Dax 15.9.
Der Dax meistert den Hexentanz

Der Hexensabbat kann den Dax nicht schocken – eine klare Richtung findet der Leitindex bis zum Handelsschluss trotzdem nicht. Verlierer der Woche sind deutsche Energiekonzerne, die starke Einbußen hinnehmen müssen.
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FrankfurtDer deutsche Leitindex kam am Hexensabbat nicht vom Fleck. Zu groß war die Vorsicht der Börsianer. So schloss der Dax mit einem Minus von 0,17 Prozent. Auf Wochensicht verbuchte der Dax ein Plus von 1,7 Prozent, womit sich der Aufwärtstrend im saisonal sonst schwachen Börsenmonat September fortsetzte.

Trotz des Auslaufens verschiedener Futures und Optionen zur Mittagszeit wollten sich die von Anlegern erwarteten herbstlichen Kursturbulenzen nicht einstellen. Zu den Uhrzeiten der Verfallstermine waren Kursausschläge zwar wahrnehmbar, jedoch nicht richtungsweisend. Die zweite Frankfurter Reihe, der MDax, ging mit einem leichten Minus von 0,1 Prozent aus dem Handel. Der Technologiewerte-Index TecDax zeigte sich bei Handelsschluss unverändert. Der Leitindex der Eurozone EuroStoxx 50 verzeichnete ein Minus von 0,3 Prozent.

Der erneute Raketentest Nordkoreas führte auf Anlegerseite zu sorgenvollen Mienen. Größere Kapitalverschiebungen in die sicheren Häfen von Gold & Co. blieben dennoch aus. „Die Börsianer warten jetzt auf die Reaktionen der USA und des UN-Sicherheitsrats“, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. „Die Androhung eines Militärschlags hätte sicherlich größere Auswirkungen auf die Börsen.“

Für zusätzliche Verunsicherung sorgten Meldungen über eine Explosion in der Londoner U-Bahn.

Lufthansa-Anleger blickten derweil mit Spannung auf die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin. Am Nachmittag lief die Frist zur Einreichung von Übernahmeangeboten aus. Air-Berlin-Sprecher Ralf Kunkel berichtete vom Eingang mehrerer Offerten, die jetzt detailliert ausgewertet würden. Namen nannte Kunkel nicht. Am Freitag bestätigte neben der Lufthansa das Berliner Logistikunternehmen Zeitfracht das Einreichen eines Angebots. Bis zur endgültigen Entscheidung über den Zuschlag – die am 25. September getroffen wird – müssen sich die Aktionäre noch einige Tage gedulden.

Zuletzt trieb der Bieterkampf die gebeutelten Air Berlin-Aktien in ungewohnte Höhen: Nach einem donnerstäglichen Plus von 36 Prozent legten sie zunächst um weitere 17 Prozent zu. Gegen Mittag folgte dann allerdings eine scharfe Gegenbewegung, die in ein abschließendes Minus von knapp 12 Prozent mündete.

Bei den Konjunkturdaten lohnte sich am Freitag ein Blick nach Übersee: In den USA waren die Einzelhandelsumsätze überraschend gefallen. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Umsätze um 0,2 Prozent. Führende Volkswirte hatten mit einem Zugewinn von 0,1 Prozent gerechnet. Folge der Umsatzeinbußen war ein uneinheitlicher Handelsstart an der New York Stock Exchange.

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  • Schon mehrmals wurde das alte Tier gesund gespritz, es ist eine Schande wie mit maroden Tieren umgegangen wird. Jetzt sieht der alte Dax auch noch Hexen, offenbar wurden wieder Opiate gegeben. Schande, Schande und Asche ins Haar.

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