Dax aktuell Dax schließt nah am Rekordhoch

In Erwartung einer starken Bilanzsaison steigen Anleger bei Aktien ein. Der Dax bewegt sich nahe am Allzeithoch. Der TecDax erreichte ein neues Hoch seit 2001. Gefragt: Papiere von Adidas und Thyssen-Krupp.
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Schafft der Dax einen weiteren Rekordwert?

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FrankfurtDer Dax kletterte am Freitag um 1,2 Prozent auf 13.434 Punkte. Damit schloss das Börsenbarometer weniger als 100 Punkte vom Allzeithoch entfernt. Dieses erreichte der Dax im November vergangenen Jahres. Der EuroStoxx50 notierte mit 3649 Stellen 0,8 Prozent höher. Der MDax zog um 0,9 Prozent auf 27.455 Punkte an. Der TecDax gewann 0,7 Prozent auf 2703 Zähler und verzeichnete im Laufe des Tages sogar den höchsten Stand seit 2001. „Dass der Dax die Stärke trotz eines Euro weiter in der Nähe der 1,23er-Marke zum Dollar entwickelt, ist ein starkes Signal“, sagte Marktanalyst Jochen Stanzl vom Brokerhaus CMC Markets.

Genährt wurde der Grundoptimismus der Anleger unter anderem von der am Donnerstagnachmittag vorgelegten BASF-Bilanz. Der Chemiekonzern steigerte seinen Gewinn überraschend stark um ein Drittel. Dies sei ein gutes Omen für die Berichtssaison zum vierten Quartal 2017, sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTrader. BASF-Titel stiegen um bis zu 2,8 Prozent auf ein Rekordhoch von 98,80 Euro.

Auch die Adidas-Papiere waren gefragt. So verteuerten sich die Aktien des Sportherstellers im Laufe des Tages um 6,9 Prozent auf knapp 183 Euro uns waren der begehrteste Wert im Leitindex.

Die Aktien Thyssenkrupp, die sich um 4,5 Prozent auf 26,30 Euro verteuerten, gehörten ebenfalls zu den Lieblingen der Investoren. Firmenchef Heinrich Hiesinger versuchte auf der Hauptversammlung, seine Kritiker zu besänftigen und stellte eine höhere Dividende in Aussicht. Großaktionäre drängen den Mischkonzern zu einem umfassenden Umbau.

Ein enttäuschendes Weihnachtsgeschäft der Elektronikhändler Saturn und Media Markt brockte der Mutter Ceconomy den größten Kurssturz seit sechs Jahren ein. Die Aktien fielen um bis zu 13,4 Prozent. Der operative Gewinn liege mit 260 Millionen Euro 20 Prozent unter seinen Erwartungen, schrieb Analyst Volker Bosse von der Baader Helvea Bank in einem Kommentar.

Am Rohölmarkt fiel der Preis für Nordsee-Sorte Brent um gegen Abend um ein Prozent auf 68,6 Dollar je Barrel (159 Liter). Der Internationalen Energieagentur zufolge wird der starke Anstieg der US-Produktion mögliche Ausfälle in Mexiko oder Venezuela mehr als ausgleichen. Die USA machten mit einer Fördermenge von bald mehr als zehn Millionen Barrel pro Tag Saudi-Arabien und Russland den Rang als weltgrößtes Förderland streitig.

Am Devisenmarkt blieb der Euro mit einem Kurs von 1,2237 Dollar zwar auf Tuchfühlung mit ihrem Drei-Jahres-Hoch, die Beeinträchtigung der Wettbewerbsfähigkeit heimischer Firmen durch die Aufwertung der vergangenen Monate blendeten Investoren aber aus.

In den kommenden Handelstagen steht im Fokus der Anleger die Fahrt aufnehmende Berichtssaison, wobei aus Deutschland zunächst wenige Unternehmenszahlen zu erwarten sind. Dazu kommen einige Konjunkturdaten sowie die Sitzungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der japanischen Notenbank.

Vor allem wegen politischer Unsicherheiten könnte sich der deutsche Leitindex weiter orientierungslos zeigen, glaubt Analystin Claudia Windt von der Landesbank Helaba. Sie verweist auf den Sonderparteitag der SPD, der schon am Sonntag darüber entscheidet, ob die Partei Verhandlungen mit CDU und CSU zur Bildung einer Koalition aufnimmt - der Ausgang der Abstimmung ist ungewiss.

Optimistischer als die Helaba-Expertin zeigt sich hingegen Chefstratege Robert Greil von Merck Finck Privatbankiers. Er betont, dass sich der Dax „Schritt für Schritt“ an sein Rekordhoch „heranpirscht“. Insgesamt sei die Anlegerstimmung trotz Eurostärke, politischer Risiken und der jüngsten Stagnation an den europäischen Aktienmärkten „extrem gut“, pflichtete ihm Analyst Michael Bissinger von der DZ Bank bei. „Allerdings könnte man einwenden, dass die Stimmungsindikatoren so positiv sind, dass sie bereits wieder zur Vorsicht animieren sollten.“

Derweil warnt Aktienmarktstratege Markus Wallner von der Commerzbank vor den negativen Auswirkungen, die der hohe Eurokurs im Schlussquartal 2017 wohl auf die Geschäftszahlen der deutschen Unternehmen gehabt hat. Hält sich die Gemeinschaftswährung auf dem derzeitigen Niveau, dann kommt es laut Wallner im ersten Quartal 2018 noch dicker für die exportstarken hiesigen Firmen. Denn in diesem Fall dürften die Analysten ihre Gewinnschätzungen weiter nach unten revidieren. Ein starker Euro kann hiesige Produkte für Käufer außerhalb dieses Währungsraums verteuern.

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1 Kommentar zu "Dax aktuell: Dax schließt nah am Rekordhoch"

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  • DAX AKTUELL
    Dax marschiert nach oben

    ...........................

    Dax marschiert nach oben BIS AUF DIE SPITZE DEs BERGES... UND DANN FÄLLT ES TIEF IN DIE TIEFE ?


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