Börsen Osteuropa
Aktienmärkte in Osteuropa schließen uneinheitlich

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Freitag uneinheitlich geschlossen.

dpa-AFX WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. In Budapest verlor der Bux 0,95 Prozent auf 21 465,16 Punkte. Angesichts der geplanten mehrheitlichen Übernahme des Ölkonzerns INA stößt Mol auf Widerstand des kroatischen Staates. Die Ungarn halten bereits 47,155 Prozent an der INA und haben vor einer Woche angekündigt, sich die Mehrheit an dem Unternehmen sichern zu wollen. Doch nun will der staatliche Pensionsfonds das MOL-Angebot von 2 800 Kuna pro INA-Aktie überbieten. Auch der kroatische Tabakkonzern Adris mit Sitz in Rovinj wäre bereit, mehr zu bieten als die Ungarn, berichtete die Tageszeitung "Vecernji list". Mol schlossen daraufhin mit einem Abschlag von 0,76 Prozent auf 19 650 ungarische Forint.

Mit einem geplanten Joint Venture sorgte Richter Gedeon für Aufsehen am Börsenparkett. Ungarns größtes Pharmaunternehmen investiert zwei Mill. Euro zur Errichtung eines Gemeinschaftsunternehmens mit der chinesischen Rxmidas Pharmeceuticals Holding. Die Investition zielt auf eine Verkaufsförderung für weibliche Gesundheitspflegeprodukte ab. Beide Unternehmen werden je 50 Prozent am Joint Venture halten. Zudem hatte der Pharmakonzern schon Donnerstag 3 000 seiner eigenen Aktien zu einem Durchschnittspreis von je 44 080 Forint zurückgekauft, wie das Unternehmen mitteilte. Zu Wochenschluss gingen die Papiere mit einem deutlichen Verlust von 1,45 Prozent auf 43 360 Forint aus dem Handel.

In einem schwachen europäischen Branchenumfeld endeten OTP Bank 1,41 Prozent tiefer bei 5 252 Forint. Die Anteilsscheine von Magyar Telekom schlossen hingegen 0,19 Prozent höher bei 537 Forint.

In Prag legte der PX um 1,03 Prozent auf 1 181,1 Punkte zu.

Sehr gut gesucht präsentierten sich am letzten Handelstag der Woche New World Resources (NWR). Die Aktienanalysten der Bank of America hatten für das Rohstoffunternehmen eine Kaufempfehlung ausgegeben, zuvor hatte die Anlageempfehlung noch auf "neutral" gelautet. Die Experten hatten die Heraufstufung mit einer "dramatischen Verbesserung" hinsichtlich der Prognose für den Kohlepreis begründet. NWR legten im Licht dieser Kommentare um 1,59 Prozent auf 236,6 tschechische Kronen zu.

Eine Steuer für Solarenergieproduzenten hat der tschechische Senat für die kommenden drei Jahre beschlossen. Die Steuer wird sich auf 26 Prozent des Umsatzes belaufen und hat zum Zweck, im folgenden Jahr den Anstieg der Preise für Haushalts- und Industrieelektrizität zu reduzieren. Den Experten von KBC Securities zufolge dürfte der Markt die Mehrbelastungen in den vergangenen beiden Monaten schon eingepreist haben. Die Papiere des Stromproduzenten Ceske Energeticke Zavody (CEZ) schlossen 0,56 Prozent höher bei 758 Kronen.

Unter den übrigen Indexschwergewichten schlossen Erste Group (plus 0,41 Prozent auf 841,5 Kronen) und Komercni Banka (plus 3,32 Prozent auf 4 329 Kronen) entgegen dem negativen europäischen Branchentrend mit Kursaufschlägen. AAA Auto Group (plus 2,04 Prozent auf 19,96 Kronen) und Vienna Insurance (ATX-Wert) (plus 2,38 Prozent auf 991 Kronen) beendeten den Handelstag ebenfalls deutlich im positiven Bereich. Unipetrol (minus 1,44 Prozent auf 192 Kronen) verloren hingegen relativ deutlich.

In Warschau verlor der Wig-20 0,22 Prozent auf 2 763,26 Punkte. Der breiter gefasste Wig-Index ging hingegen mit plus 0,09 Prozent bei 47 510,17 Zählern aus dem Handel.

In einem schwach tendierenden europäischen Branchenumfeld schlossen Pekao 0,75 Prozent höher bei 187 polnischen Zloty. Kghm Polska Miedz legten um 1,46 Prozent auf 159,9 Zloty zu. Am unteren Ende des Kurszettels schlossen Bioton mit einem Abschlag von 5,88 Prozent auf 0,16 Zloty.

Einem Bericht des Nachrichtenblatts "Parkiet" zufolge wird der Nettogewinn und der Umsatz bei NG2 im folgenden Jahr um rund 20 Prozent zulegen. Im laufenden Jahr ist das Unternehmen "knapp dran", die Konsenserwartungen der Analysten beim Nettogewinn zu erfüllen. Die Titel der größten polnischen Schuhkette gingen 0,56 Prozent leichter auf 63,35 Zloty in das Wochenende.

Den vierten Tag in Folge legten Grupa Lotos zu. Die Titel des Ölkonzerns profitierten von steigenden Ölpreisen am Weltmarkt und schlossen an der Wig-20-Spitze mit einem Aufschlag von 1,84 Prozent auf 34,88 Zloty. Nach zwei Tagen in der Verlustzone zeigten sich auch PZU (plus 0,14 Prozent auf 360,50 Zloty) wieder freundlicher. Die Wertpapierexperten der Citigroup hatten die Papiere des größten polnischen Versicherers in einer Neueinstufung zum Kauf empfohlen.

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