Commerzbank-Aktie zeitweise schwächster Dax-Titel - Gewinnmitnahmen bei Celesio im MDax
Dem Dax fehlen die positiven Impulse

Belastet vom anhaltend hohen Ölpreis hat der Dax am Montag seine Verluste der vergangenen Tage leicht ausgebaut. Er beendete den Xetra-Handel 0,3 Prozent im Minus bei 4922,34 Punkten. Commerzbank-Aktien litten Händlern zufolge unter Gewinnmitnahmen und führten zeitweise die Verliererliste an.

HB FRANKFURT. „In den vergangenen Wochen haben die guten Quartalszahlen den Ölpreis-Anstieg überlagert“, sagte ein Börsianer. „Da nun die Bilanzsaison aber vorbei ist, sind von Unternehmensseite kaum positive Impulse zu erwarten.“ Auch die leichte Entspannung beim Ölpreis nach dem Rekordhoch vom Freitag reiche für neuerliche Kursgewinne nicht aus. „Absolut gesehen ist Öl immer noch extrem teuer. Daher hat es mich überrascht, dass der Dax heute Vormittag leicht zugelegt hatte.“

Der Terminkontrakt auf die führende US-Ölsorte Crude Light kostete am Montag 66,70 Dollar je Barrel (159 Liter) und lag damit noch in Reichweite des Rekordhochs von 67,10 Dollar.

Börsianer klagten über die insgesamt dünnen Umsätze. „In Europa sind einige Börsen geschlossen. Und in Bayern geht wegen eines Feiertages auch nicht viel“, sagte ein Händler.

Die Commerzbank-Papiere verbilligten sich um 0,8 Prozent auf 20,93 Euro. „Die Übernahmegerüchte sind abgeebbt“, sagte ein Händler mit Blick auf die Spekulationen um ein Interesse der französischen BNP Paribas. „Darum nehmen einige Anleger erst einmal Gewinne mit.“ Seit Monatsbeginn haben die Commerzbank-Aktien knapp 15 Prozent zugelegt und sich damit deutlich besser als die übrigen Dax-Werte entwickelt.

Als zusätzlichen Belastungsfaktor nannten Börsianer die Ausweitung der staatsanwaltlichen Ermittlungen wegen des Verdachts auf Geldwäsche auf Vorstandssprecher Klaus-Peter Müller. Im Zusammenhang mit der Geldwäsche-Affäre war zuvor Personalvorstand Andreas de Maiziere zurückgetreten. Müller teilte mit: „Ich bin mir keiner persönlichen Verfehlungen bewusst.“

Zu den wenigen Kursgewinnern zählte auch die Allianz, deren Titel sich um 0,4 Prozent auf 109,10 Euro verteuerten. Der Finanzkonzern hatte am Freitag sein Gewinnziel für 2005 angehoben. Außerdem will die Tochter Dresdner Bank 2006 oder 2007 eine Nachsteuerrendite von zwölf Prozent erwirtschaften.

Im MDax ragten die Papiere von Celesio mit einem Minus von 2,9 Prozent auf 69,01 Euro heraus. „Die Aktie ist zuletzt gut gelaufen, da nehmen einige Anleger nun Gewinne mit“, sagte ein Händler. Die Titel hatten in Reaktion auf die Zwischenbilanz in den vergangenen Tagen rund fünf Prozent zugelegt.

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