Dax aktuell
Börsenbarometer auf neuen Rekordhochs

Gleich zwei neue Allzeithochs gab es am heutigen Handelstag an den Aktienmärkten. Nicht nicht nur der deutsche Leitindex Dax, sondern auch sein kleiner Bruder erreichte eine historische Bestmarke.
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FrankfurtDer deutsche Aktienmarkt hat sich zur Wochenmitte in Rekordlaune präsentiert. Sowohl der Leitindex Dax als auch der MDax, in dem die Papiere mittelgroßer Unternehmen vertreten sind, erreichten am Mittwoch Bestmarken. Aktuell gibt die Wall Street mit immer neuen Höchstständen den Takt für die Börse hierzulande vor.

Der Dax stand zum Handelsschluss 0,40 Prozent höher bei 13 043 Punkten - die bislang höchste Notierung zum Handelsende. Am Vormittag hatte das Börsenbarometer bei gut 13 094 Punkten den höchsten Stand seiner fast 30-jährigen Geschichte erreicht.

Der MDax ging mit einem Plus von 0,4 Prozent und 26 310 Punkte aus dem Handel. Der Technologiewerte-Index TecDax zog um 0,2 Prozent auf 2519 Punkte an. Der Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 legte etwas moderater zu.

„Die Grundlagen für eine Fortsetzung der Rally sind auf jeden Fall gegeben - eine positive Stimmung an den Märkten sowie ein schwächerer Euro“, schrieb der Analyst Milan Cutkovic vom Handelshaus Axitrader. Eine schwache Gemeinschaftswährung kann den Exporteuren das Leben erleichtern.

Unter den Favoriten im Dax stiegen die Anteilsscheine von ProSiebenSat.1 um 1,8 Prozent. Die Analystin Laurie Davison von der Deutschen Bank schrieb in einer Branchenstudie zu europäischen TV-Gesellschaften, dass sich das Werbegeschäft in Deutschland und Großbritannien zuletzt verbessert habe. Am Index-Ende fielen die Papiere der Deutschen Börse um 1,9 Prozent, nachdem Warburg Research die Kaufempfehlung für die Aktien einkassiert hatte.

Zudem präsentierte Zalando bereits frische Zahlen zum abgelaufenen dritten Quartal. Der Onlinemodehändler hatte zwar noch einmal sein Wachstumstempo beschleunigt. Hohe Investitionen zum Ausbau des Geschäfts jedoch drückten stärker auf das Ergebnis als die meisten Experten angenommen hatten. Die Aktien waren im frühen Handel um bis zu 4,76 Prozent auf den tiefsten Stand seit Anfang Oktober abgesackt. Zuletzt erholten sich die Papiere wieder etwas.

Die Anteilsscheine von Dürr büßten 0,7 Prozent ein. Der Anlagen- und Maschinenbauer wird zwar beim Auftragseingang immer zuversichtlicher. Anleger könnten jedoch argumentieren, dass das Unternehmen Aufträge zulasten der Margen annimmt, nannte ein Händler einen möglichen Grund für das Kursminus.

Für die Anteilsscheine von Borussia Dortmund ging es um mehr als drei Prozent nach unten. Dem aktuellen Bundesliga-Primus droht nach einer blamablen Vorstellung bei Außenseiter Apoel Nikosia das vorzeitige Aus in der Champions League. Drei Tage nach der Niederlage gegen RB Leipzig musste das Team von Trainer Peter Bosz beim 1:1 auf Zypern einen weiteren schweren Rückschlag hinnehmen. „Wenn die Dortmunder so früh schon ausscheiden, entgehen ihnen Millioneneinnahmen“, sagte ein Händler.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,18 Prozent am Vortag auf 0,19 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,08 Prozent auf 141,62 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,23 Prozent auf 162,24 Punkte. Der Euro kostete zuletzt 1,1760 US-Dollar. Der Dollar kostete damit 0,8503 Euro. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,1759 (Montag: 1,1803) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8504 (0,8472) Euro gekostet.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Herr Helmut Metz@Der Wert einer Sache ist genau so hoch, wie ein Anderer für die Sache bezahlen will.

  • @ Toni Ebert + Peter Spiegel

    Und was hat das jetzt mit Aktien zu tun?? ;-)
    Ich schreibe etwas über Aktien, und als "Austrian" bin ich der Wahrheit verpflichtet. Die WILL aber in Wirklichkeit keiner hören, denn wenn Sie die Wahrheit aussprechen, dann fühlt sich das nicht gut an; es ist keine "Wohlfühl-Wahrheit", sondern eine "Schlechtfühl-Wahrheit" - und deshalb können Sie sogar Probleme bekommen, wenn Sie es tun. Also ist es auch als Ökonom und Politiker wesentlich bequemer (wenn man an die Macht will sowieso), die Wahrheit NICHT auszuspechen. Man kann mit ihr keinen Blumentopf gewinnen - ganz im Gegenteil.
    Und genau deshalb haben auch die Deutschen die Volksvertreter, die sie haben - die sind letztlich nichts anderes als ein Spiegelbild der Gesellschaft.
    Nun zu den Aktien: "Aktienkurse können aus zwei Gründen steigen. Einerseits indem mehr Marktteilnehmer ihre Einschätzung der zukünftigen Unternehmenserträge ändern und höhere Gewinne antizipieren. Wenn man diese positive Unternehmensentwicklung vor anderen gesehen hat, gewinnt die eigene Anlage (...) an Bewertung. Die höhrern Preise entsprechen dann Kaufangeboten anderer, die ihren Fehler erkannt haben. Der heute überwiegende Grund der Kurssteigerungen liegt jedoch in der Entwertungsflucht der Anleger." (R. Taghizadegan et al.: Österreichische Schule für Anleger, München: FinanzBuch Verlag, 2014, S. 29)
    Die Ursache der Kurssteigerungen ist also zutiefst UNGESUND.
    Wollen Sie das aber wirklich hören??

  • Herr Toni Ebert@ Hier können Sie , die etwas zu sagen haben,doch nicht wählen
    sondern nur die, die nichts zu sagen haben.

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