Dax-Ausblick
Anleger fürchten konjunkturelle Eintrübung

Die Preiseinbrüche an den Rohstoffmärkten haben Sorgen um die weltweite Konjunktur geschürt. Nun schauen die Anleger auf die Daten aus Übersee - und den ZEW-Index zur Konjunkturprognose in Deutschland.
  • 3

Frankfurt, DüsseldorfMit dem Auslaufen der Berichtssaison dürften in der neuen Woche Konjunkturdaten aus den USA stärker in den Fokus der Dax-Anleger rücken. „Die Frage ist, ob die Dynamik der wirtschaftlichen Erholung in den Staaten anhält oder es möglicherweise doch zu einer Verlangsamung kommt“, sagt Jörg Rahn, Aktienstratege beim Vermögensverwalter Marcard, Stein & Co.

In den vergangenen Tagen hatten die Preiseinbrüche an den Rohstoffmärkten wieder verstärkt Sorgen über den weltweiten Konjunkturverlauf geschürt - der Dax kam auf Wochensicht nicht vom Fleck. Große Sprünge seien auch in den nächsten Tagen nicht zu erwarten, prognostiziert Rahn. Seiner Einschätzung nach sollte der Dax zwischen 7.400 und 7.600 Punkten pendeln - am Freitagnachmittag lag er bei 7.420 Zählern.

Im Fokus stehen neben Daten zum US-Immobilienmarkt und zur Industrieproduktion (Dienstag) auch die Protokolle der vergangenen Fed-Sitzung, die am Mittwochabend veröffentlicht werden. „Mit dem sich im Juni nähernden Ende des Ankaufsprogramms für Staatsanleihen wollen immer mehr wissen, wie der künftige geldpolitische Kurs der US-Notenbank aussehen wird,“ sagte ein Händler. Bei ihrer letzten Sitzung hatten die Notenbanker um Fed-Chef Ben Bernanke keinen raschen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik signalisiert. Die Analysten der Postbank rechnen dennoch damit, dass die Währungshüter noch 2011 erste Schritte zu einer Straffung des Geldpolitik einleiten und die Zinsen Ende des Jahres auf 0,5 Prozent anheben. Derzeit liegt der Leitzins in den USA in der Spanne zwischen Null und 0,25 Prozent.

Seite 1:

Anleger fürchten konjunkturelle Eintrübung

Seite 2:

Kommentare zu " Dax-Ausblick: Anleger fürchten konjunkturelle Eintrübung"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • @Mark: „In naher Zukunft wird es nur noch sehr reiche und sehr arme Menschen geben“.

    1789 ff. haben die Bürger die selben Probleme zur vollsten Zufriedenheit gelöst. Die Ursache der französischen Revolution war auch eine Banksterkrise.

    Anscheinend wird sich die Geschichte wiederholen. Wie man mit Hochverrätern umgeht, kann man in den Geschichtsbüchern nachlesen.

    Wie ein Forist in der Süddeutschen bereits kommentierte: „Es ist wieder an der Zeit, dass die Bürger die Guillotine flott machen“. Er hat verstanden.

    Sogar die Väter unseres Grundgesetzes haben in weiser Voraussicht im Art.20 Abs.4 festgehalten, was jetzt zu tun ist: Jeder Deutsche hat die Pflicht zum Widerstand.

  • Konjunktursorgen.......die habe ich auch.
    Bei den Politikern und den Bankstern.......kann es langfristig nur bergab gehen.
    Aber so ist es ja sogar geplant !
    In naher Zukunft wird es nur noch sehr reiche und sehr arme Menschen geben.

  • am morgen hiess es noch an gleicher Stelle "die psychologisch wichtige Marke von 7500 Punkten".

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%