Dax 15.9.
Der Dax meistert den Hexentanz

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Deutsche Energiekonzerne im Abwärtssog

Der Euro profitierte vom geschwächten Dollar und bewegte sich bei Börsenschluss auf einem Niveau von 1,197 US-Dollar. Die magische 1,20-Marke blieb im Tagesverlauf unangetastet. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1963 US-Dollar fest.

An der Themse nahm unterdessen die Pfund-Rallye kein Ende: Die britische Währung war mit 1,3548 Dollar zeitweise so teuer wie zuletzt vor fast eineinhalb Jahren. Unter der resultierenden, mangelnden Konkurrenzfähigkeit britischer Warten auf dem Weltmarkt litt auch der Londoner Auswahlindex: Der FTSE manifestierte seinen Abwärtstrend und notierte bei Börsenschluss bei 1,1 Prozent im Minus.

Der kometenhafte Aufstieg der Kryptowährungen hingegen scheint seinen Zenit vorerst überschritten zu haben: Rund 24 Stunden nach dem Konkurrenten BTC China verkündete die Bitcoin-Börse ViaBTC ihr Aus zum Monatsende. Medienberichten zufolge will die Regierung in Peking den Handel mit virtuellen Währungen komplett verbieten. Vor diesem Hintergrund fiel der Bitcoin-Kurs auf ViaBTC am Freitag um etwa 14 Prozent auf 18.450 Yuan (2819 Dollar). Auf der Handelsplattform BitPoint stürzte er sogar um fast 30 Prozent auf 2767,85 Dollar ab.

Bei den Einzelwerten beklagten vor allem die deutschen Energieversorger überdurchschnittliche Verluste. Letzte Woche noch hochgelobt von Börsenexperten der Deutschen Bank, sorgte jetzt eine kritische Studie der Société Générale für einen Kursverfall: Uniper-Aktien gaben um 2 Prozent nach, Scheine von RWE um 1,1 Prozent und Eon-Anteile um 0,5 Prozent. Auch Innogy verlor 1,4 Prozent.

Der Kupferproduzent Aurubis zählt mit einem Minus von 0,9 Prozent ebenfalls zu den Verlierern des Tages. Es sei ungewiss, ob der Konzern seine starke operative Entwicklung 2018 fortsetzen könne, schrieb Analyst James Gurry und reduzierte seine Gewinnprognosen.

Goldjunge des Frankfurter Parketts war in dieser Woche das Münchner Unternehmen Siltronic. Die Papiere des Wafer-Herstellers gewannen während der letzten Woche über 10 Prozent an Wert. Siltronic-Aktionäre dürfen sich zudem erstmalig auf eine Dividendenausschüttung freuen. 40 Prozent des Konzerngewinns will das Unternehmen seinen Anteilseignern künftig zuteil werden lassen.

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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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  • Schon mehrmals wurde das alte Tier gesund gespritz, es ist eine Schande wie mit maroden Tieren umgegangen wird. Jetzt sieht der alte Dax auch noch Hexen, offenbar wurden wieder Opiate gegeben. Schande, Schande und Asche ins Haar.

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