Börsenausblick
Experten träumen weiter vom Dax-Sommermärchen

Mehr als drei Prozent hat der deutsche Leitindex in der vergangenen Woche verloren. Doch für die Analysten ist dennoch Hopfen und Malz noch nicht verloren. Charttechnisch sieht das etwas anders aus.
  • 0

DüsseldorfMit dem Auftakt der Bilanzsaison für das zweite Quartal treten Experten zufolge die aktuellen Krisen etwas in den Hintergrund. ,,In einer Welt globalisierter Nachrichten wird man immer etwas finden, das nicht gut läuft - seien es politische Entwicklungen im Irak oder der portugiesische Bankensektor “, sagt Rick Meckler, Chef von Liberty View Capital Management. ,,Ein echter Test werden aber die Zahlen der Unternehmen. Sie werden den Leuten entweder Mut geben, zurückzukommen oder ihnen die Erkenntnis bringen, dass die Kurse einfach zu hoch sind.“

Michael Dutz, Vorstand des Vermögensverwalters Adlatus, setzt auf Ersteres. ,,Wir sehen Potenzial für positive Überraschungen.“ Schließlich seien die Erwartungen in den USA wegen des harten Winters und in Europa wegen der schwächelnden Konjunktur in Frankreich und Italien gering.

Auch aus Sicht von Jens Klatt, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses FXCM, ist für den Dax trotz eines Verlustes von 3,5 Prozent in der alten Woche Hopfen und Malz noch nicht verloren. Zumal sich am Freitag die Furcht der Anleger vor einer Krise im portugiesischen Bankensektor am Freitag gelegt hatte. Wegen Spekulationen um Zahlungsprobleme des Haupteigentümers, der Familie Espirito Santo, hatte das größte börsennotierte portugiesische Geldhaus binnen weniger Tage rund 30 Prozent seiner Marktkapitalisierung eingebüßt.

,,Die Aussicht auf ein kleines Sommermärchen mit neuen Dax-Höchstständen ist durch den Fall unter 9800 Punkte zwar leicht wolkig geworden, aber Gewitterwolken ziehen dadurch noch nicht auf. Sollte die US-Berichtssaison positiv überraschen, könnte der Dax noch einmal die 10.000er Marke ins Visier nehmen,“ meint Klatt.

Kommentare zu " Börsenausblick: Experten träumen weiter vom Dax-Sommermärchen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%