Daimler-Chrysler im Blick
Dax strebt weiter nach oben

Der Dax dürfte seinen Aufwärtstrend der vergangenen Tage am Mittwoch fortsetzen. Dow Jones und Nikkei-Index hatten zuvor positive Vorgaben geliefert, für Unterstützung dürfte auch der niedrigere Ölpreis sorgen. Im Fokus der Börsianer steht die Hauptversammlung von Daimler-Chrysler.

HB FRANKFURT. Die deutschen Aktienindizes werden am Mittwoch nach positiven Vorgaben gut behauptet erwartet. Der an der deutschen Börse gehandelte Future auf den Dax entsprach kurz nach 8.00 Uhr einem Stand des Leitindex von 7 075 Punkten. Am Vortag war er um 1,56 Prozent auf 7 045,56 Punkte geklettert. Der Dow Jones hatte am Vorabend in New York fest geschlossen und nach Xetra-Schluss noch rund 15 Punkte zugelegt. Auch der Nikkei-225-Index verbuchte in Tokio deutliche Gewinne.

Daimler-Chrysler stehen mit der anstehenden Hauptversammlung im Fokus, auf der die Zukunft der US-Tochter Chrysler ein Thema sein wird. Viele Aktionäre werden darauf drängen, einen raschen Schlussstrich unter das Kapitel Chrysler zu ziehen. Die Verkaufzahlen der angeschlagenen US-Tochter belasten erneut die Konzernbilanz. Insgesamt verzeichnete der Konzern dadurch auf dem US-Markt einen Umsatzrückgang von vier Prozent auf 228 047 Autos, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit. Informationen der "Wirtschaftswoche" zufolge zeichnet sich bereits in der kommenden Woche eine Entscheidung bei Chrysler ab - eine reine Private-Equity-Lösung gelte als unwahrscheinlich.

Auch die Titel der Deutschen Telekom sollten einen Blick wert sein. Die Verhandlungen zwischen dem Telekomkonzern und ver.di über die geplante Auslagerung von 50 000 Mitarbeitern sind am Vortag ins Stocken geraten und werden am heutigen Mittwoch fortgesetzt. Bislang habe es in der zweiten Verhandlungsrunde keine Bewegung gegeben, hieß es. Händler rechnen mit keiner starken Kursrelevanz, wobei eine Einigung erzielt werden sollte.

Fresenius Medical Care könnten ebenfalls in Bewegung kommen. Der Medizindienstleister prüft den Bau einer Produktionsstätte in China. "Die Entscheidung wird in der zweiten Jahreshälfte fallen“, sagte Vorstandschef Ben Lipps dem "Handelsblatt". Derzeit würden in China 200 000 Patienten mit chronischem Nierenversagen mit FMC-Produkten behandelt, jedes Jahr kämen zehn Prozent hinzu. Händler verwiesen darauf, dass Asien wegen des schnellen Wirtschaftswachstums in China der wichtigste Markt für das Unternehmen sei.

Aktien von SAP stehen nach dem Rückzug von Mitgründer Klaus Tschira aus dem Aufsichtsrat aus gesundheitlichen Gründen im Blick. Nachfolger soll der frühere BMW-Chef Joachim Milberg werden. Tschira, Dietmar Hopp und Hasso Plattner hatten SAP 1972 gemeinsam mit zwei weiteren Partnern gegründet und halten nach Angaben des Sprechers zusammen 30 Prozent der Anteile an SAP. "Sie stehen zu dem Unternehmen und haben keine Pläne, ihre Aktien zu verkaufen", sagte der Sprecher.

In der zweiten Reihe rücken Prosiebensat.1 Media wegen der geplanten Fusion mit SBS weiter in den Fokus. "In spätestens vier Monaten, also Ende Juli, werden wir eine Entscheidung treffen", sagte der Chef des Medienkonzerns Guillaume de Posch der "Süddeutsche Zeitung". Aus Sicht eines Händlers ist dies eine Bestätigung früherer Aussagen.

Auch das im Sdax notierte Unternehmen Bauer könnte auf Interesse stoßen. Der Tiefbaukonzern plant die erste größere Akquisition seit dem Börsengang im Juli vergangenen Jahres. Der Konzern prüft die Übernahme des Grundwasser-Spezialunternehmens GWE-Gruppe. "Wir führen erste Gespräche, es gibt aber noch keine Entscheidungen", sagte eine Bauer-Sprecherin der "Financial Times Deutschland". Händler sehen dies leicht positiv.

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