Börsenausblick: Licht am Ende des Tunnels

Börsenausblick
Licht am Ende des Tunnels

Die internationalen Börsen sind nicht gut in das neue Jahr gestartet. Nun erwarten Experten eine Stabilisierung der Kurse. Auf Unternehmensseite steht die neue Woche im Zeichen der Banken.

FrankfurtNach dem verpatzten Jahresauftakt an den internationalen Börsen sagen Experten ein Ende der Talfahrt voraus. „Da sich die Konjunktur trotz zahlreicher Störfeuer bislang als recht robust erweist und anders als 2008 keine Rezession droht, stehen die Chancen auf eine Erholung der Notierungen im weiteren Jahresverlauf insgesamt gut“, betonte Helaba-Analyst Markus Reinwand. „Schließlich wirken gerade die gegenwärtig stark zur Verunsicherung beitragenden Preisrückgänge bei Rohstoffen in den Verbraucherländern wie ein Konjunkturprogramm.“

Der Ölpreis ist allein in den vergangenen beiden Wochen um rund 20 Prozent gefallen. Damit ist dieser Rohstoff so billig wie seit zwölf Jahren nicht. Kupfer notiert auf einem Sechseinhalb-Jahres-Tief. Beim Dax summiert sich das Minus seit Jahresbeginn auf rund elf Prozent. Etwa ein Drittel dieses Verlusts stammt aus der abgelaufenen Woche.

Commerzbank-Experte Andreas Hürkamp begründete seine Prognose einer bevorstehenden Stabilisierung der Aktienmärkte mit der anhaltend lockeren Geldpolitik der Notenbanken, vor allem in der Euro-Zone und in China. Er setze auf eine Entwicklung wie 1991, als der Dax nach einem Auftaktverlust das Börsenjahr mit einem Plus von mehr als 13 Prozent abschloss. Jochen Stanzl, Analyst des Online-Brokers CMC Markets, mahnte dagegen zur Vorsicht. „Die Lage an den Börsen bleibt angespannt, und es ist keine nachhaltige Verbesserung der Stimmung in Sicht.“

Vor diesem Hintergrund warten Börsianer mit Spannung auf die Pressekonferenz des EZB-Chefs Mario Draghi am Donnerstag. Wegen der drohenden Deflation, einer Spirale fallender Preise und rückläufiger Investitionen, wetteten immer mehr Anleger auf zusätzliche Geldspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB), sagte Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus City of London. Die Währungshüter hatten ihr Wertpapier-Ankaufprogramm allerdings erst im Dezember verlängert. Daher rechnen Experten frühestens für März mit neuen Schritten, wenn die EZB ihre aktualisierten Inflationsprognosen vorlegt.

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