Dax am Freitag
Ifo-Index hält den Dax in der Gewinnzone

Der Dax büßt am Freitagnachmittag einen Teil seiner Gewinne wieder ein, schließt angetrieben von der starken Konjunktur aber über 13.000 Punkten und 0,4 Prozent fester. Lediglich der starke Euro macht weiter Sorgen.
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FrankfurtDer Optimismus in den deutschen Chef-Etagen hat Europas Aktienanleger am Freitag aufgemuntert. Der Dax legte 0,4 Prozent auf 13.059 Punkte zu und schaffte damit ein Wochenplus von einem halben Prozent. „Der politische Stillstand in Berlin schlägt sich noch nicht auf die Stimmung nieder, auch nicht auf die Geschäftserwartungen“, sagte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. Der Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts stieg im November auf einen Rekordwert von 117,5 Punkten.

Der Dax war in der Mittagszeit bis auf knapp 13.170 Punkte gestiegen, ehe es in der Folge wieder leicht bergab ging. Der EuroStoxx50 gewann zum Wochenschluss 0,3 Prozent auf 3582 Zähler. Die Nebenwerte-Indizes hingegen schlossen am Freitag nur wenig verändert: Der MDax legte um 0,07 Prozent auf 26 703 Punkte zu. Der TecDax sank um 0,1 Prozent auf 2571 Punkte.

Mit etwas Sorge im Blick behielten die Börsianer allerdings den weiter starken Euro: Die Gemeinschaftswährung legte bis zu 0,8 Prozent auf 1,1941 Dollar zu und notierte so hoch wie seit zwei Monaten nicht mehr. Das macht Waren europäischer Firmen auf dem Weltmarkt teurer und damit weniger wettbewerbsfähig. „Für eine weitere positive Entwicklung des Dax wäre es wichtig, dass der Euro nicht noch weiter steigt“, sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. „Ein in Richtung Jahreshoch steigender Euro dürfte die Hoffnungen auf eine Jahresendrally schnell zunichtemachen.“

Für Auftrieb beim Dax sorgten auch kräftige Kursgewinne beim Index-Schwergewicht BASF: Der Chemieriese prüft die Zusammenlegung seiner Öl- und Gas-Tochter Wintershall mit der vom russischen Milliardär Mikhail Fridman kontrollierten Dea AG. Mittelfristig wäre ein Börsengang des Gemeinschaftsunternehmens eine Option, teilte BASF mit. Die BASF-Aktien führten mit einem Plus von 2,9 Prozent die Gewinnerliste im Dax an.

Gefragt waren auch italienische Finanzwerte. Die HVB-Mutter Unicredit, Ubi Banca und Banco BPM gewannen bis zu 4,8 Prozent. Zeitungsberichten zufolge sind in zwei EU-Gesetzentwürfen die Risiken eines überstürzten Abbaus fauler Kredite erwähnt. Börsianer werteten dies als Hinweis auf eine Abschwächung der von der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgeschlagenen Vorgaben. Italienische Geldhäuser sitzen auf einem großen Berg fauler Kredite.

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