Dax aktuell Schwacher Euro hilft Dax - Nordkorea-Konflikt bremst

Der deutsche Leitindex schließt knapp unter der Marke von 13.000 Punkten. Zu den großen Verlierern zählen die Aktien der deutschen Banken.
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„Die Hoffnung stirbt zuletzt“ – Zuversicht nach neuen Iran-Gesprächen

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FrankfurtDie erneute Abwertung des Euro hat die europäischen Börsen am Mittwoch gestützt. Wegen der drohenden Absage des Gipfels zwischen den USA und Nordkorea und Spekulationen über die finanzpolitischen Pläne der künftigen italienischen Regierung scheuten sie allerdings größere Käufe.

Der Dax ging mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 12.996 Punkten aus dem Handel. Der Euro fiel zeitweise auf ein Fünf-Monats-Tief von 1,1765 Dollar und verbesserte dadurch die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Firmen auf dem Weltmarkt.

Wegen eines gemeinsamen Manövers der USA mit Südkorea sagte Nordkorea ein geplantes Treffen mit Vertretern der Regierung in Seoul ab. Außerdem stellte das Land das für den 12. Juni geplante Treffen zwischen dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump infrage. „Es zeigt sich wieder einmal, wie schwierig dieser Friedensprozess werden wird“, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners.

Die Analysten der Bank JPMorgan wiesen auf einen weiteren Aspekt hin: Sollten die Gespräche scheitern, bestehe das Risiko einer Verschärfung des Handelsstreites zwischen den USA und China, weil Trump dann nicht mehr auf die Regierung in Peking als Verbündeten in den Nordkorea-Verhandlungen angewiesen sei.

Kopfschütteln löste bei Börsianern ein Medienbericht aus, demzufolge die populistische 5-Sterne-Bewegung und die rechtsextreme Lega, die über die Bildung einer neuen italienischen Regierung verhandeln, die Europäische Zentralbank (EZB) um den Erlass von Schulden in Höhe von 250 Milliarden Euro bitten wollen. Das ist mehr als die Hälfte der von der EZB im Rahmen ihres Ankaufsprogramms erworbenen italienischen Titel.

„Das ist lächerlich“, sagte Anlagestratege Lyn Graham-Taylor von der Rabobank. „Damit kommen sie nicht durch.“ Der wirtschaftspolitische Sprecher der Lega betonte, das Thema Schuldenerlass sei nicht in einem offiziellen Entwurf für das Regierungsprogramm enthalten.

Einige Anleger gingen dennoch auf Nummer sicher und trennten sich von italienischen Staatsanleihen. Dies trieb die Rendite der zehnjährigen Titel zeitweise auf ein Zwei-Monats-Hoch von 2,015 Prozent. Die Verkaufswelle am Bondmarkt riss auch die italienischen Banken mit, die zahlreiche Staatspapiere halten. Der dortige Branchenindex gab ein Prozent nach, ebenso sein Pendant für die Euro-Zone. Die Aktien der Deutsche Bank und der Commerzbank rutschten um 2,9 sowie 5,9 Prozent ab.

Daneben rückte die Pfandbriefbank ins Rampenlicht. Der Bund verkaufte fast seinen kompletten Anteil am Nachfolge-Institut der Hypo Real Estate, dem der Staat in der Finanzkrise mit Milliarden unter die Arme greifen musste. Die Aktien der Pfandbriefbank verloren fünf Prozent. Der Kursrutsch werde aber sicher nur von kurzer Dauer sein, sagte ein Börsianer. Da vorerst keine weitere größere Platzierung zu erwarten sei, könnten einige Investoren die Gelegenheit zum Einstieg nutzen.

Die Titel von Alstom stiegen dagegen in Paris um bis zu 6,9 Prozent auf ein Sieben-Jahres-Hoch von 41,45 Euro. Der französische Technologiekonzern steigerte seinen operativen Gewinn um 22 Prozent. Auch der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr sei vielversprechend, lobten die Analysten des Vermögensberaters Kepler Cheuvreux.

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1 Kommentar zu "Dax aktuell: Schwacher Euro hilft Dax - Nordkorea-Konflikt bremst"

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  • Das arme kleine Tier, der Dax, kann einem leid tun, seit Jahren muß er auf der gleichen Stelle springen.
    Er springt und springt und hat keinen Profit, wie der verarmte Aktionär, der jedes Jahr kalte Wurst bekommt.

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