Börsen Osteuropa: Entspannung in Japan schlägt sich nieder

Börsen Osteuropa
Entspannung in Japan schlägt sich nieder

Die wichtigsten osteuropäischen Börsen sind freundlich in die neue Handelswoche gestartet. Ein starkes internationales Börsenumfeld beflügelte zum Wochenstart, hieß es aus dem Handel.
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Warschau/Prag/BudapestVor allem die gemeldete Entspannung am japanischen Atomkraftwerk Fukushima wurde international positiv aufgenommen. An der Prager Börse stieg der Leitindex PX um 0,97 Prozent auf 1223,0 Punkte. Auffällige Kursgewinne wiesen zum Wochenstart die Aktien der Erste Group und Ceske Energeticke Zavody (CEZ) auf. Erste Group zogen um 3,09 Prozent auf 858,0 Kronen an. Europaweit präsentierten sich die Finanztitel in starker Verfassung. Die Papiere des Betreibers des Atomkraftwerkes Temelin, CEZ, verbuchten einen Kursaufschlag von 2,25 Prozent auf 848,10 Kronen.

Ein negatives Vorzeichen wiesen hingegen VIG, Telefonica O2 und Orco auf. Die Papiere von Vienna Insurance Group (VIG) verbilligten sich um 1,86 Prozent auf 1001,0 Kronen. Ungeachtet einer starken Stimmung der europäischen Telekomaktien nach der Mrd.übernahme von T USA-Mobile durch AT & T gingen Telefonica O2 um 1,11 Prozent auf 402,0 Kronen zurück. Die Titel des Immobilienunternehmens Orco sanken um 0,92 Prozent auf 216,00 Kronen.

Der ungarische Leitindex Bux gewann 1,77 Prozent auf 22554,46 Punkte. Unter den ungarischen Blue Chips zeigten alle Werte positive Vorzeichen. Massive Kursaufschläge wiesen die Bankenwerte auf, welche von einer sehr positiven europäischen Sektorstimmung profitiert hatten. FHB Land Credit & Mortgage Bank zogen um 3,68 Prozent auf 985 Forint an und OTP Bank verbuchten ein Kursplus von 2,38 Prozent auf 5498 Forint. Die Aktie des Ölunternehmen Magyar Olay es Gazipari (Mol) verteuerte sich um 1,21 Prozent auf 23330 Forint. Im Telekombereich zogen Mtelekom um 2,78 Prozent auf 590 Forint an.

In Warschau legte der Leitindex WIG-20 um 0,46 Prozent auf 2792,57 Punkte zu. Der breiter gefasste Wig-Index verbesserte sich um 0,59 Prozent auf 48294,50 Punkte. Unter den Einzelwerten gingen Asseco Poland unverändert bei 52,25 Zloty aus dem Handelstag. Das führende polnische Softwarehaus berichtete für das Jahr 2010 von einen um elf Prozent auf 415,1 Mill. Zloty gestiegenen Konzerngewinn. Die Analystenprognosen wurden damit übertroffen. Die Experten von KBC Securities hoben vor allem die Zahlen des Schlussquartals positiv hervor und stufen die Titel aktuell mit "Buy" und einem fairen Wert von 60,0 Zloty ein.

Ergebnisse legte auch das Gasunternehmen Polskie Gornictwo (Pgnig) vor. Die KBC-Analysten bewerteten den Nettogewinn von 1,1 Mrd. Zloty als klar über den Schätzungen. Auf Quartalssicht erreicht sich daraus ein massives Plus von mehr als 200 Prozent, zum Vorjahreszeitraum jedoch ein Minus von 13 Prozent. Das bereinigte Betriebsergebnis überraschte hingegen negativ. Pgnig-Papiere schlossen mit einem Plus von 0,81 Prozent auf 3,74 Zloty. Budimex sprangen um 4,7 Prozent auf 98,90 Zloty hoch. Das Bauunternehmen kündigte an, für das Geschäftsjahr 2010 den gesamten Konzerngewinn in Höhe von 226,30 Mill. Zloty als Dividende auszuschütten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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