Dax am 14. November 2017 Die 13.000-Punkte-Marke als Ehrensache

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Ausverkauf bei Henkel und RWE
Zehn Dax-Aktien mit dem höchsten Kurs-Potenzial

DEUTSCHE BANK AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005140008
Börse
L&S

-0,12 -0,93%
+13,35€
Chart von DEUTSCHE BANK AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 10: Deutsche Bank
1 von 12

Die größte Bank Deutschlands, die Deutsche Bank, wird von Analysten überraschend schlecht eingestuft. Die gewichtete Empfehlung liegt bei nur 39 Prozent, lediglich sechs von 33 Analysten würden die Aktie kaufen, so auch die NordLB. Das Kurspotenzial liegt dennoch bei 9,54 Prozent. Die verbesserten Aussichten auf europäisches und globales Wirtschaftswachstum sowie das langsam steigende Zinsniveau stützen nach Expertenmeinung das operative Geschäft. Gleichzeitig erfordere aber die Digitalisierung erhöhte Investitionen.

Quelle ist der Analystencheck des Handelsblattes. Dieser sammelt Einschätzungen verschiedener Banken und Analysten und ermittelt den Durchschnittskurs aller Studien. Dabei handelt es sich um ein gewichtetes Kursziel: Jüngere Analysen werden bei der Berechnung des durchschnittlichen Kurspotenzials stärker gewichtet als ältere.

SAP SE INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007164600
Börse
L&S

+0,55 +0,65%
+84,94€
Chart von SAP SE INHABER-AKTIEN O.N.
Platz 9: SAP
2 von 12

Der deutsche Softwarehersteller SAP ist einer der weltweit führenden Anbieter von Unternehmenssoftware. Die Analysteneinschätzung ist positiv: Von 37 Analysten setzen 29 auf Kaufen. Das Kurspotenzial, das der Aktie zugetraut wird, bringt sie unter die Top Ten: Um durchschnittlich 9,69 Prozent soll sie steigen. Grund dafür soll die jüngste Phase beschleunigten Wachstums sein. Das Anlegerinteresse richte sich nun verstärkt auf Profitabilitätszuwächse. Das wirke sich als Kurstreiber aus. Weniger Personalzuwachs sowie steigende Bruttomargen im Cloudgeschäft sollen in den kommenden 18 Monaten wieder für mehr Rentabilität sorgen.

DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007100000
Börse
L&S

+1,97 +2,82%
+71,45€
Chart von DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 8: Daimler
3 von 12

Das Kurspotenzial der Daimler-Aktie liegt bei 78 Analysten bei 11,1 Prozent. Das gegenüber dem aktuellen Aktienkurs höhere Kursziel wird mit der Aussicht auf die Pläne hinsichtlich des Elektroauto-Geschäfts begründet. Danach sollen deutsche Autobauer den Anteil der Elektrofahrzeuge langfristig steigern. Daraus resultiert ein gesteigerter Bedarf an Batterien und das Risiko von Lieferschwierigkeiten. 43 Analysten setzen auf kaufen.

VONOVIA SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A1ML7J1
Börse
L&S

+1,21 +3,25%
+38,24€
Chart von VONOVIA SE NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 7: Vonovia
4 von 12

Das Vertrauen in die Aktie des Immobilienunternehmens Vonovia ist groß: 18 von 28 Analysten würden sie kaufen kein einziger verkaufen. Die Analyseauswertung bescheinigt ihr ein Kurspotenzial von 11,28 Prozent. Die gewichtete Empfehlung sieht den Kurs bei 40,76 Euro – rund vier Euro über dem aktuellen. Analysten bewerten das neue Kursziel mit erhöhten Prognosen für das operative Ergebnis im kommenden Jahr.

DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005557508
Börse
L&S

+0,37 +2,84%
+13,42€
Chart von DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 6: Deutsche Telekom
5 von 12

Mit einem Kurspotenzial von 15,85 Prozent und 30 von 48 positiven Bewertungen gehört die Aktie der Deutschen Telekom laut Prognose zu den Gewinnern. 17 Analysten setzen auf Halten, nur einer würde verkaufen. Laut gewichteter Empfehlung soll der Kurs auf 18,20 Euro steigen. Das liegt auch daran, dass die Aussichten für den Mobilfunkmarkt besser als erwartet seien, wie ein Analyst der Schweizer Großbank UBS erklärte.

MERCK KGAA INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006599905
Börse
L&S

+0,03 +0,03%
+82,25€
Chart von MERCK KGAA INHABER-AKTIEN O.N.
Platz 5: Merck
6 von 12

Die Merck KGaA ist ein international ausgerichteter Konzern aus Darmstadt, der Hightech-Produkte in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials entwickelt. Zwar wurde das Kursziel vereinzelt abgesenkt, wie etwa beim Analysehaus Kepler, insgesamt fallen die Analysen aber positiv aus. Die Auswertung ergibt ein Kurspotenzial von 16,45 Prozent. Bei 95,26 Euro liegt die Aktie aktuell, auf 110,93 Euro soll sie noch steigen.

COMMERZBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000CBK1001
Börse
L&S

-0,12 -0,88%
+12,86€
Chart von COMMERZBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.
Platz 3: Commerzbank
7 von 12

Auf die Aktie eines der größten Geldhäuser Deutschlands vertrauen nicht so viele Analysten. Nur zwei von 27 geben eine Kaufempfehlung ab, 18 wollen sich nicht festlegen und sieben beurteilen sie negativ. Trotzdem soll der Aktienkurs der Commerzbank nach Auswertung aller Analysen steigen. Das Potenzial liegt bei 18,57 Prozent.

Ansonsten war die Bilanzsaison noch einmal Gesprächsthema. Im Dax neigen sich die ausstehenden Bücher ihrem Ende entgegen, unter den kleineren deutschen Titeln und international steht noch ein ganzer Reigen auf dem Terminplan. Größte Beachtung fanden die Milliardengewinne von RWE. Deutschlands größter Versorger ist nach den schwierigen Jahren der Energiewende mitsamt Milliardenabschreibungen wieder auf Kurs, im dritten Quartal bleiben unter dem Strich 2,2 Milliarden Euro.

Das starke Ergebnis ist zwar nicht zuletzt der vom Bund zurückgezahlten Brennelementesteuer geschuldet, aber auch operativ konnten sich die Essener dank stabiler Strom-Großhandelspreise und Kostensenkungen verbessern. Die Papiere stiegen erst an die Dax-Spitze, ehe sich die Investoren fürs Kassemachen entschieden. RWE-Aktien fielen mit 5,6 Prozent auf den hintersten Platz im Dax.

Fallende Aktienkurse nach Bilanzvorlage musste auch Henkel wegstecken. Der Konsumgüter-Riese profitierte zwar von einer starken Klebstoffsparte, konnte Gewinn und Umsatz im dritten Quartal steigern und erhöhte auch den Gewinnausblick. Doch Analysten hatten noch stärkere Zahlen erwartet, vor allem im Kosmetik-Geschäft. Insgesamt erlöste man mit Pritt, Persil, Schwarzkopf und anderen Gütern 4,98 Milliarden Euro, was ein Plus von 4,9 Prozent ist. Das Ebit-Ergebnis stieg um 7,1 Prozent auf 897 Millionen Euro. Die Scheine aber fielen mit einem deutlichen Abschlag von 4,6 Prozent in die letzte Reihe des Leitindex.

Der dritte Dax-Titel, der am Dienstag seine Bücher öffnete, konnte seine Investoren überzeugen. Infinions Papiere sprangen mit einem Plus von 2,7 Prozent an die Spitze in Frankfurts erster Börsenliga. Die Automobilbranche fragt immer mehr Chips nach, was dem bayerischen Halbleiter-Spezialisten deutlich verbesserte Zahlen beschert. Der Chip-Bauer steigerte im Ende September zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2016/17 seine Erlöse um neun Prozent auf knapp 7,1 Milliarden. Das operative Ergebnis stieg um ein knappes Viertel auf 1,2 Milliarden. Die Zahlen wären noch besser ausgefallen, doch im letzten Quartal verhinderte dies ein schwächerer Dollar.

Im TecDax verloren Nordex 3,5 Prozent. Der Windkraft-Zulieferer kämpft mit den Problemen der Branche, Nordex-Chef José Luis Blanco sprach von einem Einbruch der Bestellungen und kappte die Umsatzziele für das laufende Jahr. „Wir erwarten auch 2018 einen Rückgang der Nachfrage“, sagte er. Erst ab 2019 könnten die Geschäfte wieder anziehen, in Deutschland sogar erst ab 2020. Mit einer Jahres-Performance von minus 63 Prozent ist Nordex das schwächste Papier der gesamten Dax-Familie: Dax, TecDax, MDax und SDax.

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1 Kommentar zu "Dax am 14. November 2017: Die 13.000-Punkte-Marke als Ehrensache"

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  • Nach dem Husarenritt des Dax mehren sich die Unkenrufe wie das Tier in übelster Weise missbraucht wird. Wie kann man den Dax reiten lassen obwohl er mit Morphium behandelt würde ?

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