Commerzbank-Titel Tagesverlierer
Dax rettet 4 000-Punkte-Marke ins Ziel

Enttäuschung über den Geschäftsausblick des US-Technologieschwergewichts Intel und neue Zinsängste haben am Mittwoch das Börsenbarometer nach dem Höhenflug des Vortages jäh auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Vor allem Technologie- und Finanzwerte mussten bluten.

HB FRANKFURT. Insbesondere Verluste der Index-Schwergewichte Siemens und SAP drückten den Dax um 1,44 % oder 58,65 Zähler auf 4 012,77 Punkte. Auch die Finanzwerte wie Commerzbank belasteten den deutschen Leitindex, was Händler auch auf die angeheizten Zinsspekulationen in den USA zurückführten. An der Wall Street, wo die Aktien zunächst rund 0,6 % verloren hatten, zogen die großen Börsenindizes bis zum Handelsschluss in Europa leicht ins Plus.

„Intel und die Zinsängste in den USA lassen den mutigen Anlegern kaum eine Chance“, sagte ein Händler. Immerhin behauptete sich der Dax deutlich über dem Tagestief von 3 970 Punkte (minus 2,5 %). Angesichts der hohen Erwartungen der Märkte an die US-Unternehmen und der angespannten Lage im Irak schlossen Händler eine drastische Stimmungsverschlechterung nicht aus. „Wenn die Lage im Irak noch in den Mittelpunkt gerät, dann kann sich die Stimmung richtig drehen“, warnte Markus Maier, Händler bei der WestLB.

Intel hatte im erste Quartal seinen Gewinn zwar gesteigert, die Märkte aber mit seinem Umsatzausblick für das laufende Quartal enttäuscht. Nach dem Schock über die Senkung der Prognose des weltgrößten Handyherstellers Nokia in der Vorwoche war dies die zweite negative Nachricht für den Technologiesektor. Mit Spannung warteten die Börsianer nun auf weitere Quartalsberichte. Nach Börsenschluss in den USA wurden am Mittwoch unter anderem die Zwischenberichte von Apple und Texas Instruments erwartet.

Im Dax mussten vor allem die Aktien von Siemens und SAP sowie Infineon die Zeche für die Ernüchterung der Investoren zahlen. Siemens, mit gut zwölf Prozent die am schwersten gewichtete Aktie im Dax, verloren in der Spitze 3,5 % auf 61,17 €, SAP 4,4 % auf 132,25 € und Infineon gut vier Prozent auf 12,05 €.

Bis zum Handelsschluss machten Siemens, SAP und Infineon einen Teil ihrer Verluste wieder gut und gingen mit einem Minus von 1,7 % bis 2,4 % aus dem Handel. Dabei trugen alleine die marktschweren Siemens dem Dax einen Punkteverlust von 8,7 Zählern ein, so viel wie kein anderer Wert.

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