Chip-Produzenten im Rampenlicht
Dow steigt auf Rekordhoch

Im Tagesverlauf hat der Dow Jones den höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren erreicht. Werte aus der Pharma- und Technologiebranche standen im Tagesverlauf am besten da.

HB NEW YORK. Die Aktien des Pharmariesen Pfizer legten kräftig zu, nachdem eine klinische Studie Nachweise für die Unbedenklichkeit des in die Schlagzeilen geratenen Arthritis-Mittels Celebrex lieferte. Die Technologiebörse Nasdaq wurde von der Ankündigung des Internetunternehmens IAC/InterActive angetrieben, eine Tochterfirma auszugliedern. Auch die Papiere des weltgrößten Chipherstellers Intel waren nach einen positiven Analysten-Rating gefragt.

Der Dow-Jones-Index beendete den Handel mit einem Plus von 0,9 Prozent auf 10 759 Zählern. Im Handelsverlauf schwankte er zwischen einem Tagestief von 10 661,89 und seinem Jahreshoch von 10 765,27 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte ebenfalls 0,9 Prozent auf gut 1 205 Zähler zu. Der Index der Nasdaq kletterte um 1,1 Prozent auf knapp 2 151 Punkte. "Es ist kurz vor Weihnachten und die Märkte wären kaum verändert, gäbe es nicht die Nachrichten von Pfizer und IAC/Interactive", sagte Jay Finkel von Lord Abbett.

Pfizer-Aktien hatten an den vergangenen Handelstagen kräftige Kursverluste hinnehmen müssen, nachdem eine Studie die Anwendung von Celebrex bei Krebspatienten mit einem höheren Risiko für Herzkreislaufkomplikationen in Verbindung brachte. Die am Dienstag veröffentlichte Studie der National Institutes of Health (NIH) zeigt Pfizer zufolge, dass das Medikament bei älteren Menschen kein erhöhtes Herzkreislaufrisiko zur Folge hat. Pfizer-Aktien erholten sich von ihrer Talfahrt und legten 2,8 Prozent auf 24,97 Dollar zu. Der Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson gab zu Handelsschluss leicht nach - als einziger Titel im Dow Jones.

Zudem beflügelten positiv aufgenommene Bilanzzahlen von US-Investmentbanken die Standardwerte-Indizes. Morgan Stanley überraschte die Märkte mit guten Bilanzzahlen, was die Aktie der Investmentbank um 1,6 Prozent auf 54,50 Dollar steigen ließ. Auch der Konkurrent Bear Stearns legte gute Zahlen vor. Die Aktie verlor allerdings 1,7 Prozent auf 102,70 Dollar, wofür Händler Gewinnmitnahmen verantwortlich machten.

Zu den Kursgewinnern gehörten auch die Papiere von InterActive. Die Internetfirma kündigte an, ihr Reiseportal Expedia.com und verwandte Unternehmensbereiche in einer Tochterfirma auszugliedern. Die Aktie schnellte um 5,9 Prozent nach oben und schloss bei 27,41 Dollar. Auch Intel-Papiere legten kräftig zu, nachdem Lehmann Brothers den Titel von auf "übergewichten" von "untergewichten" hochgestuft hatten. Intel-Titel stiegen 3,5 Prozent auf 23,49 Dollar.

Im Auswahlindex Nasdaq 100 setzten sich San Disk an die Spitze. Das US-Investmenthaus Merrill Lynch hatte sich positiv zu dem Hersteller von Speichermedien geäußert und den Kauf des Papiers empfohlen.

An der New York Stock Exchange wechselten knapp 1,5 Milliarden Aktien den Besitzer. 2 405 Werte legten zu, 945 gaben nach und 147 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von knapp zwei Milliarden Aktien 2 035 im Plus, 1 103 im Minus und 132 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gewannen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 3/32 auf 100-19/32 Punkte und rentierten dabei mit 4,174 Prozent. Die 30-jährigen Bonds stiegen ebenfalls um 3/32 auf 108-14/32 Zähler und erzielten eine Rendite von 4,804 Prozent.

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