Clariant mit Schlussspurt
Börse Zürich schließt im Minus

ZÜRich (AWP) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Donnerstag mit tieferen Kursen beschlossen. Nachdem den ganzen Tag über wenig Aktivitäten zu beobachten waren, sorgte Clariant in der Schlussstunde nochmals für Aufregung: Innerhalb von nur dreissig Minuten schnellte der Kurs um über zehn Prozent in die Höhe. Marktkenner verwiesen auf wiederaufkeimende Übernahmegerüchte um den deutschen Konkurrenten Lanxess.

Gedrückt von Dividendenabschlägen bei CS-Titeln schloss der SMI indes mit einem Minus von 0,64 Prozent oder 60,39 Punkten auf 9 367,30 Zählern. Der breitere SPI , welcher Dividendenabschläge nicht berücksichtigt, verlor 0,28 Prozent oder 21,15 Stellen auf 7 605,14 Punkte.

Übernahmespekulationen sorgten bei Clariant für einen handelsreichen Schlussspurt: So kletterte der Titel bei überaus hohen Volumen um zehn Prozent auf 21,40 Schweizer Franken, der Tageshöchststand wurde um 16.45 Uhr bei 22,05 Franken markiert. In Marktkreisen wurde wieder einmal auf die deutsche Lanxess verwiesen, welche angeblich bereit sei, 24 Franken pro Clariant -Aktie zu bezahlen. Panikartige Deckungskäufe ließen das Gerücht noch gewaltiger zu Buche schlagen.

ZFS (+3,2 Prozent auf 376 Franken) legten nach den hohen außerbörslichen Transaktionen von gestern ebenfalls kräftig zu. Der mächtige US-Investor Warren Buffet soll bei ZFS eingestiegen sein, hieß es gestern. Merrill Lynch und Bear Stearns hatten am Morgen das Kursziel beziehungsweise das Rating erhöht.

Ins Minus drückten den SMI vor allem die um 2,24 Franken dividendenbelasteten CS-Papiere (-3 Prozent oder 2,85 Franken auf 92,35 Franken). Auch Holcim (-1,6 Prozent oder 2,10 Franken auf 131,40 Franken) wurden mit einem Dividendenabschlag (2,00 Franken) gehandelt.

Ansonsten hielten sich die Kursausschläge in Grenzen. Überdurchschnittlich verloren noch Synthes (-1,4 Prozent auf 153,30 Franken) und Givaudan (-1,3 Prozent auf 1 143 Franken), während auch Swatch (Inhaber -1,3 Prozent auf 352,75 Franken; Namen -1 Prozent auf 71,85 Franken), Julius Bär (-1,2 Prozent auf 84,60 Franken) und Nestle (-1 Prozent auf 480 Franken) über 1 Prozent nachgaben.

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