Börsenausblick
Schweizer Aktienmarkt hat Gewinnpotenzial

Die Schuldenkrise in Europa hat auch die Börse in Zürich belastet. Trotzdem sind Fachleute für das Jahr 2012 verhalten optimistisch. Manche trauen dem Schweizer Aktienmarkt sogar ein Plus von fünf bis acht Prozent zu.
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ZürichDie Schuldenkrise und die damit verbundenen Rezessionsängste haben auch den Schweizer Aktienmarkt durchgeschüttelt. Schließlich ist die Wirtschaft der Alpenrepublik auf Gedeih und Verderb dem Schicksal der Euro-Zone ausgeliefert: Rund die Hälfte aller Exporte der Unternehmen kaufen Kunden im Euro-Raum.

Und dafür, dass die Regierung der Schweiz und die meisten heimischen Unternehmen solide wirtschaften, wurden sie auch noch bestraft. Denn im Zuge der Krise flohen Anleger in den Schweizer Franken - im August erreichte er zum Euro sogar kurz die Parität. Die Schweizerische Notenbank verhinderte Schlimmeres und verteidigt seit Anfang September mit Erfolg eine Kurs-Untergrenze von 1,20 Franken je Euro.

Wegen dieser Intervention hat sich der Aktienmarkt von seinen Tiefs im Sommer erholt. Unter dem Strich bleibt ein Minus des Leitindexes SMI von gut acht Prozent; immerhin hat sich der Markt damit gut gehalten, schließlich verlor der Euro Stoxx 50 mit 17,5 Prozent mehr als doppelt so viel.

Angesichts der weiter schwelenden Schuldenkrise rechnet aber kein Experte damit, dass sich der Euro gegenüber dem Franken schnell erholen wird. Wegen der Währungsproblematik raten die Strategen der Credit Suisse zum Beispiel dazu, den Schweizer Markt „moderat unterzugewichten“. „Sollte sich die Euro-Krise aber entschärfen, wäre das sicherlich ein Auslöser für eine Heraufstufung“, meint Stefan Keitel, Chef-Anlagestratege der Großbank.

Und im Grundsatz rät Credit Suisse trotz aller Unsicherheit zum Kauf von realen Vermögenswerten - dazu zählen eben auch Aktien.

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Novartis ist vielversprechend

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