Börsengang der Postbank scheint nun gesichert
Dax schließt unter 4 000 Punkten

Der Deutsche Aktienindex (Dax) hat am Montag nach einer Berg- und Talfahrt im Minus geschlossen. Zunächst hatte das Entgegenkommen der Deutschen Post bei den Platzierungsbedingungen für ihre Tochter Postbank die deutschen Aktien beflügelt. Ängste über eine Zuspitzung der Lage im Nahen Osten sorgten dann jedoch für Gewinnmitnahmen. Besonders unter Druck standen die Bankenwerte.

HB FRANKFURT. Der deutsche Leitindex beendete den elektronischen Handel auf Xetra mit einem Minus von 0,26 Prozent auf 3 989,31 Zähler. Vor allem die Furcht vor einer Ausweitung der Krise im Nahen Osten auf den erdölreichen Iran trübte Börsianer zufolge in der zweiten Sitzungshälfte die Stimmung der Anleger merklich ein. Der Iran hat nach eigenen Angaben drei britische Marineschiffe unter seine Kontrolle gebracht. Acht Besatzungsmitglieder seien festgenommen worden.

Die Wall Street in New York präsentierte sich zum Handelsschluss in Deutschland etwas höher. Der US-Standardwerteindex Dow Jones stieg 0,05 Prozent auf 10 421 Zähler, der Technologieindex Nasdaq Composite kletterte 0,2 Prozent auf 1990 Punkte.

Das beherrschende Thema am Markt war zunächst der Börsengang (IPO) der Postbank. Die Post hatte am Wochenende den IPO ihrer Tochter um zwei Tage auf Mittwoch verschoben, die Preisspanne für die Postbank-Aktie auf 28 bis 32 Euro von zuvor 31,50 bis 36,50 Euro gesenkt sowie das angebotene Aktienvolumen um rund ein Drittel reduziert. „Mit den jetzigen Konditionen kann man sich wohl sicher sein, dass der Deal durchgeht. Vor diesem Hintergrund ist der Markt erleichtert, und das hilft der Post-Aktie“, sagte Peter Lüdke, Händler beim Bankhaus Merck Finck. Mit einem Plus von 3,41 Prozent auf 17,28 Euro waren die Post-Aktien der größter Gewinner im Dax. Die Postbank steht vor dem größten Börsengang in Deutschland seit Ende 2000.

Von den geänderten Bedingungen für den Postbank-Börsengang profitierten mit einem Kursplus von 3,27 Prozent auf 15,15 Euro auch die Aktien des Touristikkonzerns Tui. „Durch die Verkleinerung des Emissionsvolumens der Postbank und die niedrigere Spanne wird die Postbank nun nicht die TUI aus dem Dax drängen“, sagte Carsten Klude, Indexexperte bei MM Warburg. Angesichts einer drohenden Herausnahme aus dem Dax hatten die Tui-Aktien in den vergangenen Tagen deutlich an Wert eingebüßt. „Einige Investoren müssen nun ihre TUI-Bestände wieder aufstocken“, erklärte ein Händler.

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