Dax-Ausblick
Anleger fürchten Gewinnmitnahmen

Nachdem die EZB durch die Leitzinssenkung der Inflation entgegentreten will, bleibt die Frage, wie lange die Fed ihre Maßnahmen laufen lassen wird. Die Konjunkturdaten der nächsten Woche bestimmen die Richtung.
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Trotz einer Flut von Quartalsberichten dürften die Zentralbanken in der neuen Woche die Richtung an den Aktienmärkten vorgeben. Dax und Dow sollten angesichts der anhaltenden Geldschwemme schon bald neue Rekorde aufstellen, sagen Marktstrategen.

„Doch auch kurzfristige Rücksetzer sind in der neue Woche nicht auszuschließen“, warnt Rüdiger Janßen von der Bremer Landesbank. „Das hohe Kursniveau verleitet nun mal zu Gewinnmitnahmen.“ Zuletzt hatte die überraschende Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) den Dax auf ein neues Allzeithoch von 9193,98 Zählern getrieben, auf Wochensicht kommt er auf ein Plus von rund 0,4 Prozent.

Die EZB hatte den Leitzins am Donnerstag um einen Viertelpunkt auf das Rekordtief von 0,25 Prozent gesenkt, damit sorgt sie für noch mehr billiges Geld im Finanzsystem.

Wie lange die US-Notenbank Fed ihren ultralockeren geldpolitischen Kurs fortsetzt, dürfte von den Konjunkturdaten der kommenden Monate abhängen. In der neuen Woche stehen unter anderem die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Donnerstag) wie auch die Zahlen zur Industrieproduktion (Freitag) auf der Agenda.

Aus Sicht einiger Ökonomen sind die Aussichten für die USA nicht so rosig: Sie befürchten, dass die Nachwehen des Haushaltsstreits mit der Beurlaubung hunderttausender Staatsdiener die Konjunktur am Jahresende belasten werden. Die meisten Experten gehen deshalb davon aus, dass die US-Notenbank ihren milliardenschweren Anleihekäufe erst im März 2014 zurückfahren wird.

Erneut hoch her geht es in der neuen Woche auf Unternehmensseite: Mit Spannung warten Anleger vor allem auf die Berichte der Versorger Eon und RWE, denen zuletzt vor allem sinkende Großhandelspreise für Strom zu schaffen machten. RWE-Chef Peter Terium dreht bei dem 115 Jahre alten Traditionsunternehmen derzeit jeden Stein um.

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