Dax am Freitag Der Dax meistert den Hexentanz

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Deutsche Energiekonzerne im Abwärtssog
Das wurde im ersten Halbjahr 2017 aus 100.000 Euro
Platz 25: Zucker
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Wie gewonnen, so zerronnen. Im vergangenen Jahr gehörte Zucker mit einem Plus von 28 Prozent zu den lukrativsten Anlageformen, im ersten Halbjahr 2017 machten Investoren aber deutliche Verluste. Der Preis für eine Tonne Rohrzucker brach in New York um mehr als 35 Prozent ein. Zucker wird – wie alle Rohstoffe - in Dollar gehandelt wird. Der zum Euro gefallene Dollar vergrößerte die Verluste für hiesige Investoren noch. Wer Anfang des Jahres einen Terminkontrakt für 100.000 Euro auf Zucker kaufte, hat so jetzt – ohne Transaktionskosten - nur noch 59.740 Euro auf dem Konto. Hauptgrund für den Verfall sind globale Produktionsüberschüsse und wachsende Lagerbestände.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Platz 24: Öl
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Hohe Lagerbestände sind auch ein Grund dafür, dass der Ölpreis in diesem Jahr wieder auf Talfahrt gegangen ist. Dazu kommt die steigende Förderung in den USA, nicht nur von traditionellem, sondern auch von aus Schiefergestein gewonnenem Öl. Seit Januar fiel der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordseeölsorte Brent um 16 Prozent, aus 100.000 in Ölkontrakten angelegten Euro wurden sogar nur 77.520 Euro – ein Minus von 22,48 Prozent. Die seit November vergangenen Jahres geltende Förderbremse der Organisation Erdölexportierender Länder (Opec) und zehn weiterer Nationen zieht damit nicht. Die USA machen bei den Beschränkungen nicht mit.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Platz 23: Aktien Katar
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Das reichste Land der Welt wird von seinen Nachbarn isoliert. Saudi-Arabien und seine Verbündeten Vereinigte Arabische Emirate, Bahrain, Ägypten und Jemen warfen Katar Anfang Juni vor, Extremisten zu unterstützen und haben ihre diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu dem Wüstenstaat abgebrochen. Darauf reagierte auch die Börse. Die Verluste des QE-Index in Doha summieren sich so seit Jahresanfang auf 13,5 Prozent, dazu wertete die Landeswährung Katar-Riyal zu Dollar und Euro ab. Von 100.000 in den QE-Index investierten Euro sind so nur noch 79.500 Euro übrig.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Platz 22: Aktien Russland
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Die Erholung der russischen Börse aus dem vergangenen Jahr ist schon wieder zu Ende. 100.000 in den Leitindex Micex investierte Euro schrumpften seit Januar auf 81.200 Euro – ein Verlust, der durch die Abwertung des Rubels noch verstärkt wurde. Hauptgründe für den neuen Einbruch der Börse sind der wieder fallende Ölpreis. Dazu belasten nach wie vor die wegen der Ukraine-Krise verhängten Sanktionen die russische Wirtschaft.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Platz 21: US-Dollar
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Vor allem am Devisenmarkt zeigt sich, dass die Euphorie um US-Präsident Trump verflogen ist. Die Hoffnungen schwinden, dass er seine angekündigten Steuersenkungs- und Investitionsprogramme zügig durchgesetzt bekommt. Auch die Politaffären rund um FBI und Russland lassen den Dollar schwächeln. Und das nicht nur zum Euro, sondern zu den meisten wichtigen Währungen. Der Euro dagegen legte zu vielen Währungen zu. Die Folge: Aus 100.000 zu Jahresbeginn in den Dollar investierten Euro sind in den ersten sechs Monaten des Jahres nur noch 81.200 Euro geworden, ein Minus von über sieben Prozent.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Platz 20: Aktien Brasilien
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Mit vielen Vorschusslorbeeren war Brasiliens Präsident Michel Temer Ende 2015 ins Amt gestartet. Doch im März kam heraus, dass auch Temer in den seit Jahren schwelenden landesweiten Bestechungsskandal rund um die Konzerne Petrobras (Öl- und Gas), Odebrecht (Bau- und Chemie) sowie JBS (Fleisch) verwickelt ist. Das ernüchterte die Investoren. In Real gerechnet legte der Ibovespa-Index zwar knapp drei Prozent zu, aber der Real wertete deutlich ab. Von 100.000 in den Ibovespa investierten Euro verloren Anleger somit in diesem Jahr 5.595 Euro auf 94.050 Euro.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten

Platz 19: US-Staatsanleihen
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Für Dollar-Anleger haben sich US-Staatsanleihen besser entwickelt als erwartet. Obwohl die US-Notenbank Fed den Leitzins in diesem Jahr bereits zweimal auf ein Band von jetzt 1,00 bis 1,25 Prozent erhöht hat, stiegen die Kurse von US-Staatsanleihen mit langer Laufzeit. Das liegt vor allem an den gesunkenen Inflationserwartungen. Quer über alle Laufzeiten erzielten Anleger im ersten Halbjahr mit US-Staatsanleihen so einen Gesamtertrag aus Zinseinnahmen und Kursveränderungen von immerhin gut zwei Prozent. Der Verlust des Dollars zum Euro zehrte diesen Gewinn aber für Euro-Anleger mehr als auf. Aus 100.000 in US-Staatsanleihen investierten Euro bleiben so nur 94.970 Euro übrig.

Stand 29.6.2017, 15.00 Uhr, Angaben ohne Transaktionskosten, Quelle: Bloomberg

Der Euro profitierte vom geschwächten Dollar und bewegte sich bei Börsenschluss auf einem Niveau von 1,197 US-Dollar. Die magische 1,20-Marke blieb im Tagesverlauf unangetastet. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1963 US-Dollar fest.

An der Themse nahm unterdessen die Pfund-Rallye kein Ende: Die britische Währung war mit 1,3548 Dollar zeitweise so teuer wie zuletzt vor fast eineinhalb Jahren. Unter der resultierenden, mangelnden Konkurrenzfähigkeit britischer Warten auf dem Weltmarkt litt auch der Londoner Auswahlindex: Der FTSE manifestierte seinen Abwärtstrend und notierte bei Börsenschluss bei 1,1 Prozent im Minus.

Der kometenhafte Aufstieg der Kryptowährungen hingegen scheint seinen Zenit vorerst überschritten zu haben: Rund 24 Stunden nach dem Konkurrenten BTC China verkündete die Bitcoin-Börse ViaBTC ihr Aus zum Monatsende. Medienberichten zufolge will die Regierung in Peking den Handel mit virtuellen Währungen komplett verbieten. Vor diesem Hintergrund fiel der Bitcoin-Kurs auf ViaBTC am Freitag um etwa 14 Prozent auf 18.450 Yuan (2819 Dollar). Auf der Handelsplattform BitPoint stürzte er sogar um fast 30 Prozent auf 2767,85 Dollar ab.

Bei den Einzelwerten beklagten vor allem die deutschen Energieversorger überdurchschnittliche Verluste. Letzte Woche noch hochgelobt von Börsenexperten der Deutschen Bank, sorgte jetzt eine kritische Studie der Société Générale für einen Kursverfall: Uniper-Aktien gaben um 2 Prozent nach, Scheine von RWE um 1,1 Prozent und Eon-Anteile um 0,5 Prozent. Auch Innogy verlor 1,4 Prozent.

Der Kupferproduzent Aurubis zählt mit einem Minus von 0,9 Prozent ebenfalls zu den Verlierern des Tages. Es sei ungewiss, ob der Konzern seine starke operative Entwicklung 2018 fortsetzen könne, schrieb Analyst James Gurry und reduzierte seine Gewinnprognosen.

Goldjunge des Frankfurter Parketts war in dieser Woche das Münchner Unternehmen Siltronic. Die Papiere des Wafer-Herstellers gewannen während der letzten Woche über 10 Prozent an Wert. Siltronic-Aktionäre dürfen sich zudem erstmalig auf eine Dividendenausschüttung freuen. 40 Prozent des Konzerngewinns will das Unternehmen seinen Anteilseignern künftig zuteil werden lassen.

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  • dpa
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1 Kommentar zu "Dax am Freitag: Der Dax meistert den Hexentanz"

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  • Schon mehrmals wurde das alte Tier gesund gespritz, es ist eine Schande wie mit maroden Tieren umgegangen wird. Jetzt sieht der alte Dax auch noch Hexen, offenbar wurden wieder Opiate gegeben. Schande, Schande und Asche ins Haar.

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