Börsen New York
Wall Street reagiert mit Gewinnen auf Zinsentscheid

Die erste US-Zinserhöhung nach fast zehn Jahren ist da - und die US-Börsen reagieren prompt. Bei den Einzelwerten ging es in New York insbesondere bei Bankenpapieren nach oben.

New York/FrankfurtDie US-Börsen haben mit Gewinnen auf die erste Zinserhöhung der Notenbank Fed seit fast zehn Jahren reagiert. Die Fed hob den Schlüsselsatz von nahe null auf eine neue Obergrenze von 0,5 Prozent an. Allgemein war mit einer Erhöhung gerechnet worden. Fed-Chefin Janet Yellen will die Zinszügel nur sanft anziehen, um die konjunkturelle Erholung nicht abzuwürgen: "Auch nach der Erhöhung stimuliert unsere Geldpolitik die Wirtschaft weiter", sagte sie. An den Finanzmärkten wurden damit Spekulationen auf eine forschere Gangart der Fed gedämpft.

Yellen sagte, das Tempo weiterer Zinserhöhungen werde maßgeblich davon abhängen, wie sich die Wirtschaft entwickele und wie schnell sich die Jahresteuerung dem Ziel der Fed von zwei Prozent annähere: "Falls die Inflation stärker anziehen sollte, würde dies größere Zinsschritte nötig machen."

"Das war eine Erklärung vom Weihnachtsmann", bewertete der Investmentchef von Wealth & Investment Management in Columbus, John Augustine, die Fed-Entscheidung. Von der Notenbank "gab es etwas mehr Zinsen für die Sparer, für die Investoren etwas mehr Zuversicht in die Wirtschaft und für die Unternehmen ein bisschen mehr Inflationserwartungen".

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 1,28 Prozent auf 17.749 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 1,45 Prozent auf 2073 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging mit plus 1,52 Prozent bei 5071 Stellen aus dem Handel. Der Dax in Frankfurt schloss mit 10.469,26 Punkten 0,2 Prozent höher.

Bei den Einzelwerten ging es in New York insbesondere bei Bankenpapieren nach oben. Goldman Sachs -Aktien legten 2,3 Prozent, JPMorgan 2,2 Prozent zu.

Für Nervosität sorgte bei den Händlern dagegen der Preisverfall beim Öl, der als Signal für eine maue Weltkonjunktur gilt. Nordseeöl der Sorte Brent verbilligte sich um 3,3 Prozent auf 37,18 Dollar je Fass (159 Liter). Damit näherte er sich dem Tief von 2008. Das weltweite Überangebot angesichts des Schieferölbooms in den USA und die schwächelnde Nachfrage gelten als Hauptgrund für die Entwicklung. Exxon- Papiere gaben 0,4 Prozent nach.

Aktien von Heartland Payment stiegen um gut elf Prozent. Der Zahlungsabwickler wird vom Rivalen Global Payments für 4,3 Milliarden Dollar geschluckt.. Global Payments-Papiere sackten um acht Prozent ab.

An der New York Stock Exchange wechselten rund eine Milliarde Aktien den Besitzer. 2583 Werte legten zu, 556 gaben nach und 67 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,99 Milliarden Aktien 2089 im Plus, 751 im Minus und 149 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 9/32 auf 99-19/32. Sie rentierten mit 2,2977 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 8/32 auf 99-29/32 und hatten eine Rendite von 3,0047 Prozent.

Agentur
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