Börsencrash

Warum China jetzt einen Mario Draghi sucht

Peking pumpt Milliarden an die Aktienmärkte. Die Börsenaufsicht lässt die Märkte künstlich stützen. Doch die Kurse drehen immer wieder ins Minus. Chinas Anlegern fehlt ein Rettungsanker wie EZB-Präsident Mario Draghi.
35 Kommentare
China sucht jemanden wie EZB-Chef Mario Draghi, der „alles dafür tut, die Märkte zu stützen“.
Li Keqiang und Mario Draghi

China sucht jemanden wie EZB-Chef Mario Draghi, der „alles dafür tut, die Märkte zu stützen“.

PekingDie Turbulenzen an Chinas Börsen sind noch lange nicht ausgestanden. Am Donnerstag kippten die Kurse nach Gewinnen zum Abschluss des Handelstages wieder deutlich ins Minus. Der Shanghai Composite Index – der Leitindex des Landes – fiel um 2,2 Prozent auf 3705 Punkte, während der Shenzhen Component Index sogar um 3,33 Prozent auf 12.395 Punkte absackte. Dabei hatte die Börsenaufsicht bekräftigt, dass sie weiter mit Staatsgeldern die Kurse stützen werde.
Peking will entschlossen wirken. Aber je länger die staatliche Rettungsaktion dauert, desto stärker muss sich die Regierung anstrengen. Die Regierung hätte sich niemals so stark an den Märkten einmischen dürfen. Aber an dem Kurs werde trotz aller Kritik nicht gerüttelt, bekräftigt Zhang Xiaojun, Sprecher der chinesischen Börsenaufsicht CSRC wieder und wieder.

Was Chinas Aktienmärkten auf dem Weg fehlt, ist eine starke Führungsperson, die eine klare Linie in der Rettungspolitik ausgibt. Denn das Hin- und Her der vergangenen Wochen hat unter vielen Anlegern für mehr Verwirrung als Vertrauen gesorgt. Gleichzeitig muss sich Peking Gedanken machen, wie sich die Regierung wieder aus den Märkten zurückziehen kann. Denn staatliche Intervention ist der falsche Weg, wenn Peking langfristig auf funktionierende Börsen setzen will.

In Europa spielt EZB-Chef Mario Draghi diese Rolle. Als sich Draghi im Sommer 2012 zur Intervention entschloss, stand die Euro-Zone vor dem Zerfall. Mit den drei Worten „Whatever it takes“ brach er mit den Grundsätzen der Währungshüter.

Die EZB werde „alles Notwendige tun”, um den Euro zu retten, bekräftigte Draghi seine Botschaft. Seitdem steht er für seine Worte ein. Dafür hat er viel Kritik geerntet. Zweifel an seiner Entschlossenheit sind aber verflogen.

Anleger haben Angst vor neuen Verkaufsverboten
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Börsencrash - Warum China jetzt einen Mario Draghi sucht

35 Kommentare zu "Börsencrash: Warum China jetzt einen Mario Draghi sucht"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Richtig, Herr Bloed.

  • ...auf NICHTS & NIEMANDEN wartet China sehnlicher...
    ...als auf auf Draghi oder ähnlichen" GOLDMAN&SACHS-MARIOS "

  • CHINA:

    China wird von der westlicher Welt voll finanziert !

    Ronald Reagan hat mal an Europa ( darunter auch an Deutschland ) ausgerechnet wie sich zu damalige Zeiten sich die Devisen Einnahmen in Russland zusammen setzten.

    WER HAT DIE GLEICHE RECHNUNGEN MIT CHINA IM JAHR 2015 ausgerechnet ???

    Die Banken in CHINA sind pleite !!!

    Würde CHINA die Wahrheit über den echten Zustand seine Banken an die ganze Finanzwelt mitteilen...würden sämtliche Aktienbörsen weltweit innerhalb von 24 Stunden zusammen brechen.

    WIR die westliche Welt finanzieren CHINA voll und ganz:

    DEUTSCHE FIRMEN die Arbeitsplätze an dem Europäischen Kontinent entziehen und immer mehr neue Werke in CHINA investieren. BIS WANN ?

    Bisher war Russland immer Freund und jetzt sanktionen ?

    Was wenn sich aus der Eurasische Union auch noch eine Militärische Union wird dass voll und ganz zusätzlich die NATO bedroht ?

    Ist dann CHINA immer noch Freund ?

    In Afrika versteht der amerikaner, Japaner und der Brasilianer immer noch nicht eine Allianz zu bilden mit neue investitionen für neue Fabriken in Afrika zu erstellen, UM CHINA AUS AFRIKA ZU VERDRÄNGEN !!!

    WER NICHT VERDRÄNGT WIRD VERDRÄNGT !!!

    AFRIKA braucht einfache neue Fabriken um all die billig produkte für sich selbst zu erstellen dass momentan aus CHINA importiert wird, IM AUSTAUSCH ZU SELTENE ERDEN, die das weiterer monopol Chinas in ganz andere maßnahmen ermöglicht die dann weit in die wirtschaften der weswtlicher Welt eingreifen UND BEDROHEN !

    BANKENRETTUNG IN CHINA WIRD NICHT WIE BISHER IN DER WELT GESCHEHEN ZU EINEM ERFOLG FÜHREN !

    es bleibt die einzigste warnung :

    FINGER WEG VOM ASIATISCHEN GELDANLAGEN ! ( KEINE AKTIEN AUS CHINA KAUFEN ! )

    FINGER WEG VON INVESTITIONEN IN CHINA !!!

  • Überhaupt einen Kommentar zu so einem Schwachsinn abzugeben ist pure Zeitverschwendung....

  • Draghis Intervention am EU-Staatsschuldenmarkt und die chinesische Intervention an der Börse sind nicht miteinander vergleichbar. Ein "whatever it takes" zur Börsenstabilisierung kann sich derzeit weltweit doch kein Zentralbankchef erlauben. Es wäre die endgültige Abkehr vom Prinzip der freien Preisbildung an den Börsen und damit der Beginn einer neuen Ära der staatlich gelenkten Planwirtschaft. Was denkt ein Autor des Handelsblatts, wenn er sowas zu Papier bringt? Es ist schon schlimm genug, dass die Zentralbanken die Preisbildung an den Zinsmärkten manipulieren und damit Marktverzerrungen begünstigen, welche uns noch schwer zu schaffen machen werden. Eine Börse mit immer steigenden Kursen aus denen niemand mehr aussteigen kann ist keine Lösung. Schon heute ist dies für Großanleger in den USA Realität: Ein Ausstieg würde die Kurse destabilisieren und ist damit allenfalls tröpfchenweise noch möglich.

  • @ Werner Wilhelm

    Die Schulden in Griechenland haben Banken gemacht - beispielsweise die Deutsche Bank. Als sie erkannten, dass sie ihre Außenstände abschreiben müssen, übernahmen auf Druck von Draghi die europäischen Steuerzahler die Kredite. Wegen Systemrelevanz usw. Der Bundestag stimmte für die deutsche Seite natürlich zu.

  • Wenn die Chinesen sich genauso verar.chen lassen wueden, wie die Europaer, dann koennte der Draghische auch deren Fallhoeh bis zum Mars erhoehen!
    Aber es gibt noch Voelker, ja es gibt sie, die noch in der Lage sind selbst zu denken.
    Die Kirchen haben dies den Europaern seit Jahhunderten abgewoehnt.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

  • Und sie sind der Karnevalsprinz! Das hier ist nur die Prinzengarde!

  • Nein, Herr Meisenkaiser, das hat er nicht. Die ELA-Kredite gehen allein auf die Kappe der griechischen Nationalbank.

    Ob die zurück gezahlt werden oder nicht, kann dem Steuerzahler wurscht sein.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%