mit 2,555 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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