Dax-Ausblick
Das Zittern vor der großen Korrektur

Der Dax musste wieder herbe Verluste hinnehmen. Auch in der kommenden Woche rechnen Experten mit deutlichen Kursschwankungen. Vor allem die Angst um die Konjunktur und die Euro-Krise belasten die Märkte.
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Frankfurt, DüsseldorfDer Dax hat eine Woche mit vielen Aufs und Abs hinter sich. Nach einem heftigen Verlust am Dienstag ging es in den folgenden Tagen bergauf, am Freitag wieder abwärts. Kurz vor Wochenschluss gab der Index noch einmal ordentlich nach. Der Leitindex schloss am Freitag unter 6.600 Punkten. Unter dem Strich bleibt ein Wochenverlust von knapp drei Prozent.

Ohne klaren Trend dürfte es auch in der kommenden Woche weitergehen. „Die Anleger stochern derzeit vor allem mit Blick auf die Entwicklung der Weltkonjunktur im Nebel“, sagt Aktienstratege Jörg Rahn von Marcard, Stein & Co. Die jüngsten Daten aus den USA und China erlaubten noch keinen eindeutigen Schluss darauf, wo die Reise hingehe.

Laut Rahn müssen sich die Investoren daher auf stark schwankende Kurse einstellen - zumal auch die wieder aufgeflammten Sorgen um die Schuldenstaaten Spanien und Italien weiter auf der Stimmung lasteten. Zweifel am Erfolg des Spar- und Reformkurses haben die beiden Länder zuletzt wieder in den Fokus der Investoren gerückt. Die Refinanzierungskosten Spaniens und Italiens hatten sich erneut erhöht und Nervosität bei Anlegern ausgelöst.

Die Analysten der DZ Bank sehen „mittelfristig Chancen für Neuinvestments“, schreiben sie in ihrer Wertpapierstrategie. „Wir gehen davon aus, dass die fundamentalen Vorgaben seitens der Konjunktur mäßig bleiben und sich dies auch in schwächeren Quartalszahlen bei europäischen Unternehmen niederschlagen wird.“

Allerdings werde diese Entwicklung zunächst – wie auch in den Vorquartalen – von besseren Quartalszahlen der US-Unternehmen übertüncht werden, schreiben die Analysten. Vor allem Technologiewerte und Banktitel sollen den Gesamttrend deutlich nach oben verzerren. „Sollte es im Mai zu einem weiteren Kursrutsch kommen, erscheint beispielsweise beim Dax der Bereich um 6.200 Punkte für Käufe attraktiv“, so die Experten.

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  • @rational

    Ach du meine Güte. Wie alt sind Sie eigentlich?
    Ein kleiner Zocker scheinbar.

    Sagen Sie mal, so etwas wie den "Trend" kennen Sie wohl auch nicht, oder?
    Ich muss hier keineswegs "Sebastinan" in Handelserfahrung überbieten, aber ich erreiche dieses Jahr die 30 Jahre. (...)

    Werden Sie erwachsen und unterlassen solch billige Kommentare. Was wollen Sie damit erreichen? Sich profilieren? Na dann viel Glück. (...)

    +++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

  • Sind die Kurse nicht immer noch über dem Stand von z.B. Dezember 2011? Also kann man kaum von einer richtigen Korrektur sprechen, weil es sich nur um den bisher im Jahr hinzu gewonnenen Buchwert handelt.

  • Ist doch einfach zu sehen. Gold stagniert und Zocker werden bald umschichten. Wohin? Was wird die nächste Blase? Die steht schon. Alle Semiconductor überbewertet.

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