Dax-Ausblick
Das große Zittern vor der neuen Woche

Auch in der kommenden Woche wird die Zitterbörse anhalten. Die Schuldenkrisen in den USA und Europa haben die Märkte weiter im Griff. Daran dürfte auch die durchwachsen laufende deutsche Bilanzsaison nichts ändern.
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Frankfurt, DüsseldorfDie Schuldenkrisen in den USA und Europa werden dem europäischen Aktienmarkt nach Einschätzung von Börsianern auch in der kommenden Woche zu schaffen machen. Denn das Hickhack um die Anhebung der US-Schuldengrenze und das zweite Rettungspaket für Griechenland führe zu einem Vertrauensverlust der Investoren, warnen die Analysten von MM Warburg in ihrem Marktkommentar. „Für die Aktienmärkte ist dies problematisch, weil dieses Phänomen genau in dem Moment zu beobachten ist, in dem sich auch die konjunkturelle Situation verschlechtert.“

Auch von den Unternehmensbilanzen ist derzeit kaum Unterstützung für den Aktienmarkt zu erwarten, betonten die Experten der Landesbank Berlin (LBB). „Der Start in die heimische Berichtssaison verlief nicht so erfreulich wie nach dem überwiegend guten Quartalszahlen der US-Konzerne erhofft.“ Auf entsprechend unruhiges Fahrwasser müssten sich Aktienanleger einstellen. In der zurückliegenden Woche gab der Dax knapp drei Prozent nach. Der DAX schloss am Freitag bei minus 0,4 Prozent auf 7.159 Punkten. Im späten Handel hat der Dax die Verluste ausgeweitet. Der L-Dax schloss bei 7142 Punkten.

Verliert die US-Konjunktur weiter an Fahrt?
Den US-Konjunkturdaten messen Analysten derzeit noch stärkere Bedeutung zu als üblich. Sollten sie auf eine weitere Abkühlung hindeuten, erhöht sich das Risiko, dass die USA ihre Top-Bonitätsnote verlieren - unabhängig davon, ob die Zahlungsunfähigkeit der weltgrößten Volkswirtschaft in letzter Minute verhindert werden kann oder nicht. Das Hauptaugenmerk der Börsianer richtet sich auf die Beschäftigtenzahlen am Freitag. Von Reuters befragte Analysten sagen für Juli die Schaffung von 85.000 Stellen voraus, nach mageren 18.000 im Vormonat. Zwei Tage zuvor liefert der Bericht der privaten Arbeitsagentur ADP bereits Hinweise auf die offiziellen Zahlen.

Am Freitag sorgten schwache US-Konjunkturdaten an den internationalen Finanzmärkten für Abschläge. Mit einem auf das Jahr hochgerechneten BIP von 1,3 Prozent war das Wachstum der US-Wirtschaft im ersten Halbjahr deutlich niedriger als von Experten prognostiziert. Vor allem die US-Konsumenten, die für rund 70 Prozent der Wirtschaftsleistung aufkommen, zeigten sich zurückhaltend.

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  • Die Schuldenkrise ist kein kurzfristiges Phänomen.
    Sie wird un noch Jahre begleiten.
    Durch die Geldschwemme die durch die Schuldenpolitik der USA
    und vielen anderen Ländern der Erde betrieben wird kommt es zu immer neuen Blasen (Überbewertungen) die bei ihrem platzen im Moment noch durch die betroffenen Staaten und somit dem Steuerzahler aufgefangen werden.
    Dieses Spiel läuft immer mehr auf das Ende zu.
    Beim finalen Kollaps werden alle leiden. Auch die Reichen dieser Erde. Durch eine wirtschaftliche Depression wird es alle treffen.
    Deshalb wird es höchste Zeit zu einem vernünftigem nachhaltigem Wirtschaften und einer Abkehr von einem zerstörerischem kurzfristigem Handeln.
    Notfalls auch durch mehr staatliche oder internationale Regulierung.


  • Das beste ist in so einer Situation einfach 2 Tage an der Seitenlinie stehen zu bleiben und zu warten, bis die Märkte wieder sauber tradebar sind.

  • Also ich habe auf http://www.google.de eben mal nach Chinesischen Meinungen gesucht, und worauf man immer wieder stößt: Die Chinesen lachen sich über unsere Politiker, denen fehlt die Handlungskraft, es ist eben alles nur Show.

    Die USA ist doch eh pleite oder wie soll man Schulden von etwa 14 Billionen Dollar sonst nennen?

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