Börsen New York: Steigender Ölpreis treibt Wall Street an

Börsen New York
Steigender Ölpreis treibt Wall Street an

Der anziehende Ölpreis hievt die Wall Street nach oben. Zudem fielen zahlreiche Quartalsberichte der US-Konzerne besser aus als erwartet. Die Verunsicherung über Fed-Aussagen rückte damit etwas in den Hintergrund.

New YorkEin anziehender Ölpreis hat den US-Börsen am Donnerstag zu Gewinnen verholfen. Spekulationen auf eine Drosselung der Ölproduktion durch große Förderländer wie Russland und Saudi-Arabien hievten den Ölpreis zwischenzeitlich auf ein Drei-Wochen-Hoch. Es gehe um Produktionssenkungen von jeweils bis zu fünf Prozent, sagte der russische Energieminister Alexander Nowak.

„Öl hat den Markt im Griff“, erläuterte Analystin Kim Forrest vom Investmentberater Fort Pitt Capital die Marktbewegungen. Zudem ermutigte die Anleger, dass zahlreiche Quartalsbilanzen von US-Unternehmen besser ausfielen als gedacht.

Deswegen trat die Verunsicherung über die Aussagen der US-Notenbank Fed etwas in den Hintergrund, die die Wall Street am Vortag ins Minus gedrückt hatte. Fed-Chefin Janet Yellen hatte nach der Zinswende größte Vorsicht bei der weiteren Straffung ihrer Geldpolitik signalisiert. Nach Einschätzung von Thomas Gitzel, dem Chef-Volkswirt der VP Bank, müssen die Währungshüter aber an ihrem Mitte Dezember eingeschlagenen Kurs festhalten, um ihre Glaubwürdigkeit nicht aufs Spiel zu setzen. „Voraussichtlich wird die US-Notenbank weiter nachlegen. Der Zinserhöhungszyklus könnte als großer Fehler in die Geschichtsbücher eingehen.“ Kritiker fürchten, dass höhere Zinsen die fragile Erholung der Konjunktur ausbremsen könnte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,8 Prozent höher auf 16.069 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,6 Prozent auf 1893 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,9 Prozent auf 4506 Punkte zu. Der Dax ging 2,4 Prozent schwächer bei 9639,59 Punkten aus dem Handel. Der EuroStoxx50 gab um 2,1 Prozent nach.

Grundsätzlich kamen die jüngsten Quartalsberichte der US-Großkonzerne gut an. So verbuchte der weltweit führende Baumaschinen-Hersteller Caterpillar im vierten Quartal zwar einen Umsatzeinbruch und ein Abrutschen in die roten Zahlen. Doch fiel die Bilanz dank des Sparkurses besser aus als erwartet. Die Aktie legte 4,7 Prozent zu.

Facebook -Papiere gewannen mehr als 15 Prozent. Das weltweit größte Online-Netzwerk konnte dank eines brummenden Werbegeschäfts den Umsatz um mehr als die Hälfte steigern.

Eine Verkaufswelle erwischte hingegen die Biotech-Branche. Die Anteilsscheine von Celgene gaben fünf Prozent nach und Incyte's -Papiere fielen sogar fast zehn Prozent. Das Unternehmen hatte zuvor eine wichtige Studie zur Krebstherapie gestoppt.

Von der US-Industrie kamen negative Signale: Im Dezember brachen die Auftragseingänge für langlebige Güter - dazu gehören Flugzeuge ebenso wie Haushaltsgeräte mit einem Minus von 5,1 Prozent deutlich stärker ein als erwartet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,1 Milliarden Aktien den Besitzer. 2054 Werte legten zu, 1032 gaben nach und 86 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,3 Milliarden Aktien 1470 im Plus, 1312 im Minus und 150 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten nach den enttäuschenden Konjunkturdaten moderat zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 5/32 auf 102-11/32. Die Rendite sank auf 1,985 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 1/32 auf 104-7/32 und rentierte mit 2,790 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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