Dax am Montag
Flaute zu Wochenbeginn

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Innogy und Talanx öffnen die Bücher


Die RWE-Tochter Innogy musste am Ende des dritten Quartals kräftig Federn lassen – das Nettoergebnis brach um mehr als 60 Prozent ein. Grund sind Abschreibungen auf das britische Vertriebsgeschäft. Innogy-Scheine notierten im Frankfurter Handel 2,2 Prozent leichter.

Die Bilanz von Talanx enttäuschte ebenfalls: In den ersten neun Monaten verdiente der Versicherer unter dem Strich 444 Millionen Euro – gut 30 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Bereits Ende Oktober hatte Talanx, dem gut die Hälfte der Anteile am weltweit drittgrößten Rückversicherer Hannover Rück gehören, sein Gewinnziel kassiert. Grund waren die schweren Zerstörungen durch die Tropenstürme „Harvey“, „Irma“ und „Maria“ sowie die Erdbeben in Mexiko.

Naturkatastrophen belasteten Talanx in diesem Jahr bisher mit insgesamt 1,05 Milliarden Euro. Doch Vorstandschef Herbert Haas gibt sich im Handelsblatt-Interview optimistisch: „Wirbelstürme zählen nun einmal zu den Ereignissen, mit denen wir als Versicherer leben müssen. Das ist unser Geschäft. Was mich aber trotz allem zufriedenstellt, ist, dass wir uns im Vergleich zu unseren Wettbewerbern exzellent geschlagen haben.“

Zu den Vorreitern im SDax gehörte am Montag Patrizia mit einem Kursplus von 5,7 Prozent. Die Immobilienfirma kündigte die Übernahme der Kapitalverwaltungsgesellschaft Triuva an und erhöhte ihre Gesamtjahresziele. Patrizia peilt nun einen operativen Gewinn von mehr als 75 statt 60 bis 75 Millionen Euro an.

Mit der Übernahme steige das durch Patrizia verwaltete Immobilienvermögen um rund 50 Prozent auf über 30 Milliarden Euro, teilte das Augsburger Unternehmen am Sonntagabend mit. Damit rücke Patrizia unter die Top Zehn der europäischen Investmentmanager.

Im TecDax trug die Medizintechnik-Firma Drägerwerk die rote Laterne: Die Aktien des Unternehmens fielen zeitweise um mehr als 17 Prozent und steuerten auf den größten Tagesverlust seit zwei Jahren zu. Die in Aussicht gestellte operative Gewinnmarge von jeweils vier bis sechs Prozent in den kommenden beiden Jahren sei geringer als erhofft, sagte ein Börsianer.

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Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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