Dax-Ausblick

Dax leidet unter dem langsamen Fed-Rückzug

Die Fed-Gelder werden nicht ewig fließen. Daran müssen sich die Anleger gewöhnen. Für die kommende Woche erwarten die Analysten aber keinen erneuten Ausverkauf. Eine gute US-Konjunktur könnte stützend wirken.
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Der Dax verabschiedet sich von der 8.000 Punkte-Marke. Quelle: Reuters

Der Dax verabschiedet sich von der 8.000 Punkte-Marke.

(Foto: Reuters)

FrankfurtNachdem US-Notenbankchef Ben Bernanke das Ende der ultralockeren Geldpolitik eingeläutet hat, setzen sich die Anleger selbst auf Entzug. „Das billige Geld als Doping der Finanzmärkte wird künftig reduziert - das Thema wird die Börsen weiter beherrschen“, sagt Marktstratege Tobias Basse von der NordLB. „Da kommende Woche lediglich Wirtschaftsdaten aus der zweiten Reihe anstehen, werden die Märkte vorerst weiter die Fed-Sitzung verdauen“, erklärt auch Commerzbank-Volkswirt Ralph Solveen. Einen erneuten Ausverkauf erwarten Experten in den nächsten Tagen zwar nicht, allerdings könnte es durchaus zu größeren Kursschwankungen kommen.

Bernanke hatte am Mittwochabend angekündigt, die Zentralbank Fed könnte ihren geldpolitischen Kurs noch in diesem Jahr verlassen und ihre monatlichen milliardenschweren Anleihekäufe bis Mitte kommenden Jahres beenden. Obwohl die Drosselung damit langsam und über einige Monate hinweg passieren würde, reagierten die Investoren prompt und warfen Aktien, Anleihen und Rohstoffe aus den Depots.

Vor allem in den Schwellenländern gingen die Kurse in die Knie, da diese zuletzt besonders von der Liquiditätsflut der Notenbanken profitiert hatten. Der Dax verlor auf Wochensicht bis zum Freitagmittag 2,2 Prozent. An der Wall Street schlug beim Dow-Jones-Index bis Donnerstag ein Wochenverlust von rund zwei Prozent zu Buche.

Die BRIC-Staaten kämpfen allerdings nicht nur mit dem möglichen Liquiditätsstopp der Notenbanken, sondern auch mit der schwächelnden chinesischen Konjunktur. Der vorläufig veröffentlichte HSBC-Einkaufsmanagerindex für China rutschte auf einen Wert von 48,3 Punkten. Erst ab einem Wert von 50 kann ein Wachstum ausgemacht werden. Außerdem mehren sich die Indizien, dass sich die Banken in China immer seltener Geld untereinander leihen. Der mangelnde Geldverleih unter den Geldhäusern könnte dramatische Auswirkungen auf die Realwirtschaft haben. Denn wenn Banken anderen Banken kein Geld leihen, dann werden sie erst Recht keines an Unternehmen verleihen – und wenn, dann nur zu immens hohen Verzinsungen.

Wie hoch Zinsen im Reich der Mitte sind, zeigt unter anderem der Overnight-Shibor, der als einer der Referenzzinssätze des Interbankenmarkts täglich von verschiedenen Großbanken festgesetzt wird. Dieser stieg seit Anfang des Monats von 4,5 auf 13,4 Prozent. Der Reposatz für siebentägige Geschäfte, der die Verfügbarkeit der Interbankenliquidität misst, stieg auf rund elf Prozent an. Gerüchten zufolge soll die chinesische Notenbank deswegen rund acht Milliarden Euro in das Finanzsystem des Landes gepumpt haben.

Von offizieller Seite heißt es allerdings, dass sowohl die Regierung als auch die Bank of China keine weiteren Konjunkturprogramme oder Kapitalspritzen erwäge. Laut Ministerpräsident Li Keqiang entwickle sich die Wirtschaft stabil, was eine Krisenintervention wie in den Jahren 2008/2009 nicht nötig mache.

Strategen sehen Aktien weiter im Aufwind
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34 Kommentare zu "Dax-Ausblick: Dax leidet unter dem langsamen Fed-Rückzug"

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  • ..........es kann sein, daß der Abstieg des Dax in Etappen eine neue Form des Crash auf Raten ist. Die Zukunft wird es zeigen. Aber ich glaube, daß diese Form gewählt wurde oder wird, um Verwerfungen, sprich der Ausstieg in großem Stil vermieden wird. Bedeutet, daß das investierte Kapital bleibt wo es angelegt war. Psychologisch raffiniert eingefädelt, um eine Ruhe vorzutäuschen, die keine ist. Was ist gegen das Einseifen ohne das es merkt zu tun? Nun, sich selber mit der Matterie vertraut machen und keinem Glauben schenken. Selbst ist die Frau, selbst ist der Mann. Ja, so ist es.........

  • Nun ja der Vergleich mit 2000 ist relativ einfach zu bewerten: schauen Sie sich die KGVs von 2000 an und vergleichen sie mit den heutigen. Danach ist die Sache schon klar, ganz ohne Kristallkugel. Wenn man das noch etwas genauer machen möchte kann man noch KBV hinzuziehen und die KGVs der Aktien mit denen von Anleihen vergleichen. Der Vergleich 2000 zu 2013 ist dort sogar sehr interessant, gerade der letzte Punkte mit KGV Aktien/Anleihen, die Ergebnisse sind erstaunlich.
    Für Lottozahlen gibt es keine Fundamentalanalyse. Enorme Exzesse bei Aktienbewertungen kann man dafür relativ gut erkennen.

  • Aha - und das erkennen Sie dann immer gleich oder gucken Sie vorher in die Glaskugel?

    Wie lauten denn die Lottozahlen vom nächsten Samstag?

  • @Privatanleger

    Einen Mischfonds mit dem Aktienmarkt zu vergleichen (und darum ging es ja in den o.g. Kommentaren) wäre Äpfel mit Birnen vergleichen und damit unlauter (besonders als Finanzberater "sieg-fried").

    Mag sein, dass FvS zur Zeit den "besten" Mischfonds am Markt hat. Und wer war es vor 3 Jahren und vor 5 Jahren? Richtig, nicht FvS, sondern ein gewisser Carmignac, LGT, JPM Global Balanced etc.

    Und bevor ich mir neben dem eh schon dauerhaft vorhandenen Marktrisiko noch ein Managerrisiko inkl. menschlichem Irrtum & Emotionen dazu hole (und wer garantiert mir, dass der selbe Fondsmanager auch noch in 3 Jahren den Fonds verwaltet?) bleibe ich lieber bei meiner simplen, kostengünstigen Passivanlage.

    Aber wie gesagt, jeder wie er mag und von irgendwem müssen ja auch die FvS dieser Welt bezahlt werden.

    Welcher globale Aktienfonds schlägt den MSCI World dauerhaft Jahr für Jahr über 10 Jahre? Wenn er es nicht dauerhaft schafft, dann ist es ja pures Glück, dass ich gerade dann investiert bin, wenn er es schafft.

    Der beste globale Aktienfonds über 10 Jahre (Quelle: Morningstar) ist der M&G Global Growth - der schafft es nicht. Der zweitbeste Fonds First State Global Opps - auch nicht. Der drittbeste Fonds FvS Aktien Global - siehe oben. Der viertbeste Fonds M&G Global Leaders - sie ahnen es, auch nicht. Der fünftbeste Fonds JPM Global Focus - auch nicht.

    Hm, muß wohl an einer fehlerhaften Betrachtung von mir oder der inkorrekten Berechnung von Morningstar liegen.

  • Zum halten von Aktien:

    Wenn eine allgemeine Euphorie einsetzt wie es im Jahr 2000 der Fall war und eine deutliche Überbewertung beim Vergleich mit anderen Assetklassen erkennbar ist, dann ist es auch dringend empfehlenswert aus dem Markt rauszugehen.

    Das ist aber jetzt mit Sicherheit noch nicht der Fall.

  • Flossbach hat den besten Mischfond am Markt, natürlich deutlich teurer als ein ETF ist. Aktienfondmanager gibt es besssere, und wer wirklich Interesse an der Thematik hat der findet auch Fonds die den MSCI World mittel- und langfristig massiv outperformen bei deutlich niedrigerer Vola.

  • Flossbach hat den besten Mischfond am Markt, natürlich deutlich teurer als ein ETF ist. Aktienfondmanager gibt es besssere, und wer wirklich Interesse an der Thematik hat der findet auch Fonds die den MSCI World mittel- und langfristig massiv outperformen bei deutlich niedrigerer Vola.

  • Die Mehrheit der Fonds schlägt den Markt nicht. Und was heißt fortsetzen? Sie nannten einen Fond der angeblich den Markt konstant schlägt, aber dies war nun erwiesenermaßen falsch. Sie behaupten, dass es Schwachsinn sei Aktien lange zu halten, auch das ist statistisch Unsinn. Dazu beleidigen Sie massenhaft Forennutzer grundlos und versuchen sich mit der Behauptung zu stärken, dass sie seit 25 Jahren Kundengelder verwalten. Bei sovielen Falschaussagen und dem persönlichen Verhalten würde ich Ihnen mein Geld niemals anvertrauen.

  • Wir können das Spiel fortsetzen und ich nenne drei besser performende Fonds, ETFs oder was auch immer. Der FvS (a0m430) war nur ein Bsp, gute ETF sind natürlich ebenso zu empfehlen, das war nie die Frage. In den ETF liegen mir nur zu viele Werte, einige sehr bekannte ETF haben außerdem zu lange und zuviel auf Apple gesetzt (wie gewonnen so zeronnen)

    Wenn hier aber jemand behauptet, er habe 2004 (!!!) chinesische Aktien erworben, dann sollte das auch deutlich bezeichnet werden dürfen, als das was es ist: eine glatte Lüge eines Klugscheißers.

  • Sie gehen sehr verschwenderisch mit Begriffen wie Trottel und Klugscheisser um.

    Habe mir gerade mal den Spaß gemacht den Flossbach von Storch - Aktien Global F (WKN 989975) gegen einen ETF auf den MSCI World laufen zu lassen (offizielle Benchmark des Fonds).

    Was glauben Sie war das Ergebnis?

    Da hab ich Trottel ganz schön schlecht gestaunt, dass ich FvS im Jahr 1,5% meines hart verdienten Geldes geben soll damit Sie über 1 Jahr (-5,7% relativ) und 3 Jahre (-9,81%) und über 5 Jahre (-6,96%) schlechter abschneiden als dieser simple voll-replizierte Indexfonds.

    Hm, ganz schön clever die Verkäufer des FvS-Produktes...

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