Chinas-Aktiencrash
Chinas Börsen rutschen in den Keller

Bereits Ende Mai mussten Anleger in China sie einen Aktiencrash verdauen. Nun ist der Shanghaier Leitindex nochmals um 7,4 Prozent gefallen. Analysten raten, die Finger von chinesischen Aktien zu lassen.
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Chinas Börsen sind am Freitag noch weiter in den Keller gerutscht. Der wichtige Shanghai Composite Index fiel um 7,4 Prozent auf 4 192,87 Punkte, wohingegen der Shenzhen Component Index sogar um 8,24 Prozent auf 14 398,79 Punkte absackte. Die meisten Aktien verloren an Wert. Die größten Verlierer waren in den Bereichen Kommunikation, Internet, Medizinwesen und Transport zu finden, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Nach einem Boom seit Ende vergangenen Jahres, der den Index in Shanghai in diesem Jahr um rund 60 Prozent in die Höhe getrieben hat, setzet sich der Kursrutsch damit beschleunigt fort. Beide Börsen in Shanghai und Shenzhen schlossen um 20 Prozent unter ihrem letzten Hoch. Analysten warnen schon länger, dass die meist mit Kredit finanzierte Aktienrallye nicht länger andauern kann.

Der chinesische Aktienmarkt ist 8,8 Billionen Dollar schwer. Dabei hat seine Performance in den vergangenen Wochen stark nachgelassen. Zählten die chinesischen Indizes in den globalen Rankings noch vor Kurzem zu den Top-Performern, sind sie nun ganz nach hinten gerutscht. Analysten warnen inzwischen vor dem von Spekulanten überrantten Markt. Viele Chinesen handeln nicht mit eigenem, sondern mit geliehenem Geld und hoffen durch die Hebelwirkung höhere Gewinne zu erzielen - das führt auf Dauer zu volatileren Märkten und erhöht die Risiken. Die Investmentbank Morgan Stanley hat seinen Klienten vom Kauf chinesischer Festland-Aktien abgeraten. In einer Studie vom 12 Juni schreiben die Analysten, dass der Markt wahrscheinlich den Höhepunkt der Hausse erreicht habe.

„Das ist kein Zeichen zum Kaufen”, schrieb Analyst Jonathan Garner, zuständig für Schwellenländer bei Morgan Stanley in Hong Kong. „Wir glauben, dass der Marktzyklus in Shanghai, Shenzhen and the ChiNext inzwischen seinen Höhepunkt erreicht hat”

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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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