Commerzbank belastet
Dax schließt auf Tageshoch

Der deutsche Aktienindex hat am Dienstag auf seinem Tageshoch geschlossen. Trotz einer Flut an Unternehmenszahlen blieben die Umsätze jedoch relativ gering. Deutliche Kursverluste bei der Commerzbank haben zudem eine stärkere Erholung des Dax verhindert.

HB FRANKFURT. Der deutsche Leitindex beschloss den Handelstag, getrieben von Kursgewinnen bei Henkel und der Deutschen Börse, 0,5 % höher bei 4245 Punkten. Händler sprachen von einem ruhigen Geschäft, da viele Anleger die Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) am Abend abwarteten. „Angesichts der Fed-Sitzung will niemand größere Positionen eingehen“, sagte Norbert Pütz, Händler bei der Postbank. „Die Unternehmenszahlen sind gemischt ausgefallen und konnten den Markt weder in die eine noch in die andere Richtung bewegen.“ Analysten erwarten eine Anhebung des US-Leitzinses um 25 Basispunkte auf 3,00 %.

Die positiv aufgenommene Quartalsentwicklung bei Henkel ließ die Aktien des Konsumgüterherstellers um 2,8 % auf 68,78 € steigen. „Im Vorfeld der Zahlen haben einige Anleger ihre Positionen verkauft, um nicht negativ überrascht zu werden“, sagte ein Händler. „Die Anleger, die ihre Kaufentscheidung von den Zahlen abhängig gemacht haben, steigen nun wieder ein.“ Silke Stegemann, Analystin bei der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP), sprach von einem „guten, soliden Ergebnis“.

Von über den Erwartungen liegenden Quartalszahlen und der Ankündigung einer Milliardenausschüttung konnten auch die Aktien der Deutschen Börse profitieren, die 1,7 % auf 59,92 € anzogen. Die WestLB nahm ihre Anlageempfehlung auf „Outperform“ hoch. Nach einer Kauf-Empfehlung der Deutschen Bank kletterten die Aktien des Chemiekonzerns BASF um 1,3 %.

Mit Aktienverkäufen quittierten Anleger den Zwischenbericht der Commerzbank. Die Titel verloren 3,9 %. Vor allem die Entwicklung im operativen Geschäft missfiel den Investoren. „Auch der Ausblick ist ziemlich enttäuschend“, sagte ein Händler. Für schlechte Stimmung im Sektor sorgte nach Aussage von Börsianern auch die Schweizer Großbank UBS, die trotz eines kräftigen Gewinnanstiegs im ersten Quartal nur einen vorsichtigen Ausblick auf das Gesamtjahr gab. Die Titel der HVB waren mit einem Minus von 1,6 % hinter der Commerzbank und Altana zweitgrößter Dax-Verlierer.

Die im TecDax notierten Aktien von Mobilcom reagierten mit einem Kurssprung von fast 13 % auf den Einstieg des US-Investmentfonds Texas Pacific (TPG). Obwohl TPG eine weitere Aufstockung ausgeschlossen hat, setzten einige Anleger offenbar auf ein Übernahmeangebot, sagte ein Händler. Norbert Kretlow, Analyst bei Independent Research, dämpfte die Spekulationen. „TPG will sich nach den bisherigen Aussagen nicht in das operative Geschäft von Mobilcom einmischen. TPG scheint vielmehr auf einen Mehrwert durch die Reintegration von Freenet zu setzen“, sagte er. Freenet-Aktien gewannen 12,4 %.

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