Breiter Markt im Plus, Dow leicht im Minus
US-Börsen schließen uneinheitlich

Bankaktien haben dem breiten Markt an der Wall Street am Montag ins Plus verholfen, während der Leitindex Dow Jones belastet durch enttäuschende Umsätze bei 3M den Sprung in die Gewinnzone verpasst hat.

HB NEW YORK. Zum einen sorgten positive Quartalszahlen der Bank of America für eine Aufhellung der Stimmung auf dem New Yorker Börsenparkett. Zum anderen beflügelte ein positiver Analystenkommentar zu JP Morgan Chase die Titel der Branche. Ein leichter Rückgang der Ölpreise kam Aktienkäufen zudem ebenfalls zugute.

Der Index der 30 größten börsennotierten US-Unternehmen, der Dow Jones, fiel im Handelsverlauf bis auf 10 020,93 Punkte, erholte sich aber wieder und schloss knapp 0,2  im Minus bei 10 071 Zählern. Sein Tageshoch markierte er mit 10 105,39 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann hingegen 0,3 % auf 1 146 Zähler. Die US-Technologiebörse Nasdaq legte ein viertel % auf 1 913 Zähler zu. Am Freitag waren alle drei Indizes auf den tiefsten Stand seit fünf Monaten gesunken.

Den Dow habe im Grunde nur 3M belastet, sagte Edward Hemmelgarn von Shaker Investments. "Der Markt ist so überverkauft, man kommt nicht umhin, wieder ein paar Käufe zu sehen. Die Frage ist, wie lange dies dauern wird", fügte er hinzu.

Ähnlich äußerte sich Stephen Carl von The Williams Capital LP. "Wir sind für eine ganze Weile nach unten gegangen und vielleicht gibt es nun Schnäppchenkäufe." Seiner Einschätzung nach könnten positive Unternehmenszahlen dem Dow wieder auf die Beine helfen. "Diese Woche gibt es nicht viele Konjunkturdaten und die Leute werden auf die Unternehmenszahlen blicken."

Für den überwiegend positiven Trend an der Wall Street sorgten am Montag die Aktien aus dem Bankensektor. Der Philadelphia KBW Bank Index legte 1,3 % zu. Die Aktien der Bank of America stiegen um gut ein Prozent auf 44,73 Dollar. Dank des Privatkundengeschäfts und der Übernahme von FleetBoston erwirtschaftete die Bank im ersten Quartal einen Rekordgewinn von 4,7 Mrd. Dollar. Die Papiere von JP Morgan Chase gewannen mehr als zwei Prozent auf 34,64 Dollar.

Die Nasdaq profitierte von Gewinnen bei Chip-Aktien. So gewannen die Anteilsscheine von Intel 0,4 % auf 22,21 Dollar. Händler begründeten das mit der bevorstehenden Vorstellung eines neuen Intel-Chips. Die Aktien des Softwareunternehmens Macromedia reagierten mit einem Kurssprung von fast zehn Prozent auf 36,72 Dollar auf die Übernahme durch Adobe Systems. Adobe-Titel dagegen verbilligten sich um 9,7 % auf 54,77 Dollar. Eine positiv aufgenommene Prognose von Corning verhalf den Aktien des Unternehmens zu einem Plus von mehr als vier Prozent auf 11,56 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten knapp 1,8 Mrd. Aktien den Besitzer. 1 947 Werte legten zu, 1 374 gaben nach und 159 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von knapp 1,9 Mrd. Aktien 1 516 im Plus, 1 555 im Minus und 152 unverändert.

An den US-Kreditmärkten büßten die zehnjährigen Staatsanleihen 5/32 auf 97-27/32 Punkte ein und rentierten dabei mit 4,268 Prozent. Die 30-jährigen Bonds notierten unverändert mit 111-21/32 Zählern und erzielten eine Rendite von 4,599 %.

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