Dax aktuell Leitindex schließt über der Marke von 13.000 Punkten

Politische Krisen wie den Nahost-Konflikt schüttelt das deutschen Börsenbarometer locker ab und geht mit einem Plus aus dem heutigen Handelstag. Doch reicht es noch für eine - zumindest kleine - Weihnachtsrally?
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Steinhoffs Abwärts-Strudel erreicht EZB

Steinhoffs Abwärts-Strudel erreicht EZB

FrankfurtWährend der Dax am Donnerstag knapp über Marke von 13.000 Punkten den Handel beendete, lässt Bitcoin neue Hürde problemlos hinter sich. Die Kryptowährung schnellte innerhalb von 24 Stunden um rund 4000 Dollar auf mehr als 16.500 Dollar nach oben.

Von solcher Euphorie konnten Anleger an den europäischen Börsen nur träumen. „Der deutsche Leitindex nimmt den Begriff der 'stillen Vorweihnachtszeit' wörtlich“, sagte Analyst Martin Utschneider von der Privatbank Donner & Reuschel.

Denn der deutsche Leitindex gab zum Handelsschluss einen Teil seiner zwischenzeitlich bescheidenen Gewinne wieder ab: Mit einem Plus von 0,36 Prozent auf 13 045 Punkte beende er den Börsentag. Er ist nun seit Mitte November in einer engen Handelsspanne zwischen 12 800 und 13 200 Punkten gefangen.

Die Tops und Flops im November

RIB SOFTWARE SE NAMENS-AKTIEN EO 1

WKN
ISIN
DE000A0Z2XN6
Börse
FSE

+3,06 +12,52%
+27,28€
Chart von RIB SOFTWARE SE NAMENS-AKTIEN EO 1
RIB Software
1 von 20

Nach einer monatelangen Kursrallye ist RIB Software aus Stuttgart im November deutlich nachgegeben. Die Papiere des Anbieters von Programmen für die Enterprise-Ressourcenplanung und das Bauwesen mussten einen Kursverlust von 9,1 Prozent hinnehmen. Schuld waren Analysten zufolge unter anderem Gewinnmitnahmen früh eingestiegener Investoren.

HUGO BOSS AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A1PHFF7
Börse
FSE

+0,68 +0,94%
+73,08€
Chart von HUGO BOSS AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Hugo Boss
2 von 20

Nach schwierigen Zeiten meldet sich der Mode-Konzern zurück. Das Geschäft wächst wieder, sowohl in den Boutiquen als auch im Online-Handel. Schlüsselmärkte wie Großbritannien, China und nach zwei Jahren auch wieder die USA entwickeln eine positive Dynamik. Auf Jahressicht verteuerten sich die Scheine des vor allem als Herrenausstatter bekannten Unternehmens aus der schwäbischen Alb um ein Fünftel. Einige Analysten gaben nach der Bilanzvorlage zum Monatsanfang Kaufempfehlungen, andere wiederum senkten den Daumen. Im schwierigen November überwog der Verkaufsdruck, Hugo-Boss-Aktien verloren 10,1 Prozent.

DUERR AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005565204
Börse
FSE

-2,45 -2,29%
0,00€
Chart von DUERR AG INHABER-AKTIEN O.N.
Dürr
3 von 20

Die Dürr AG mit Sitz in Stuttgart ist ein börsennotierter Maschinen- und Anlagenbauer. Der November brockte der südwestdeutschen Vorzeigefirma ein dickes Minus ein, 10,6 Prozent ging es abwärts.

PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000PSM7770
Börse
FSE

+0,43 +1,34%
+32,40€
Chart von PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE NAMENS-AKTIEN O.N.
Pro Sieben Sat 1
4 von 20

Auf die Liste der schlechtesten November-Werte aus Dax, MDax und HDax schafft es auch der schlechteste Dax-Titel des Jahres. Im März 2016 in die oberste Deutsche Börsenliga aufgestiegen, bleibt das Parkett für den Medienkonzern rutschig. 2017 sackte der Kurs um mehr als ein Viertel ab. Zur Monatsmitte machten die Münchener mit der Demission ihres Vorstandsvorsitzenden von sich reden. Thomas Ebeling musste seinen Hut nehmen, nachdem er intern schwierige Aussagen über die eigenen Zuschauer machte. Anleger griffen nach der Meldung zu, im Anschluss half auch noch eine Heraufstufung durch einen JPMorgan-Analysten. Mit 10,7 Prozent im November blieb das Minus aber deutlich.

MEDIGENE AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A1X3W00
Börse
FSE

-0,87 -4,70%
+17,65€
Chart von MEDIGENE AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Medigene
5 von 20

Abwärts ging es auch für das Biotechnologie-Unternehmen Medigene. Im November stand hier ein Minus von 11,5 Prozent.

FRESENIUS SE & CO. KGAA INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005785604
Börse
FSE

-0,02 -0,03%
+63,50€
Chart von FRESENIUS SE & CO. KGAA INHABER-AKTIEN O.N.
Fresenius
6 von 20

Der schlechteste Dax-Wert des Monats könnte vom Profil her auch in den TecDax passen, zumindest von der Branche her. Freilich ist er dafür aber viel zu groß: Fresenius. Die Jahresperformance ist knapp negativ, trotz Gewinnsprung und Erreichen der Jahresziele. Den Aktionären stößt die letzte Herabstufung des Krankenhausbetreibers und Medizintechnikers auf. Da konnte auch das öffentliche Nachdenken über eine solide Dividendenerhöhung die Anleger nicht milde stimmen. Die Papiere verloren im November unterm Strich 15,5 Prozent

SMA SOLAR TECHNOLOGY AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A0DJ6J9
Börse
FSE

-0,10 -0,22%
+46,98€
Chart von SMA SOLAR TECHNOLOGY AG INHABER-AKTIEN O.N.
SMA Solar
7 von 20

Für den Solaranlagenbauer ging es in einem schwierigen Marktumfeld im November ebenfalls weiter abwärts. Vor allem die Konkurrenz durch billige Sonnenpanele aus China vermiest das Geschäft. Ganze 15,8 Prozent ging es abwärts.

Die Experten des Börsenstatistik-Magazins Index-Radar rechnen bestenfalls mit einer Fortsetzung dieser Entwicklung. Der Dax könne allerdings weiterhin auch aus der aktuellen Stagnationsphase nach unten ausbrechen, warnten sie.

Aktuell zeige sich der Dax unbeeindruckt von der möglichen Eskalation politischer Krisen, ergänzte Analyst Timo Emden vom Research-Dienst DailyFX Deutschland. Die Stimmung könnte jedoch schneller kippen als gedacht und erneut für einen kräftigen Dämpfer sorgen. Emden verwies auf Nordkorea sowie die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, was auf massive Kritik vor allem in der arabischen Welt stieß.

Für den deutschen Technologiewerte-Index TecDax ging es am Donnerstag um 0,5 Prozent auf 2488 Zähler hoch. Der Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 stieg um 0,3 Prozent auf 3571 Punkte.

Experten verweisen mit Blick auf die US-Börsen unter anderem auf den drohenden Regierungsstillstand in den USA. Wenn der US-Kongress die Verschuldungsobergrenze nicht in den kommenden Tagen anhebt, könnte dem Finanzministerium das Geld ausgehen. Beamte würden dann in unbezahlten Zwangsurlaub geschickt.

Nervös machten Anleger auch die scharfen Worte Nordkoreas. Die südkoreanisch-amerikanischen Militärmanöver und die Drohungen der USA mit einem Präventivschlag ließen keinen anderen Schluss zu als Krieg, so das nordkoreanische Außenministerium am Mittwoch. „Die Stimmung könnte schneller kippen als gedacht und dem Dax erneut einen kräftigen Dämpfer verpassen“, sagte Analyst Timo Emden vom Brokerhaus IG.

Dennoch halten einige Experten eine Jahresendrally für möglich. „Es besteht immer noch eine gute Chance auf eine kleine Weihnachtsrally“, sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. „Realistisch betrachtet dürfte es für den ganz großen Sprung aber nicht reichen, da das starke Börsenjahr 2017 die Anleger immer wieder zu Gewinnmitnahmen verführen dürfte.“ Seit Jahresbeginn hat der Dax gut 13 Prozent zugelegt.

Noch deutlich rasanter ging es für Bitcoin nach oben. Die Währung aus dem Internet jagt in der Aussicht auf einen Future der Chicagoer Derivatebörse CBOE von einem Rekord zum nächsten. „Die Stimmung im Cyberwährungsmarkt kocht förmlich über“, sagte Emden. Die CBOE geht mit dem Finanzprodukt, über das auf fallende oder steigende Bitcoin-Kurse gewettet werden kann, am Sonntag an den Markt. Die Lokal-Rivalin CME folgt in der Woche darauf.

„Ewig kann die Kryptowährung nicht in diesem Tempo steigen“, warnte AxiTrader-Experte Cutkovic. „Die Angst der Spekulanten, dass sie den nächsten rapiden Kursanstieg verpassen werden, verhindert aber größere Korrekturen und hält die Nachfrage stabil.“

Im deutschen Nebenwerte-Index MDax drückten Panik-Verkäufe die Aktien von Steinhoff um weitere 43 Prozent. Damit summiert sich der Kursverlust seit Wochenbeginn auf etwa 80 Prozent. Wegen des Verdachts der Bilanzfälschung verlor der nach Ikea weltweit zweitgrößte Möbelhändler mehr als elf Milliarden Euro an Börsenwert. Dies entspricht in etwa der gesamten Marktkapitalisierung des Dax-Konzerns RWE.

In London stiegen Ladbrokes dagegen um knapp 30 Prozent - so stark wie noch nie. Der Rivale GVC will den britischen Buchmacher für umgerechnet 4,4 Milliarden Euro übernehmen. GVC stiegen auf ein Rekordhoch von 992 Pence. Analyst Neil Wilson vom Broker ETX Capital bezeichnete den Deal als sinnvoll. GVC sei groß im wachstumsstarken Online-Geschäft, während Ladbrokes über einen guten Namen und zahlreiche Wettbüros verfüge.

Hier geht es zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier gibt es die aktuellen Tops & Flops im Dax. Aktuelle Leerverkäufe von Investoren finden Sie in unserer Datenbank zu Leerverkäufen.

  • rtr
  • dpa
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1 Kommentar zu "Dax aktuell: Leitindex schließt über der Marke von 13.000 Punkten"

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  • DAX AKTUELL
    Leitindex erobert 13.000 Punkte zurück
    Datum:
    07.12.2017 13:25 Uhr
    Der Kampf des Dax um die 13.000 Punkte geht weiter. Politische Krisen wie den Nahost-Konflikt schüttelt das deutschen Börsenbarometer locker ab

    ..........

    Was Trump am 06.12.2017 mit Jerusalem entscheidung begonnen hat ist der DRITTER WELTKRIEG !

    Doch NOCH LACHEN ALLE über meine Aussage !

    Der DAX ist eine Blase des höchsten Grades und wird als erste platzen.

    Dem DOW JONES hat TRUMP am 06.12.2017 den TODESSTOSS für das steigen gegeben !

    Nun lacht alle mal schön.

    Schon die Gruppe DIE DOOFEN singen : Nun lach doch mal.

    Ich ergänze dazu : Solange Ihr noch könnt !

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