Citigroup-Zahlen positiv aufgenommen
Hoher Ölpreis belastet US-Börsen

HB NEW YORK. Die US-Aktienmärkte haben am Montag Einbußen hinnehmen müssen, nachdem der Ölpreis auf 70 Dollar je Barrel geklettert war. Dieser Anstieg schürte die Furcht der Anleger vor einem langsameren Wirtschaftswachstum und machte zudem die US-Fluglinien zu den Verlierern auf dem Parkett. Die Verluste begrenzen halfen dagegen die überraschend guten Ergebnisse der Citigroup, die unter den Händlern für zumindest etwas Optimismus sorgten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab am Montag bis zum New Yorker Mittagshandel um 0,51 Prozent auf 11.081 Zähler nach. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,24 Prozent auf 1285 Punkte. Der Technologie-Index Nasdaq sank um 0,48 Prozent auf 2314 Zähler. Das Handelsvolumen war in New York eher gering, während die meisten Börsen in Europa wegen der Osterfeiertage ganz geschlossen blieben.

„Im Verlauf des Tages haben die Ölpreise begonnen, den Handel zu dominieren und zu schwächen“, sagte Michael Sheldon von der Brokerage-Firma Spencer Clarke. Zum ersten Mal seit dem Wirbelsturm Katrina im vergangenen Jahr erreichte der Ölpreis die Marke von 70 Dollar je Barrel und nähert sich damit dem Allzeit-Hoch von 70,85 Dollar von Ende August. Damals hatte der Wirbelsturm Katrina die Ölproduktion an der US-Golfküste stark beeinträchtigt. Nun führen die wachsenden Spannungen zwischen dem Westen und dem Ölexporteur Iran über dessen Atomprogramm zu neuer Nervosität am Markt.

Flugaktien mit Abschlägen

Unmittelbare Auswirkungen bekamen mehrere US-Fluglinien zu spüren, die deutliche Abschläge hinnehmen mussten. So gab der Kurs von AMR, der Muttergesellschaft der größten US-Linie American Airlines, um 6,3 Prozent auf 24,27 Dollar nach. Continental Airlines notierte fast sieben Prozent im Minus bei 25,47 Dollar. Der Branchenindex Amex Airlines gab mehr als drei Prozent nach.

Gestützt wurden die Börsen durch die Quartalszahlen von Citigroup. Die größte US-Bank wies für die ersten drei Monate des Jahres dank eines starken Auslandsgeschäfts einen Gewinnanstieg aus. Citigroup-Papiere legten 0,77 Prozent auf 48,42 Dollar zu und halfen, die Einbußen des Dow Jones zu begrenzen.

Für Optimismus vor der anstehenden Bilanzsaison sorgten Händlern zufolge aber auch der positive Ausblick von Industriefirmen wie Gardner Denver und Eaton Corp. Die Anteile des Kompressoren- und Pumpenherstellers Gardner schnellten mehr als elf Prozent in die Höhe auf 71,50 Dollar, die Eaton Corp gewann 0,24 Prozent auf 74,80 Dollar.

Zu den Gewinnern an der New Yorker Börse gehörte auch der Kasino-Betreiber Aztar, der ein Plus von rund vier Prozent verbuchen konnte. Zuvor hatte das Unternehmen mitgeteilt, mit dem Hotelbetreiber Columbia Sussex über ein Übernahmeangebot von mehr als 1,69 Milliarden Dollar verhandeln zu wollen.

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