Celanese im Blick
Euro-Rekordhoch bringt Dax unter Druck

An der Frankfurter Börse wurde der Deutsche Aktienindex am Dienstag vom neuen Rekordhoch des Euro belastet. Der Dax ging daher mit leichten Verlusten aus dem Handel.

HB FRANKFURT. Positive US-Konjunkturdaten bremsten allerdings den Abstieg des Dax, der den Computerhandel 0,2 % tiefer bei 3865,98 Punkten beendete. Im Mittelpunkt des Interesses stand zudem das Chemieunternehmen Celanese, das von einem US-Finanzinvestor übernommen werden soll.

„Nach der US-Industrieproduktion hat das Sentiment etwas gedreht“, sagte Händler Oliver Opgen-Rhein von HSBC Trinkaus & Burkhardt mit Blick auf die Erholung des Dax von seinen Tagestiefs. Der von Rekord zu Rekord eilende Euro habe allerdings einen Vorstoß ins Plus verhindert, fügte er hinzu. Die US-Industrieproduktion wuchs den Angaben zufolge im November so stark wie seit Oktober 1999 nicht mehr. Daneben dämpfte der überraschende Rückgang der Verbraucherpreise die Spekulationen um eine baldige Erhöhung der US-Leitzinsen. Steigende Zinsen bedeuten für Unternehmen höhere Refinanzierungskosten.

Im Tagesverlauf war der Euro nach Reuters-Daten zeitweise auf ein Rekordhoch von 1,2361 Dollar geklettert und kostete zuletzt 1,2326 Dollar. Ein steigender Euro drückt üblicherweise die Aktienkurse, weil die Aufwertung Ausfuhren verteuert und dadurch die Gewinne der Unternehmen schmälert.

Neben dem starken Euro trübte auch die Enttäuschung über den Steuerkompromiss des Vermittlungsausschusses die Stimmung am Aktienmarkt. „Die meisten begreifen nun, dass unter dem Strich für die Verbraucher gar nichts übrig bleibt“, sagte Händler Raed Mustafa von der BW Bank. Entsprechend bauten die Einzelhandelswerte ihre Vortagesverluste aus. So verloren die im MDax gelisteten Papiere des Kauf- und Versandhauskonzerns KarstadtQuelle 2,6 % auf 20,25 €.

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