Dax am 23. Februar Dax schließt mit leichtem Gewinn

Nach zwischenzeitlichen Schwierigkeiten schließt der Dax doch noch in der Gewinnzone. Besonders Eon-Papiere sind heiß begehrt.
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Trotz Rekordgewinn: Börsianer lassen VW-Aktie fallen

Trotz Rekordgewinn: Börsianer lassen VW-Aktie fallen

FrankfurtEuropas Anleger haben sich kurz vor Wochenschluss trotz bestehender Zinsängste doch noch aus der Deckung getraut. Dax und EuroStoxx50 arbeiteten sich am Freitag ins Plus. Der Dax ging 0,2 Prozent höher bei 12.484 Punkten aus dem Handel, sein europäisches Pendant legte 0,3 Prozent auf 3441 Punkte zu. Die anderen deutschen Börsenindizes schlossen ebenfalls in der Gewinnzone. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen legte um 0,1 Prozent auf 26.335 Punkte zu, der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 0,75 Prozent auf 2603 Zähler.

Für Rückhalt sorgte eine festere Wall Street. Die Furcht vor einer aggressiven US-Zinspolitik sorgte zuletzt für deutliche Kursrückgänge am Aktienmarkt. Seit der Finanzkrise hängen die Börsen am Tropf der Notenbanken. Diese haben bislang nur vereinzelt und behutsam die Geldflut verringert. Der Dax verlor seit Monatsbeginn 5,5 Prozent, der Dow-Jones-Index rund 4,5 Prozent.

Nicht recht überzeugen konnte der weltweit größte Autobauer Volkswagen die Anleger. Zwar verdiente VW 2017 trotz des Dieselskandals so viel wie nie zuvor, enttäuschte aber mit seinem Margenausblick. Analyst Frank Schwope von der NordLB sagte, zudem seien die Sonderbelastungen für Diesel-Nachrüstungen und Fahrzeug-Rückkäufe mit 3,2 Milliarden Euro deutlich höher als erwartet. Die Aktien verloren bis zu drei Prozent, holten dann aber wieder auf und gingen 0,8 Prozent tiefer bei 162,60 Euro aus dem Handel. Größter Dax-Gewinner waren die Aktien von Eon-Aktien nach einer Kaufempfehlung der französischen Bank SocGen mit einem Plus von 3,8 Prozent.

An der Londoner Börse machte die British-Airways-Mutter IAG von sich reden. Trotz eines deutlichen Gewinnplus 2017 rutschten die Aktien um 5,7 Prozent ab. Für Enttäuschung sorgte laut Börsianern das vierte Quartal, das schlechter als erwartet ausfiel. Die Aktien anderer europäischen Airlines gaben ebenfalls nach: Lufthansa um 2,1 Prozent und Ryanair um 1,4 Prozent.

Die Aktien der Zara-Mutter Inditex rauschten nach einem negativen Analystenkommentar an der Madrider Börse hingegen um sieben Prozent herunter. JP Morgan schraubte seine Gewinnerwartungen für das Modeunternehmen wegen höherer Wechselkursbelastungen um fünf Prozent zurück. Inditex berichtet in Euro, macht aber rund die Hälfte seiner Umsätze in anderen Währungen. Viele asiatische und lateinamerikanische Devisen sind an den Dollar gebunden. Dieser hat seit Jahresbeginn zum Euro rund 2,5 Prozent verloren.

Die Ungewissheit über den Ausgang der Parlamentswahl in Italien machte den Anleihen des Landes zu schaffen. Die Kurse der zehnjährigen Titel fielen, im Gegenzug kletterte die Rendite in der abgelaufenen Woche um zehn Basispunkte und steuerte damit auf den größten Wochenanstieg in diesem Jahr zu. Am Freitag lag die Rendite zeitweise bei 2,103 Prozent. Experten rechnen bei der Wahl am 4. März mit einem deutlichen Erfolg für die Euro-skeptischen Parteien des Landes und langwierigen Koalitionsgesprächen. Sollte es nach dem Urnengang keine klaren Mehrheitsverhältnisse geben, dürfte ein langwieriger politischer Kuhhandel beginnen, prognostizierte Claudio Ferrarese, Fondsmanager bei Fidelity.

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Diese 10 Dax-Werte haben jetzt Kurspotenzial

SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007236101
Börse
FSE

+0,34 +0,31%
+108,26€
Chart von SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 10: Siemens
1 von 10

Schwierige Verhandlungen mit Gewerkschaftern belasten die Aktie des Technikkonzerns. Kosteneinsparungen dürften sich daher wohl erst 2019 in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen. Auf der anderen Seite: Der im Frühjahr anvisierte Börsengang der Medizintechnik-Sparte könnte der größte deutsche Börsengang seit dem der Deutschen Telekom im Jahre 1996 sein. Zwischen sechs und zehn Milliarden Euro sollen die Anteile der Healthineers genannten Tochter in die Kassen spülen. Ein Grund, warum Analysten höhere Notierungen der Aktie erwarten. Bei einem aktuellen Kurs von 108,44 Euro könnte die Aktie nach Meinung der Experten der Kurs um 18,45 Prozent steigen. Die gewichtete Empfehlung aller Analysen liegt bei 128,45 Euro. Basis für die Empfehlung ist der Analystencheck des Handelsblatts, der nach Einschätzungen verschiedener Banken und Analysten den Durchschnittskurs aller Studien ermittelt. Dabei handelt es sich um eine gewichtetes Kursziel: Jüngere Analysen werden bei der Berechnung des durchschnittlichen Kurspotenzials stärker gewichtet als ältere.

VOLKSWAGEN AG VORZUGSAKTIEN O.ST. O.N.

WKN
ISIN
DE0007664039
Börse
FSE

-1,70 -0,99%
+169,76€
Chart von VOLKSWAGEN AG VORZUGSAKTIEN O.ST. O.N.
Platz 9: VW
2 von 10

Ein Verkaufsplus von zehn Prozent bescherte dem deutschen Auto-Hersteller einen starken Start ins Jahr 2018. Allerdings stützen schwache Vergleichswerte aus dem Vorjahr dieses Ergebnis. Trotz des Dieselskandals sind die Analysten positiv für die weitere Kursentwicklung der Aktie gestimmt. Den 49 Kaufempfehlungen stehen neun neutrale Einschätzungen und drei Mail die Einschätzung Verkaufen gegenüber. Aktuell wird die Vorzugsaktie bei 163,10 Euro gehandelt, das gewichtete Kursziel liegt bei 195,51 Euro steigen. Das wäre ein Plus von knapp 20 Prozent.

THYSSENKRUPP AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007500001
Börse
FSE

-0,02 -0,09%
+22,56€
Chart von THYSSENKRUPP AG INHABER-AKTIEN O.N.
Platz 8: Thyssen Krupp
3 von 10

Effekte der Ausgliederung des europäischen Stahlgeschäfts wirken sich auf die Bewertung und die Liquidität der Unternehmensaktien aus. Für die Thyssen-Krupp-Aktie aber sieht es trotzdem gut aus: Von aktuell 22,77 Euro sollte die Aktie auf 27,50 Euro und damit um 20,77 Prozent steigen. Das zeigt das zumindest gewichtete Kursziel des Handelsblatts-Analystencheck.

FRESENIUS SE & CO. KGAA INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005785604
Börse
FSE

-0,12 -0,18%
+65,62€
Chart von FRESENIUS SE & CO. KGAA INHABER-AKTIEN O.N.
Platz 7: Fresenius
4 von 10

Das Kurspotenzial des internationalen Gesundheitsunternehmens liegt bei 21,87 Prozent. Der aktuelle Kurs von 63,36 Euro sollte laut Analysten in den nächsten zwölf Monaten auf 77,22 Euro steigen.

VONOVIA SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A1ML7J1
Börse
FSE

+0,04 +0,10%
+40,27€
Chart von VONOVIA SE NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 6: Vonovia
5 von 10

Obwohl die Aktie des Immobilienkonzerns im Zuge der Marktkorrektur deutlich nachgegeben hat, sei die Perspektiven für das operative Geschäft weiterhin gut, sagen Analysten. Zur Zeit wird sie bei 36,55 Euro gehandelt, könnte aber in den nächsten Monaten bei 45,07 Euro liegen. Die Aktie hat damit ein Kurspotenzial von 23,34 Prozent.

ADIDAS AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A1EWWW0
Börse
FSE

-0,60 -0,28%
+211,30€
Chart von ADIDAS AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 5: Adidas
6 von 10

Unter allen Dax-Titeln sehen Analysten beim Sportartikelhersteller das größte Kurspotenzial. Trotz anziehendem Wachstum beim Konkurrenzen Nike konnten die Aktien der Marke mit den drei Streifen zulegen. Das überzeugt auch die Analysten: Sie bescheinigen ihr ein Kurspotenzial von 24,1 Prozent und einen Anstieg auf 217,12 Euro. Damit ist die Adidas-Aktie das teuerste Papier im Dax. Aktuell liegt der Kurs bei 174,95 Euro.

LINDE AG Z.UMTAUSCH EING.INHABER-AKTIEN

WKN
ISIN
DE000A2E4L75
Börse
FSE

-2,25 -1,28%
+173,45€
Chart von LINDE AG Z.UMTAUSCH EING.INHABER-AKTIEN
Platz 4: Linde
7 von 10

Gute Aussichten für Industriegas-Hersteller : Sie profitieren aktuell von der US-Steuerreform. Für die Linde AG wirkt sich die geplante Fusion mit Praxair positiv auf das Ergebnis aus. Analysten schätzen, dass sich der aktuelle Kurs von 177,20 Euro auf 223,03 Euro erhöhen dürfte. Ein Kurspotenzial von 25,83 Prozent.

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3 Kommentare zu "Dax am 23. Februar: Dax schließt mit leichtem Gewinn"

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  • DAX AKTUELL
    Dax dreht nach positivem Start ins Minus
    Zum Wochenschluss zeigen sich Börsianer skeptisch. Mit dem Dax geht es nach anfänglichen Gewinnen abwärts. Besonders Continental verliert.

    ...............................

    Die schlechte Politik und schlechte Mentalität der Europäische Union Politiker und Europäische Manager ist nie schuld daran.

    Immer sind andere schuld oder eine Sache.

    Fragt sich nur wenn alle die die immer für das Versagen der Europäische Union und das Versagen der europäische manager immer schuldig gemacht werden, SICH EINES TAGES EINIG WERDEN UND FÜR REALE REPRESENTATION DER WAHRE SCHULDIGE SICH EINSETZEN, wer dann noch in Brüssel bei der nichts bringende EU bleiben darf. :-)))))





  • Das ist kein gewöhnlicher Index, er führt ein Eigenleben, er lebt quasi.

  • Wie kann denn ein Index gut oder schlecht gelaunt sein ?

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