Börsenschluss Tokio
Nikkei auf Sieben-Monats-Hoch

Japans Wertpapierhandel spiegelt derzeit eine wiedergewonnene Zuversicht in die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Angesichts guter Geschäfte bei US-Einzelhändlern haben auch die übrigen asiatischen Börsen am Donnerstag Gewinne verzeichnet. Der schwache Yen und überraschend gute US-Einzelhandelsdaten hätten vor allem Technologietitel gestützt, und bei Finanzwerten seien nach den gestrigen Abschlägen einige Anleger wieder verstärkt eingestiegen, sagten Händler.

HB TOKIO. So notierte der Nikkei-Index für 225 Standardwerte am Ende ein Plus von 136,27 Punkten oder 0,82 Prozent beim Stand von 16 829,20 Punkten. Er erreichte damit den höchsten Stand seit sieben Monaten.Der breit gefasste Topix legte um 12,66 Punkte oder 0,77 Prozent auf 1 651,85 Zähler zu. Als einen Grund für die Aufschläge nannten Händler die Erwartung, dass der an diesem Freitag anstehende Quartalsbericht der japanischen Zentralbank zur Stimmungslage in den Management-Etagen japanischer Unternehmen gut ausfallen wird. Am Devisenmarkt notierte der Dollar um 15.00 Uhr Ortszeit fester mit 117,51-54 Yen nach 116,94-96 Yen am Vortag. Der Euro lag leichter bei 1,3213-16 Dollar nach 1,3283-85 Dollar am Vortag.

Die US-Börsen waren am Mittwoch nahezu unverändert aus dem Handel gegangen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 0,02 Prozent auf 12 317 Stellen zu, der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,12 Prozent auf 1 413 Zähler und der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte 0,03 Prozent höher bei 2 432 Punkten.

Die gute Stimmung machte sich auch an den anderen asiatischen Börsen breit – die Börse in Südkorea verzeichnete sogar den größten Tagesgewinn seit fünf Monaten. Auch die Aktienmärkte in Taiwan, Singapur und Hongkong schlossen im Plus. Die Umsätze der US-Einzelhändler waren im November mit einem Prozent deutlich stärker gewachsen als von Experten erwartet.

Analyst: Der Nikkei könnte über 17 000 Punkte steigen

Das weckte die Erwartung, dass trotz des Rückgangs auf dem Häusermarkt die Kauflust der US-Verbraucher ungetrübt ist. „Eine weiche Landung der US-Wirtschaft, kombiniert mit der Annahme, die japanische Notenbank lässt ihren Leitzins unverändert, ermutigt Investoren, Aktien zu kaufen“, sagte Takahiko Murai von Nozomi Securities. Sollte sich die Auffassung durchsetzen, die Erholung der Wirtschaft halte an, könnte der Nikkei über 17 000 Punkte steigen.

In Tokio gehörten die Aktien von Exportunternehmen zu den Gewinnern. Die Sony-Aktien legten 1,84 Prozent zu, obwohl sich Sony-Präsident Ryoji Chubaki weniger positiv zur allgemeinen Entwicklung geäußert hatte als sein Gegenspieler von Nintendo Anfang des Monats. Während letzterer eine Erhöhung der Prognose in Aussicht gestellt hatte, zeigt sich Sony zurückhaltend und wollte das Weihnachtsgeschäft noch nicht kommentieren. An der Prognose für den operativen Gewinnmarge von 5% zum Ende des Geschäftsjahres 2007/08 hielt er zumindest fest.

Canon-Titel schlossen 1,68 Prozent höher. Sie profitierten nicht nur von den guten Geschäften in den USA vor Weihnachten, sondern auch vom zuletzt gestiegenen Dollar. Die Aktien der Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) profitierten von einem Medienbericht, wonach das Unternehmen die Preise für einländische Flugverbindungen im kommenden Jahr um 2,7 Prozent anheben will. ANA begründet diesen Schritt mit höheren Kerosinpreisen, berichtete die Nihon Keizai. Dieser Schritt dürfte den Umsatz deutlich stützen. Die Papiere gingen mit einem Plus von 0,23 Prozent aus dem Handel. Unter den Finanztiteln stiegen Mitsubishi UFJ Financial Group um zwei Prozent auf 1,50 Mio Yen und Mizuho Financial Group um 1,8 Prozent auf 853 000 Yen.

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