Dax 14.9.
Leitindex legt den Rückwärtsgang ein

Der deutsche Leitindex hat am Donnerstag um die Marke von 12.500 Punkten gekämpft. Pressemeldungen über das Führungspersonal belasteten die Titel der Deutschen Börse. Air Berlin hingegen haussierte.
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FrankfurtEinen Tag vor dem „Hexensabbat“ sind die Anleger am Donnerstag in Deckung geblieben. Der Dax bewegte sich den ganzen Tag über leicht im Minus. Er schloss am Ende 0,10 Prozent niedriger bei 12.540 Punkten. Am Freitagmittag laufen an der Derivatebörse Eurex unter anderem Optionen auf den deutschen Leitindex aus. Der „Hexensabbat“ genannte Termin kann für starke Kursausschläge sorgen – weshalb sich Investoren kurz zuvor lieber zurückhalten.

Für den MDax, in dem die Aktien mittelgroßer Unternehmen vertreten sind, ging es aufwärts auf 25.289 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax stieg auf 2369 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 kletterte auf 3528 Punkte.

Aus Branchensicht waren Autowerte zur Messe IAA europaweit mit einem Plus von 0,6 Prozent mit am stärksten gefragt. Die Anteilsscheine von Continental, BMW und Daimler gehörten mit Gewinnen zwischen 0,2 und 2,2 Prozent zu den Top-3-Werten im Dax.

Die Titel der Deutschen Börse büßten am Dax-Ende 1,4 Prozent an Wert ein. Der Börsenbetreiber will mit der Zahlung einer Strafe von 10,5 Millionen Euro ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft gegen ihren Chef Carsten Kengeter aus der Welt schaffen. Die Vorwürfe wegen Insiderhandels und einer angeblich unterlassenen Pflichtmitteilung erstrecken sich neben der Person Kengeters auch auf das Unternehmen.

Unter den Einzelwerten zeigten sich die Aktien der Munich Re mittags kaum verändert, nachdem sie vorbörslich noch um rund drei Prozent abgesackt waren. Der Rückversicherer hatte am Vorabend gewarnt, dass der Jahresgewinn wegen hoher Schäden der Wirbelstürme „Harvey“ und „Irma“ niedriger als angepeilt ausfallen könnte. Anleger hielten den Münchener dennoch die Stange, die Aktien notierten kaum verändert bei 175 Euro. „Die Gewinnausschüttungen an die Aktionäre scheinen nicht gefährdet, deswegen herrscht Erleichterung“, sagte ein Händler.

Die jüngst arg gebeutelten Aktien von Air Berlin schnellten um knapp 15 Prozent nach oben. Eine neue Bieterallianz für die insolvente Fluggesellschaft soll sich gebildet haben. Laut der österreichischen Tageszeitung „Kurier“ will der frühere Rennfahrer Niki Lauda gemeinsam mit der Fluggesellschaft Condor für 38 Maschinen der Air Berlin und ihrer Tochter Niki ein Angebot abgeben. An diesem Freitag endet die Bieterfrist. Es gibt eine Reihe von Interessenten für die Airline, deren Flugbetrieb sich nach zahlreichen Ausfällen in den vergangenen Tagen am Donnerstag wieder normalisiert.

Die Aktien von Krones stiegen mit plus 4,7 Prozent auf den höchsten Stand seit Anfang Juni. Der Hersteller von Getränkeabfüllanlagen habe sich auf einer Kapitalmarktveranstaltung erneut als Innovationsführer herauskristallisiert, schrieb Analyst Peter Rothenaicher von der Baader Bank. Die Krones-Papiere hatten bis Mitte des Jahres mit plus 30 Prozent zu den besten MDax-Werten gezählt, bevor die Anleger einen Gang herausgenommen hatten.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,18 Prozent am Vortag auf 0,19 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,07 Prozent auf 142 Punkte. Der Bund-Future tendierte stabil bei 162 Punkte. Der Euro kostete zuletzt 1,1881 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,1979 Dollar festgesetzt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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