Börsen New York
Steigende Ölpreise schieben US-Börsen aufwärts

Im Fokus des Handels an den US-Börsen steht die Absage der 160 Milliarden Dollar schweren Fusion der Pharmariesen Pfizer und Allergan. Hintergrund sind neue Schritte der US-Regierung zur Bekämpfung von Steuerflucht.

New YorkAnziehende Ölpreise haben der Wall Street am Mittwoch Auftrieb gegeben. Der Markt suche nach neuen Handelsimpulsen, sagte Aktienstratege Sam Stovall von S&P Global Market Intelligence. Dies könnten positive Überraschungen durch die anstehenden Quartalsberichte sein. Öl verteuerte sich deutlich, nachdem die US-Rohölbestände vergangene Woche weniger stark gestiegen waren als erwartet. Dies sorgte insbesondere bei Energiewerten für Kursgewinne.

Die obersten Währungshüter der USA diskutierten auf ihrer jüngsten Sitzung kontrovers über eine baldige Zinsanhebung. Mehrere Führungsmitglieder der Notenbank Fed plädierten dabei für eine geldpolitische Straffung im April, wie aus den Protokollen des Treffens von Mitte März hervorgeht. Doch letztlich setzte sich in dem Gremium die Meinung durch, dass es angesichts der noch immer bestehenden Risiken für die US-Wirtschaft besser sei, abzuwarten. Die Gegner raschen Handelns führten insbesondere die schwächelnde globale Konjunktur und die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten ins Feld.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg um 0,6 Prozent auf 17.716 Punkte. Der breiter gefasste S&P legte um 1,1 Prozent auf 2067 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,6 Prozent auf 4921 Zähler. In Frankfurt ging der Dax 0,6 Prozent fester bei knapp 9625 Punkten aus dem Handel.

Im Fokus stand die Absage der 160 Milliarden Dollar schweren Fusion der Pharmariesen Pfizer und Allergan. Hintergrund sind neue Schritte der US-Regierung zur Bekämpfung von Steuerflucht. Der Allergan-Kurs stieg 3,5 Prozent, Pfizer-Aktien fünf Prozent.

Auch in der Branche der Öldienstleister droht ein Zusammenschluss zu scheitern. Das US-Justizministerium will wegen Wettbewerbsbedenken die 35 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Baker Hughes durch den Rivalen Halliburton per Gerichtsbeschluss verbieten lassen. Halliburton-Titel schossen 5,9 Prozent in die Höhe, Baker Hughes 8,8 Prozent.

Im Zuge der steigenden Ölpreise legten die Aktien von Chevron 2,3 Prozent zu. Die Anteilsscheine des Konkurrenten Exxon rückten um 1,4 Prozent vor.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 870 Millionen Aktien den Besitzer. 2286 Werte legten zu, 734 gaben nach und 125 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,74 Milliarden Aktien 2003 im Plus, 789 im Minus und 178 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 8/32 auf 98-26/32. Die Rendite stieg auf 1,7566 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 24/32 auf 98-7/32 und rentierte mit 2,5851 Prozent. Händler sagten, Investoren hätten angesichts der Erholung an den Börsen im Zuge des Anstiegs des Ölpreises die als sicher geltenden Staatsanleihen abgestoßen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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