Börsenschluss
Apple kann Minus an der Wall Street nicht verhindern

Obwohl schon den zweiten Tag in Folge der US-Computerhersteller Apple kräftig zulegte, konnte er ein Abrutschen der Kurse an der Wall Street nicht verhindern. Einer der Gegenspieler auf dem Parkett war der US-Chemieriesen DuPont, der seine Gewinnprognose reduzierte.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,29 Prozent fester bei 11 043 Punkten. Im Verlauf hatte er sich zwischen 11 047 und 10 991 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte um 0,35 Prozent auf 1294 Zähler zu. Der Index der US-Technologiebörse Nasdaq verzeichnete mit 2331 Punkten ein Plus von 0,48 Prozent.

"DuPont ist so ziemlich das Gleiche passiert wie Alcoa", sagte Händler Neil Massa von John Hancock Funds. "Sie haben ihre Ziele verfehlt, weil die Kosten gestiegen sind." Der Chemiekonzern hatte unter anderem wegen der zurückliegenden Wirbelstürme seine Gewinnprognose für das abgelaufene Quartal deutlich nach unten geschraubt. Die Aktien des Unternehmens büßten daraufhin 3,3 Prozent auf 41,14 Dollar ein. Erst am Montag hatte der weltgrößte Aluminiumproduzent Alcoa wegen der Auswirkungen der Hurrikans einen enttäuschenden Quartalsbericht vorgelegt. Alcoa-Titel verbuchten am Mittwoch nach den jüngsten deutlichen Talfahrten noch ein Minus von 1,4 Prozent und kosteten 29,20 Dollar.

Analyst Michael Malone von S.G. Cowen zufolge gönnt sich der Markt nach der Kurs-Rally zu Jahresbeginn aber auch ganz generell eine Verschnaufpause. "Sobald wieder Quartalszahlen reinkommen, die im Rahmen der Erwartungen liegen oder sogar besser sind, dürfte es wieder bergauf gehen."

Erneut gefragt waren Papiere von Apple, die sich um 3,8 Prozent auf 83,90 Dollar verteuerten. Nachdem das Börsenschwergewicht am Vortag außerordentlich starke Umsätze im Feiertagsquartal bekannt gegeben und zugleich neue Produkte vorgestellt hatte, hoben gleich zwei Institute das Preisziel für die Anteilscheine an: Die Banc of America Securities erhöhte das Preisziel auf 87 Dollar von 78 Dollar, UBS sogar auf 100 Dollar von zuvor 86 Dollar.

Aufschläge verzeichneten auch die Papiere der großen Investmentbanken. Scott Wren von A.G. Edwards & Sons Inc. machte dafür anhaltende Hoffnungen auf ein absehbares Ende der Zinserhöhungen durch die US-Notenbank (Fed) verantwortlich. Titel von Lehman Brothers legten etwa um 2,3 Prozent auf 134,65 Dollar zu, Aktien von Bear Stearns um 1,7 Prozent auf 121,31 Dollar.

Hingegen trennten sich viele Investoren von Papieren des US-Medizintechnik- und Pharmakonzerns Johnson & Johnson, die um knapp ein Prozent auf 62,50 Dollar verloren. Zuvor waren Berichte laut geworden, wonach das Unternehmen erwägt, seine Kaufofferte für Guidant aufzustocken, um den Konkurrenten Boston Scientific auszustechen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,75 Mrd. Aktien den Besitzer. 1 897 Werte legten zu, 1 461 gaben nach und 150 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,4 Mrd. Aktien 1 544 im Plus, 1 479 im Minus und 162 unverändert.

An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 07/32 auf 100-10/32. Sie rentierten mit 4,458 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 10/32 nach auf 110-28/32 und hatten eine Rendite von 4,636 Prozent.

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