Börsen weltweit
Jahresendspurt an den Aktienmärkten

Der Dax springt auf ein neues Jahreshoch, Europas Börsen klettern – und das nicht zuletzt wegen der guten Stimmung an der Wall Street. Das Ja des Senats für Obamas Gesundheitsreform und die Hochstufung der Papiere des Aluminiumriesen Alcoa haben den US-Aktienmärkten Auftrieb gegeben – und die Börsen weltweit mitgezogen.
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HB NEW YORK. Die US-Technologiebörse Nasdaq hat am Montag auf ihrem höchsten Stand seit 15 Monaten geschlossen. Auch die anderen führenden New Yorker Indizes beendeten den Handel im Plus. Positive Impulse erhielten die Börsen durch die Hochstufung der Papiere des Aluminiumriesen Alcoa und des weltgrößten Chipherstellers Intel. Zudem trieb die Aussicht auf eine Verabschiedung der US-Gesundheitsreform vor Weihnachten die Kurse nach oben. Das Prestigeprojekt von Präsident Barack Obama überstand im Senat eine entscheidende Abstimmung. Anleger zeigten sich erfreut, dass der Gesetzesentwurf offenbar weniger Bestimmungen für Krankenversicherer aufweist als bislang erwartet.

Der Nasdaq-Index schloss 1,2 Prozent im Plus bei 2237 Punkten. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte rückte um 0,8 Prozent auf 10 414 Punkte vor, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 10 329 und 10 458 Punkten gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 1,1 Prozent auf 1114 Zähler. In Frankfurt schloss der Dax 1,7 Prozent im Plus bei 5930 Zählern.

Auf den Einkaufslisten der Börsianer standen die Aktien von Chattem. Zuvor hatte der französische Pharmakonzern Sanofi ein 1,9 Mrd. Dollar schweres Übernahmegebot für das auf Gesundheitsprodukte spezialisierte Unternehmen vorgelegt. Die Chattem-Anteilsscheine schnellten um 33,1 Prozent in die Höhe. Das Senatsvotum zur Gesundheitsreform führte zu Gewinnen bei Versicherern wie Aetna und Cigna. Die Aktien legten 4,7 Prozent beziehungsweise 3,9 Prozent zu.

Ebenfalls gefragt waren die Papiere von Alcoa mit einem Aufschlag von 7,9 Prozent. Der Aluminiumriese und Saudi Arabian Mining (Maaden) wollen eine Aluminium-Hütte für rund elf Mrd. Dollar bauen. Zudem stufte Morgan Stanley die Alcoa-Papiere auf „übergewichten“ hoch. Intel-Papiere kletterten nach einer Höherstufung durch Barclays auf „übergewichten“ um 2,3 Prozent.

GE-Aktien drehten dagegen zum Handelsschluss ins Minus und verloren 0,1 Prozent. Im Handelsverlauf hatten die Papiere von der Nachricht profitiert, dass der US-Mischkonzern und das französische Luftfahrtunternehmen Safran die Motoren für das neue chinesische Passagierflugzeug C919 bauen sollen. Das Geschäft hat für die Firmen zunächst ein Volumen von jeweils fünf Mrd. Dollar.

Der Baumaschinenkonzern Terex profitierte von seinem Verkaufsvorhaben. Das Unternehmen veräußert seine Minen-Sparte für 1,3 Mrd. Dollar in bar an den Bergbaumaschinenhersteller Bucyrus. Die Nachricht ließ den Aktienkurs von Terex um neun Prozent steigen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,01 Mrd. Aktien den Besitzer. 2 193 Werte legten zu, 844 gaben nach und 104 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,84 Mrd. Aktien 1 814 im Plus, 914 im Minus und 116 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 37/32 auf 97-14/32. Sie rentierten mit 3,686 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 58/32 auf 96-27/32 und hatten eine Rendite von 4,569 Prozent.

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