Dax am 04.04.2018 Zollstreit schockt Börsianer – Dax gelingt glimpfliches Ende

Die Pekinger Replik auf die trumpschen Strafzölle könnte sich zum Handelskrieg hochschaukeln. Die Angst davor treibt die Anleger vom Parkett.
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FrankfurtEuropas Märkte sind zur Wochenmitte abgerutscht, Amerikas taten es ihnen gleich. Empfindlich und verschreckt reagieren die Anleger am Mittwoch auf die zunehmende Eskalation zwischen den Vereinigten Staaten und China in Sachen Strafzöllen. Inzwischen liefern sich beide Regierungen einen protektionistischen Schlagabtausch, verkünden im Wechsel Gebühren für hunderte Waren. Erst im Späthandel verdauten Anleger die neueste Episode dieser unappetitlichen Geschichte. Am Ende kam der Dax mit einem Minus von 0,4 Prozent und einem Stand von 11.957 Punkten glimpflich davon.

Zeitweise hatte der Dax 1,8 Prozent und mehr als 200 Punkte verloren. Ähnlich erging es dem Euro-Stoxx-50, der letztlich 0,2 Prozent tiefer schloss bei 3340 Punkten. Die Wall Street in New York war mit Abschlägen von nahezu zwei Prozent in den Handel gestartet. Zum Frankfurter Börsenschluss lief der Dow Jones noch 0,6 Prozent leichter bei 23.898 Punkten. Der S&P gab 0,3 Prozent nach, die Tech-Börse Nasdaq lediglich 0,1 Prozent

Am Dienstag noch war der Dow 1,6 Prozent in die Höhe geklettert, es war der Versuch eines Ausrufezeichens. Die Gegenbewegung schmolz binnen Minuten. Doch da hatte Peking noch nicht den Ball aufgenommen und zurückgespielt, den die Trump-Regierung mit der Ankündigung, man wolle auf 1300 chinesische Produkte Strafzölle erheben, ins Rollen gebracht hatte.

Washington will Einfuhren aus Fernost – darunter auch Hightech-Produkte – im Wert von bis zu 50 Milliarden Dollar mit zusätzlichen Abgaben belegen. Inzwischen ist die Replik aus China da: Zölle auf 106 US-Waren – darunter Sojabohnen, Autos und Chemie-Produkte – sollen ebenfalls 50 Milliarden Dollar bringen.

„Die Annahme war, dass China nicht so aggressiv antworten und eine Eskalation der Spannungen vermeiden würde“, sagte Julian Evans-Pritchard, Ökonom beim Londoner Forschungsinstitut Capital Economics. Allerdings handele es sich bislang nur um Ankündigungen. Noch sei nichts umgesetzt, sagte Evans-Pritchard. Auf dem Parkett aber reichten die Drohungen, zumal es derzeit nicht so aussieht, als ließen sich die beiden Regierungen ohne gemeinsame Gespräche davon abbringen.

Von einem erhöhten Sicherheitsbedürfnis zeugte der Griff nach Gold. Das gern als sicherer Hafen angesteuerte Edelmetall verteuerte sich um 0,8 Prozent auf 1343,3 Dollar.

„In einer ohnehin labilen Börsenlage ist ein Handelskrieg zwischen den Lokomotiven der Weltwirtschaft das letzte, was die Anleger wollen“, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. Hatte Donald Trump lange Zeit stillgehalten – zumindest waren seine protektionistischen Töne im Laufe der Amtszeit seltener geworden und blieben, was sie waren: bloße Töne – und mit der Steuersenkung für US-Unternehmen die Börsianer in Freudentaumel versetzt, ist das protektionistische Drohszenario mit der Durchsetzung der Zölle auf Stahl und Aluminium im März Realität geworden.

„Es ist weiter die Frage offen, ob US-Präsident Donald Trump wirklich bereit ist, eine Eskalation des Handelsstreits zu riskieren oder er nur Stärke zeigen will“, sagte Analyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. „Die Tatsache, dass sein Verhalten unberechenbar ist und es im Weißen Haus schnell zu Stimmungsschwankungen kommt, genügt, um für Verunsicherung auf dem Börsenparkett zu sorgen.“

Die handelspolitischen Muskelspiele zwischen den beiden weltgrößten Wirtschaftsnationen lenkten den Fokus weg von den Inflationsdaten. Dabei waren die März-Preise der Euro-Zone mit Spannung erwartet worden. Wie erwartet ist die Teuerungsrate gestiegen. Nach 1,1 Prozent im Februar betrugt die Preissteigerung im März verglichen zum Vorjahr 1,4 Prozent.

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5 Kommentare zu "Dax am 04.04.2018: Zollstreit schockt Börsianer – Dax gelingt glimpfliches Ende"

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Sven NSA Euro
    04.04.2018, 11:44 Uhr
    Der Herr Trump hat doch auf Handelskrieg orientiert, nicht auf Handelsstreit. Schlecht recherchiert Herr Stampoulis.

    ...................................................
    Er war nicht mit so dabei wie Sie vor Ort, woher sollte er das so genauso gut wissen wie Sie ?

    Bestimmt reden Sie jeden Tag persönlich mit Herr Trump ?

    Fraglich ob Herr trump Ihnen Antwort gibt geschweige daß sich Herr Trump im gleichen zimmer befindet wie Sie ?

    Oder dann doch Telepatie ???

    Man weiß es nie !

  • MÄRKTE AKTUELL
    Handelsstreit zwischen USA und China drückt Aktienmärkte tief ins Minus
    Die Pekinger Replik auf die trump'schen Strafzölle könnte sich zum Handelskrieg hochschaukeln. Die Angst davor treibt die Anleger vom Parkett.

    ...........................

    Nicht schlimm !

    Bald kommt das schöne wetter und alle gehen ins Freibad.

    DANN IST DAS SCHÖNE WETTER SCHULD DASS DIE AKTIEN FALLEN weil alle lieber ins Freibad gehen anstatt aufs Parkett.

    Und wenn Parkett dann Tanz Parkett mit Partnerin das Geld lieber verpulvern als den DAX in den Rachen zu werfen.

  • Der Herr Trump hat doch auf Handelskrieg orientiert, nicht auf Handelsstreit. Schlecht recherchiert Herr Stampoulis.

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