Börsenschluss Tokio
Nikkei auf Siebenjahreshoch

Vorgaben aus den USA und ein überraschend kräftig ausgefallenes Wirtschaftswachstum in Japan haben den Börsen in Fernost am Donnerstag deutlichen Auftrieb verliehen. Der Tokioter Nikkei-Index führte die Asien-Rallye an und verzeichnete den höchsten Schlussstand seit fast sieben Jahren.

HB TOKIO. An der Börse in Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei 0,81 Prozent auf 17 897 Zähler auf den höchsten Schlussstand seit Mai 2000 zu. Der breiter gefasste Topix gewann 0,65 Prozent auf 1 776 Punkte. Der KOSPI in Seoul legte bis Handelsschluss 0,52 Prozent zu. Auch die Börsen in Hongkong, Taiwan und Singapur und tendierten deutlich im Plus.

Kurz vor Börsenstart hatte die Regierung in Tokio mitgeteilt, dass die japanische Wirtschaft von Oktober bis Dezember preisbereinigt zum Vorquartal um 1,2 Prozent gewachsen ist und damit stärker als von Experten erwartet. Das deutlich über den Erwartungen liegende Wachstum habe den Markt zu einer ausgeprägten Reaktion veranlasst, sagte Masafumi Yamamoto von der Nikko Citigroup. „Das wird ein ein positiver Faktor für die Leute sein, die sich eine Zinsanhebung wünschen und die Erwartung höherer Zinsen wird ein Grund sein, Yen zu kaufen.“

Die japanische Währung stieg zum Dollar zeitweise auf den höchsten Stand sei neun Monaten. Auch der Euro erreichte in Fernost ein neues Sechs-Wochen-Hoch. Bereits am Vorabend hatte er nach den Äußerungen von US-Notenbankchef Ben Bernanke angezogen. Diese waren als Hinweis gedeutet worden, dass die US-Zinsen in nächster Zeit gesenkt werden könnten. Der Euro kostete 157,72 Yen, ein Dollar wurde mit 119,97 Yen gehandelt. Zur US-Währung tendierte der Euro bei 1,3143 Dollar.

In Tokio profitierten vor allem Einzelhändler wie Fast Retailing von den starken Konjunkturzahlen. Die Aktie legte 2,5 Prozent zu. Immobilienwerte wie Mitsui Fudosan hingegen gaben wegen der Aussicht auf höhere Kreditkosten nach. Takashimaya sprangen um 10 Prozent auf 1 690 Yen und Seven & I Holdings um 4,7 Prozent auf 3 750 Yen. Dagegen geriet der Kreditfinanzierer Orient unter Druck und baissierte mit 19 Prozent auf 191 Yen. Das Unternehmen wird einen hohen Verlust ausweisen, da es Rückstellungen für Zinszahlungen vornehmen muss.

In Seoul gehörten mit einem Plus von 1,23 Prozent die Aktien des Elektronikkonzerns Samsung zu den Gewinnern. Am Vorabend hatte den die US-Börsen bereits einen positiven Trend vorgelegt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,68 Prozent fester bei 12 741 Punkten - einem neuen Rekordhoch. Im Verlauf hatte er sich zwischen 12 759 und 12 651 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,76 Prozent auf 1 455 Zähler zu. Der Technologie-Index Nasdaq gewann 1,16 Prozent auf 2 488 Stellen.

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