Börseneinbruch in China
Warum Chinas Großanleger die Börse meiden

Die großen Händler gehen – die Kleinanleger kommen: Die Lage an der einbrechenden chinesischen Börse ist eindeutig. Für die großen Investoren gibt es kaum noch Gründe, sich für chinesische Aktien zu interessieren.
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Zwei Monate nach Beginn des Einbruchs am chinesischen Aktienmarkt wird die Dynamik der Umwälzungen klarer: Die Wohlhabendsten haben am schnellsten den Markt verlassen, während Kleinanleger sogar noch hinzuströmten.

Die Zahl der Händler mit Aktien im Volumen von mehr als 10 Mio. Yuan (1,4 Mio. Euro) in ihren Depots sackte im Juli um 28 Prozent ab. Gleichzeitig nahmen die Anleger mit weniger als 100.000 Yuan um acht Prozent zu, wie aus Daten der staatlichen Clearingagentur hervorgeht.

Ein Teil des Rückgangs sei sicherlich auch auf den sinkenden Marktwert zurückzuführen, meint Asiens größter Finanzinvestor CLSA. Gleichzeitig sei jedoch offensichtlich, dass sich Chinas Reiche den Umstand zunutze machten, dass der Staat die Kurse stützte. Sie strichen Gewinne ein, nachdem der rekordlange Bullenmarkt im Juni seinen Höhepunkt erreicht hatte.

Investoren mit den höchsten Einsätzen finden immer weniger Gründe, chinesische Aktien zu besitzen. Die Unternehmensgewinne sind schwach und die Bewertungen zählen zu den höchsten weltweit. Für weitere Abflüsse sorgt die Talfahrt des Yuan in diesem Monat.

Viele fragen sich mittlerweile, ob die Kaufkraft ausreicht, um die Kurse zu stützen, sobald der Staat seine Rettungsmaßnahmen wieder zurückfährt. Nicht zuletzt diese Bedenken führten zum Einbruch des Shanghai Composite Index am Dienstag um sechs Prozent.

„Die Kunden mit einem hohen Vermögen haben den Markt bewegt“, erklärt Francis Cheung, Leiter China- und Hongkong- Strategie bei CLSA. „Sie sind gewöhnlich etwas ausgebuffter.“

Das Verhältnis der Kurse zu den berichteten Gewinnen lag an den Börsen des chinesischen Festlands am Montag im Median bei 72. Die Aktien sind damit teurer als die Titel an irgendeinem der zehn größten Märkte der Welt. Auf dem Höhepunkt der chinesischen Aktienblase 2007 betrug das KGV 68, wie aus Bloomberg-Berechnungen hervorgeht.

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Kommentare zu " Börseneinbruch in China: Warum Chinas Großanleger die Börse meiden"

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  • auch die chinesen sind wie pubertierende jugendliche
    sie wollen ihre fehler selbst machen
    das unglück ist zwar tragisch aber nicht unlöstbar
    das sevesounglück, sellafield , fokuschima, eschede, Enschede und und und sind ein gutes vorbild weil vorhersehbar aber ignoriert
    aber unglücke befeuern die versicherungswirtschaft
    china wird nowhow aus der freien welt einkaufen müssen
    abertausende zerstörter waren müssen neu produziert werden
    die neuen sicherheits- sicherungsmasnahmen kosten geld
    machen produkte aus europa ein stück attraktiever

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