China interveniert
Bitte keine Kursverluste zur Parade

Seit Monaten plant Peking eine Militärparade zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs. Da kommen die Turbulenzen an den Finanzmärkten des Landes zur Unzeit. Jetzt greift die politische Führung ein.
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FrankfurtDie politische Führung in Peking ist offenbar aufgrund einer seit Monaten geplanten Militärparade in der kommenden Woche an einer Stabilisierung der bislang turbulenten Lage an den chinesischen Börsen interessiert. Laut informierten Personen, die nicht genannt werden wollten, hat die Regierung am Donnerstag zu diesem Zweck an den Aktienmärkten interveniert.

Am 3. September ist in China eine Militärparade zum 70. Jahrestag des Sieges über Japan im Zweiten Weltkrieg geplant. Für den neuen Präsidenten Xi Jinping wäre es die erste Gelegenheit, sich als Oberbefehlshaber der Streitkräfte in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Interventionen am Aktienmarkt passen in eine Reihe mit weiteren Maßnahmen zur Sicherstellung der öffentlichen Ordnung im Vorfeld dieser Parade. China will die Gelegenheit nutzen, sich vor den Augen der Welt als bedeutende militärische wie wirtschaftliche Macht zu präsentieren.

An der Börse war der Versuch offensichtlich erfolgreich. Der Festlandsaktienindex Shanghai Composite Index erholte sich vom Tagestief bei Minus 0,7 Prozent und schloss mit einem sehr ausgeprägten Kursgewinn von 5,3 Prozent. Den Informationen zufolge hat der Staat insbesondere Aktien von Großunternehmen gekauft. Die chinesische Finanzaufsicht wollte auf Nachfrage nicht unmittelbar Stellung beziehen.

Ein Volatilitätsindex für den Shanghai Composite war in dieser Woche auf den höchsten Stand seit 1997 gestiegen. Zuvor waren Spekulationen aufgekommen, dass die Regierung ihre Stützungsmaßnahmen für die Börsen beendet habe.

Die Behörden haben das staatliche Investmentvehikel China Securities Finance Corp. für Aktienkäufe mit einem Budget von mehr als 400 Mrd. Dollar ausgestattet.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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  • Wegen so etwas misstraue ich den chinesischen Zahlen und glaube, dass die Weltwirtschaft ein massives Problem hat.

    Was sagt eigentlich der China-Korrespondent Sieren zu dieser Meldung?

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