Börsen New York
Wall Street stabilisiert sich mit Mühe

Nervosität prägte am Donnerstag die Wall Street. Die US-Anleger rechnen mit einer Zinserhöhung und hoffen gleichzeitig, dass sie nicht kommt. Für Gesprächsstoff sorgten die Übernahmepläne von Bayer.

New YorkDie Wall Street hat am Mittwoch nach einer Berg- und Talfahrt uneinheitlich geschlossen. Die anhaltende Ungewissheit über die weitere geldpolitische Entwicklung in den USA hat die Anleger weiter fest im Griff. Dazu kommt die die steigende Unruhe vor der nahenden amerikanischen Präsidentschaftswahl.

"Die Märkte rechnen mit dem Schlimmsten - einer Zinserhöhung in den USA - und hoffen gleichzeitig auf das Beste", sagte der Geschäftsführer des Finanzhauses Janly Capital, Andre Bakhos. "Diese Denkweise führt zu Auf- und Abwärtsbewegungen."

Der Dow Jones Industrial konnte seine moderaten zwischenzeitlichen Gewinne nicht halten: Zum Handelsende stand der US-Leitindex 0,2 Prozent tiefer auf 18.034 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,1 Prozent auf 2125 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte dagegen 0,4 Prozent auf 5173 Zähler. In Frankfurt verlor der Dax 0,1 Prozent auf 10.378 Punkte, und sein pan-europäisches Pendant EuroStoxx50 büßte 0,3 Prozent auf 2965 Zähler ein.

In der kommenden Woche entscheidet die US-Notenbank Fed, ob sie mit einer Leitzinsanhebung die im vergangenen Dezember eingeleitete Zinswende fortsetzt. Zuletzt hatten mehrere amerikanische Notenbanker mit widersprüchlichen Aussagen für Kurskapriolen an der Wall Street gesorgt. Höhere Zinsen würden zwar eine optimistische Konjunktureinschätzung der Währungshüter zum Ausdruck bringen, aber auch die Attraktivität von Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren schmälern.

Derweil verwies ein Aktienstratege auf eine Umfrage, der zufolge der umstrittene republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump im US-Bundesstaat Ohio vor seiner demokratischen Konkurrentin Hillary Clinton liege. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg hat Ohio seit den Wahlen 1964 immer für den letztlich siegreichen Kandidaten gestimmt.

„Ein Erfolg Trumps wäre eine Überraschung und weder für die Finanzmärkte noch für die Wirtschaft gut“, warnte der Experte. Die Wahl findet am 8. November statt.

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